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Rallison, Janette: Echte Feen, falsche Prinzen

Originaltitel:
My Fair Godmother
Autor/in:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
My Fair Godmother 1
Seiten: 424
Preis: 6,00 €, Taschenbuch
ISBN: 9783401502908
Erscheinungsdatum: August 2011

Eigentlich hat Savannah das perfekte Leben: sie sieht gut aus, ist in der Schule beliebt und hat einen gutaussehenden Freund. Leider verlässt dieser sie für ihre ältere Schwester, das Mauerblümchen. Savannah ist tieftraurig und wünscht sich, dass sie ein echter Prinz zum Abschlussball begleitet. Wie praktisch, dass in ihrem Zimmer eine gute Fee erscheint, um ihr drei Wünsche zu erfüllen. Weniger praktisch ist, dass sich diese Fee namens Felicitas Everstar noch in der Ausbildung befindet, ihre Fähigkeiten eher tragisch als magisch sind und sie lieber mit ihren Freundinnen shoppen geht, anstatt sich Savannahs Wünsche genau anzuhören. Und so kommt es, dass Savannah erst als Aschenputtel und dann als Schneewittchen im Mittelalter landet. Leider erweisen sich die wahren Geschichten nicht als annähernd so märchenhaft, wie man sie aus den Erzählungen kennt…

Märchen, yay! Mir gefällt das Image der tollpatschigen Fee sehr gut, schon in der TV-Serie Once Upon a Time habe ich in Bezug darauf des öfteren schmunzeln müssen. Felicitas hat Savannahs Fall als zusätzliche Hausaufgabe angenommen, um ihre Note zu verbessern. Leider biegt sie sich Savannahs Wünsche nach ihren eigenen Vorstellungen zurecht und verschwindet dann für halbe Ewigkeiten, um neue Schuhe kaufen zu gehen.

Savannah ist am Anfang keine große Sympathiefigur, wächst einem aber schnell ans Herz. Sie kann einem wirklich Leid tun, das Mittelalter ist wahrlich kein Zuckerschlecken! Abgesehen von dem Geschichtenverlauf, den man aus den Märchen schon kennt, stellen sich die Prinzen als aufgeblasene Wichtigtuer heraus und die sieben Zwerge halten Schneewittchen für beschränkt und können sie nicht leiden. Savannah hat so einige Abenteuer zu bestehen, um ihren Traumprinzen zu finden. Was sich Felicitas noch alles einfallen lässt, um Savannah Steine in den Weg zu legen, sei an dieser Stelle nicht verraten. Es wird auf jeden Fall noch sehr spannend. Da es das Buch in einer günstigen 6,00 € Ausgabe gibt, gibt es auch kein einziges Argument, das Buch nicht zu kaufen ;-)

Die Serie


Abedi, Isabel: Lucian

Originaltitel:
-
Autor/in:

Verlag:

Themen:
,
Reihe:
-
Seiten: 553
Preis: 18,95 €, Hardcover
ISBN: 9783401062037
Erscheinungsdatum: 01.09.2009

Als Rebecca eines Abends beim Ausmisten mit ihrer Mutter und deren Lebensgefährtin einen alten Teddybären aus ihrer Kindheit findet, verspürt sie einen feinen Riss in ihrem Innern. Diesem folgt ein unerklärliches Gefühl von Leere. In derselben Nacht taucht das erste Mal ein mysteriöser Junge auf. Er steht vor ihrem Fenster und starrt zu ihr hoch.
Es bleibt nicht bei dieser Begegnung. Sie und Lucian, wie sich der Junge nennt, laufen sich von da an immer öfter scheinbar zufällig über den Weg. Noch dazu fühlen sie sich stark voneinander angezogen, obwohl sie sich gar nicht kennen. Rebecca erfährt, dass Lucian keine Erinnerung an seine Vergangenheit besitzt. Dafür scheint er alles über Rebeccas Vergangenheit zu wissen. Jede Nacht träumt er von ihr. Doch bevor die beiden mehr über ihre Verbindung erfahren können, werden sie gewaltsam voneinander getrennt, als Rebecca von ihrer Mutter nach Amerika geschickt wird. Mit schmerzhaften Folgen für beide, die keiner ahnen konnte.

Ich wollte schon lange mal ein Buch von Isabel Abedi lesen, bin aber bisher nie dazu gekommen. Doch als jetzt das Leseexemplar von Lucian in meine Reichweite gelangte, gab es keine Ausrede mehr. Ich habe von Anfang an bereits eine Ahnung davon gehabt, was es mit Lucian auf sich haben könnte und lag mit meiner Vermutung am Ende auch gar nicht mal so falsch. Dies tut der Spannung aber keinen Abbruch. Und zwei Pluspunkte konnte das Buch bei mir sowieso schon vor dem Lesen sammeln: 1. es ist in sich abgeschlossen und keine Trilogie und 2. es geht nicht um Vampire. Danke! Isabel Abedi zeigt, dass man die inzwischen ziemlich ausgelutschte Geschichte „Mädchen trifft mysteriösen Jungen“ auch mal etwas variieren kann. Mich hat das Buch jedenfalls sehr gefesselt, sodass ich zur Abwechslung mal nicht übermäßig lange gebraucht habe, um es auszulesen.