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Grant, Michael: Gone 1 – Verloren

Originaltitel:
Gone
Autor/in:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
Gone 1 von 6
Seiten: 512
Preis: 17,95 €, Hardcover
ISBN: 9783473353163
Erscheinungsdatum: 01.03.2010

Eines morgens verschwinden plötzlich sämtliche Menschen, die 15 Jahre und älter sind aus Perdido Beach. Von einer auf die andere Sekunde sind sie einfach weg, verpufft. Sam und seine Freunde können sich den Grund nicht erklären. Gleichzeitig umschließt eine undurchdringliche Barriere die Stadt, die nicht nur eine Flucht oder Hilfe von außen unmöglich macht, sondern auch die Gesetze des Universums auf den Kopf zu stellen scheint. Plötzlich gibt es Schlangen mit Flügeln, sprechende Hyänen und einige der Kinder, darunter auch Sam, besitzen übernatürliche Fähigkeiten. Sam bleiben nur 299 Stunden, um einen Ausweg zu finden, denn dann wird er selbst 15 Jahre alt.
Doch wie organisiert man eine Stadt, in der nur Kinder leben und von denen viele noch zu jung sind, um die Situation überhaupt zu erfassen und einige nur darauf aus sind, Chaos und Terror zu verbreiten?

Die Grundidee mit der Barriere hat mich sofort an Stephen Kings „Die Arena“ erinnert…und an den Simpsonsfilm. „Die Arena“ habe ich nicht gelesen, aber mit den Simpsons hat Gone rein gar nichts zu tun. Die Geschichte ist sehr mitreißend geschrieben, der Countdown zu Sams Geburtstag am Anfang jedes Kapitels sorgt noch für zusätzliche Spannung. Das Furchteinflößende an der Geschichte ist, dass ich mir genau vorstellen kann, dass die im Buch beschriebenen Vorkommnisse auch wirklich so passieren könnten (mal von der Sache mit dem Übernatürlichen abgesehen). Menschen sind einfach grausam. Schade finde ich, dass Gone wieder einmal Teil 1 einer Trilogie ist. Momentan scheint es Jugendbuchautoren einfach unmöglich zu sein, ihre Geschichte in einem einzigen Buch unterzubringen. Die Leseprobe am Ende des Buches verheißt aber auf jeden Fall weitere Spannung, sodass ich wohl auch Teil 2 lesen werde.

Ravensburger führt Gone auf seiner Website unter „Jugendbücher ab 12“, ich persönlich würde es aber eher ab 14 empfehlen.


Forman, Gayle: Wenn ich bleibe

Originaltitel:
If I Stay
Autor/in:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
If I Stay 1 von 2
Seiten: 272
Preis: 16,95 €, Hardcover
ISBN: 9783764503512
Erscheinungsdatum: 04.01.2010

Mia ist eine begabte Cellistin und glaubt, vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens zu stehen: soll sie ihrer Liebe zur Musik folgen und an der renommierten Juilliard School in New York studieren oder bei ihrer Familie und ihrem Freund bleiben?

Bis sich eines Morgens alles verändert. Nach einem schweren Verkehrsunfall erwacht Mia außerhalb ihres Körpers und beobachtet die Sanitäter bei ihrer Arbeit. Für ihre Eltern kommt jede Hilfe zu spät, doch sie und ihr kleiner Bruder Teddy werden ins Krankenhaus eingeliefert. Auf der Intensivstation reflektiert Mia ihr Leben, erzählt dem Leser ihre Geschichte und wie die Dinge so gekommen sind, wie sie sind. Dabei erkennt Mia, dass sie eine noch viel schwierigere Entscheidung zu treffen hat als ihre Zukunftspläne. Soll sie bleiben und weiterleben, so wie es sich ihre zahlreichen Verwandte und Freunde wünschen; oder soll sie sterben, um ihre Familie wiedersehen zu können?

Obwohl Wenn ich bleibe ein eher kurzer Roman ist, hat man nicht das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Mia erzählt ihre Geschichte nicht chronologisch, sondern in mehreren Rückblenden, während sie ihrer Familie und ihren Freunden dabei zusieht, wie sie mit der Situation umgehen.
Obwohl es eigentlich um ein trauriges Thema geht, besitzt der Roman doch die meiste Zeit über eine gewisse Leichtigkeit. Denn da Mia von ihrem Körper getrennt ist und nichts fühlen kann, hat sie glücklicherweise nicht das Bedürfnis, sich nur in eine Ecke zu setzen und über ihr Elend zu jammern. Der Roman hat mir sehr gut gefallen.


Collins, Suzanne: Die Tribute von Panem

Originaltitel:
The Hunger Games
Autor/in:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
Hunger Games 1 von 3
Seiten: 416
Preis: 17,90 €, Hardcover
ISBN: 9783789132186
Erscheinungsdatum: 17.07.2009

Panem. Ein Land, das aus den Trümmern von Nordamerika entstand. Es besteht aus zwölf Distrikten und dem Kapitol, in dem die Regierung sitzt. Als mahnende Erinnerung an einen niedergeschlagenen Aufstand und zur Demonstration der Macht des Kapitols werden jedes Jahr die sogenannten Hungerspiele veranstaltet. Jeder Distrikt muss einen Jungen und ein Mädchen, die sogenannten Tribute, als Teilnehmer stellen. Die 24 Tribute werden in eine Arena gesperrt und müssen sich bis zum Tod bekämpfen, denn nur einer darf am Ende überleben. Das Gemetzel wird live im Fernsehen übertragen, ansehen ist Pflicht.

Als Katniss‘ jüngere Schwester Prim aus dem Lostopf gezogen wird, meldet sie sich freiwillig an ihrer statt. Zusammen mit dem männlichen Tribut, einem Bäckersohn ihres Alters namens Peeta, reist sie ins Kapitol und wird dort auf die Hungerspiele vorbereitet. Ihre Chancen stehen denkbar schlecht: in 73 Jahren hat aus ihrem, dem 12. und ärmsten Distrikt nur ein Tribut die Spiele gewonnen. Die Kinder reicherer Distrikte werden von klein auf für die Spiele trainiert und sind somit viel besser gerüstet. Doch Katniss hat ihrer Schwester versprochen zu überleben. Katniss und Peeta werden von ihren Stylisten vor Beginn der Spiele als Team inszeniert, obwohl klar ist, dass nur einer von ihnen überleben kann. Mit einer gespielten Liebeserklärung macht Peeta ihre Geschichte perfekt und das Publikum liebt sie. Doch dann wird Katniss in der Arena beinahe getötet und Peeta rettet ihr das Leben. Waren seine Gefühle wirklich nur gespielt?

Wenn man die Geschichte hört, denkt man unwillkürlich sofort an Battle Royale. Ich habe Battle Royale nie gelesen oder gesehen, dennoch fiel auch mir sofort der Storyverlauf ein. Im Gegensatz zu Battle Royale handelt es sich bei „Die Tribute von Panem“ aber um ein Jugendbuch (bzw. „All Age“), sodass sich die Gewalt im Vergleich zu Battle Royale in Grenzen hält. Als Trilogie angekündigt ist bereits von Anfang an klar, dass Katniss als Hauptperson im Verlauf der Hungerspiele nicht sterben kann. Dies beeinträchtigt die Spannung aber in keinster Weise. Der Überlebenskampf wird fesselnd geschildert, sodass ich stellenweise das Buch einfach nicht weglegen konnte, obwohl ich eigentlich andere Dinge zu tun gehabt hätte. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!