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Völler, Eva: Zeitenzauber – Die magische Gondel

Originaltitel:
-
Autor/in:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
Zeitenzauber 1 von 3
Seiten: 333
Preis: 14,99 €, Hardcover
ISBN: 9783833900266
Erscheinungsdatum: 19.08.2011

Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Da ihre Eltern mit zahlreichen beruflichen Terminen ausgelastet sind, hat sie viel Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Dabei entdeckt sie eine rote Gondel auf dem Wasser. Und dass, obwohl eigentlich alle Gondeln in Venedig schwarz sein müssten!
Bei einer historischen Bootsparade erweckt dieselbe Gondel erneut Annas Aufmerksamkeit. Im Gedränge fällt sie ins Wasser und wird von einem attraktiven jungen Mann in ihrem Alter ausgerechnet in die rote Gondel gezogen. Bevor sie jedoch wieder aussteigen kann, erscheint plötzlich ein Flimmern, das sich zu einem gleißenden Licht ausbreitet. Anna wird ohnmächtig und erwacht unbekleidet in einer kleinen Gasse. Schnell erfährt sie, dass sie sich in der Vergangenheit, genauer gesagt im Jahr 1499, befindet. Ein Bekannter ihres Retters bringt sie in einem Kräuterladen unter, in dem Anna eine Leidensgenossin namens Clarissa trifft. Anna will natürlich nur eins: so schnell wie möglich in ihre eigene Zeit zurück. Doch dies stellt sich als schwieriges Unterfangen heraus.

Mit dem alten Venedig kennt sich die Autorin Eva Völler bestens aus. Denn unter dem Pseudonym Charlotte Thomas hat sie bereits vier historische Romane veröffentlicht, die in Venedig spielen. Diese Erfahrung merkt man Zeitenzauber an. Ich konnte die stinkenden Kanäle Venedigs praktisch selbst riechen und mir die mittelalterliche Stadt vor meinem geistigen Auge gut vorstellen.

Ich war von dem Buch sehr begeistert. Die Geschichte ist durchweg spannend und die Charaktere waren mir fast alle sehr sympathisch. Besonders gefallen hat mir, dass Anna nicht das mittlerweile schon fast typische naive Dummchen ist, das sich von dem mysteriösen, gutaussehenden Jungen an der Nase herumführen lässt. Sie bleibt hartnäckig und nervt Sebastiano so lange mit ihrer Fragerei, bis er ihr erklärt, was vor sich geht. Sehr lustig wird es, wenn die zwei dabei von einem Venezianer belauscht werden. Denn dann können sie keine zeituntypischen Wörter aussprechen. „iPod“ wird deshalb kurzerhand zu „Spiegel“ und „Film“ zu „Kostümstück“ ungedichtet, ob Anna will oder nicht.

Sebastiano kann sich zwischen den Zeiten frei hin und her bewegen und arbeitet als Beschützer. Wer diese „Organisation“ gegründet hat und wie genau die Zeitreisen eigentlich funktionieren, wird leider nicht erklärt. Genug Raum für einen zweiten Teil also, den ich definitiv auch lesen werde!

Die Serie


[Abgebrochen] Creed, Sean: Gehetzt

Originaltitel:
Hunted
Autor/in:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
-
Seiten: 414
Preis: 8,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783404165919
Erscheinungsdatum: 11.11.2011

Der ehemalige CIA-Agent Danny Shanklin bekommt von seinem Kontaktmann einen Auftrag vermittelt und gerät in einen Hinterhalt. In einem Hotelzimmer wird er betäubt und bekommt ein Massaker mit zahlreichen Toten in die Schuhe geschoben. Nun wird er in der ganzen Stadt gesucht und gnadenlos verfolgt. Nebenbei lässt Danny auch den Verlust seiner Familie sieben Jahre zuvor Revue passieren.

Der Klappentext des Buches erweckte bei mir einen ganz anderen Eindruck. Er fokussiert sich auf die Situation im Hotelzimmer, sodass ich irrtümlich vermutete, das ganze Buch würde vielleicht dort spielen. Diese Vorstellung hat mich sehr gereizt und demensprechend enttäuscht war ich, als Danny das Hotel sehr schnell verlässt. Bis Seite 240 habe ich weitergelesen, dabei aber gemerkt, dass es mich leider nicht interessiert, wie die Geschichte ausgeht. Trotz der temporeichen Verfolgungsjagd kam bei mir kein Gefühl von Spannung auf. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, das Buch abzubrechen. Leider nichts für mich!


McEuen, Paul: Spiral

Originaltitel:
Spiral
Autor/in:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
-
Seiten: 448
Preis: 18,95 €, Hardcover
ISBN: 9783502102182
Erscheinungsdatum: 29.10.2010

Nach Ende des zweiten Weltkriegs wird der Mykologe Liam Connor Zeuge, wie ein Pilz namens Uzumaki (jap. für Spirale) die Besatzung eines Schiffs erst komplett wahnsinnig macht und dann tötet. Der hochgefährliche Pilz wird unschädlich gemacht, doch Liam nimmt heimlich eine Probe davon an sich, ohne es jemandem zu sagen.
60 Jahre später ist Liam ein weltweit anerkannter und mehrfach geehrter Wissenschaftler, der in seinem Labor immer noch Pilze erforscht. Bis er von einer mysteriösen Asiatin grausam gefoltert und kurze Zeit später tot aufgefunden wird. Alle Indizien deuten darauf hin, dass die Asiatin auf der Suche nach dem Uzumaki ist. Sollte der Pilz in ihre Hände gelangen, wäre die Bedrohung für die Welt unbeschreiblich.
Verschiedene Behörden, das Militär, Liams Assistent Jake und seine Enkelin Maggie setzen alles daran, den Vorfall aufzuklären und den Uzumaki zu finden.

Soweit zur Geschichte des Buches. So interessant die Idee eines Killerpilzes, der die gesamte Menschheit in Windeseile auslöschen könnte, auch sein mag, die Umsetzung war mir zu kompliziert. Die Geschichte springt ständig zwischen den verschiedensten Orten und Personen hin und her, regelmäßig werden außerdem neue Charaktere eingeführt, die nach kurzer Zeit für mich alle zu einem „US-Behörden“ Einheitsbrei verschwammen. Ich konnte die Leute und wer nun über wen Befehlsgewalt hat beim besten Willen nicht unterscheiden. Die einzigen, die sich aus der Masse abheben, sind Jack, Maggie und Orchid, die böse Asiatin. Aber auch zu ihnen kann man schwierig eine Beziehung aufbauen, da man nie lange bei ihnen bleibt und stattdessen im nächsten Kapitel bei einer der gefühlten 50 Behörden „nach dem Rechten sehen“ muss.

Der Autor Paul McEuen ist selbst einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Nanotechnologie, was man dem Buch auch anmerkt. Die vielen wissenschaftlichen Begriffe und Erklärungen verkomplizieren die Lektüre zusätzlich. Ich war dankbar, zumindest einige der angewandten Methoden bereits vorher einmal gehört zu haben. Trotzdem habe ich nach einer Weile die Erklärungen mehr oder weniger überflogen.

Fazit: ein Killerpilz und viele US-Behörden machen noch keinen guten Thriller. Die Filmrechte hat der Autor laut Wikipedia trotzdem schon verkauft. Und das vor Erscheinen des Buches in den USA. Na dann.


Doetsch, Richard: Die 13. Stunde

Originaltitel:
The 13th Hour
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 413
Preis: 14,99 €, Trade Paperback
ISBN: 9783785760369
Erscheinungsdatum: 17.06.2010

Dass sich das eigene Leben innerhalb einiger Stunden vollkommen verändern kann, muss Nicholas Quinn eines Tages schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. Morgens noch hat er gemütlich mit seiner geliebten Frau Julia gefrühstückt, abends kurz vor 22 Uhr sitzt er im Verhörraum eines Polizeireviers und wird des Mordes an ihr verdächtigt. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, erschüttert gleichzeitig auch ein Flugzeugunglück mit 212 Toten die Stadt.
Und dann taucht plötzlich ein geheimnisvoller Mann auf, der sich als Nicks Anwalt ausgibt und ihm mitteilt, dass er den Mord an seiner Frau ungeschehen machen könne. Er überreicht ihm eine goldene Taschenuhr und einen Brief mit Erklärungen und beschwört Nick, dass er nur zwölf Stunden Zeit habe, Julia zu retten. In der dreizehnten Stunde sei alles verloren. Natürlich versteht Nick nicht ein Wort, bis er sich völlig unvermittelt im Haus seines Freundes wiederfindet…und zwar zwei Stunden zuvor, nämlich um 20 Uhr! Fortan durchlebt Nick den Tag noch einmal rückwärts und unternimmt alles, um Julias Leben zu retten. Dabei hat er immer nur eine Stunde Zeit, etwas zu verändern, bis ihn die goldene Uhr weitere zwei Stunden zurückführt, um wieder eine Stunde neu zu erleben. Doch egal wie sehr sich Nick auch bemüht, das Ergebnis ist immer weitaus schlimmer als vorher. Alles scheint auf einen Einbruch bei Julias Mandanten hinzudeuten, doch Nick bleibt nicht viel Zeit, um die Zusammenhänge zu entschlüsseln und mehr als eine Katastrophe ungeschehen zu machen…

Die 13. Stunde hat mich vor allem durch seinen Rückentext angesprochen, auch wenn – wie so oft – die Beschreibung unstimmig ist. So ist der erste Satz z. B. „11:00 Uhr – Ein Passagierflugzeug stürzt ab.“ Das Flugzeug stürzt aber erst kurz vor 12 ab. Oder die Tatsache, dass Julia ermordet wird, weil sie die Absturzursache kennt. Vollkommener Quatsch, sie hat keine Ahnung davon. Aber egal. Das Buch ist trotzdem unglaublich spannend und verursachte mir schwitzige Hände. Da es in der Geschichte um Zeitreisen geht, bleibt natürlich auch das obligatorische Paradoxon nicht aus, aber darüber kann ich gut hinwegsehen. Auf jeder Seite fiebert man mit Nick und leidet mit ihm, wenn sein so gut überlegter Plan fehlschlägt und er erneut Julias Tod miterleben muss oder sogar schlimmeres. Sehr lesenswert!