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[In wenigen Worten] Rendezvous in Paris

Originaltitel:
Isla and the Happily Ever After
Autor/in:

Verlag:

Themen:

Reihe:
Anna and the French Kiss 3 von 3
Seiten: 448
Preis: 8,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783570402603
Erscheinungsdatum: 09.02.2015
Bewertung:

Kurzes Fazit

Ich habe Stephanie Perkins‘ vorherige Bücher Herzklopfen auf französisch und Schmetterlinge im Gepäck beide sehr gerne gelesen und mich entsprechend auf das dritte und letzte Buch aus dieser lose zusammenhängenden Reihe gefreut. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, noch einmal an das Pariser Internat zurückzukehren, aber im Vergleich zu den zwei anderen Titeln schwächelt Rendezvous in Paris leider. Die Beziehung zwischen den beiden Charakteren Isla und Josh steht hier im Vordergrund und braucht auch nicht lange, um sich zu entwickeln. Deshalb musste wohl noch ein erzwungener Konflikt her, damit das Buch nicht zu dünn wird. So kam es mir zumindest vor, denn das „Problem“ ist lächerlich und von Isla völlig an den Haaren herbeigezogen. Für eine unterhaltsame, jugendliche Liebesgeschichte aber trotzdem immer noch nett zu lesen und deshalb gibt es hier auch noch 4 Sterne :)

Wie auch die beiden Vorgänger funktioniert das Buch gut für sich allein, es gibt allerdings einen kleinen und zuckersüßen Gastauftritt der Figuren aus den anderen Büchern.

Die Reihe

Herzklopfen auf Französisch (Anna and the French Kiss, #1) Schmetterlinge im Gepäck (Anna and the French Kiss, #2) Rendezvous in Paris (Anna and the French Kiss, #3)


[Rezension] An jedem einzelnen Tag

Originaltitel:
For Once in My Life
Autor/in:

Verlag:

Themen:
,
Reihe:
-
Seiten: 384
Preis: 9,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783442383894
Erscheinungsdatum: 16.02.2015
Bewertung:

Die Handlung

Tess und George sind sich noch nie begegnet, haben aber einen sich überschneidenden Freundeskreis. Und dieser ist der Meinung, dass die zwei perfekt zusammenpassen würden. Nur leider kommt immer wieder etwas dazwischen und die beiden treffen sich über ein Jahrzehnt hinweg nie. Das Buch begleitet Tess und George über all die Jahre hinweg und erzählt ihre Geschichten bis zu dem Punkt, an dem sie sich endlich über den Weg laufen.

Das war gut

Man bekommt zwar immer nur Ausschnitte zu Gesicht, aber die Hauptfiguren Tess und George werden dabei ganz ordentlich charakterisiert. Ihre Lebensgeschichten sind zwar nicht mit Abenteuern gespickt, aber dafür realitätsnah gezeichnet und bieten eine gute Voraussetzung dafür, sich in die Figuren hineinzuversetzen.

Die Passagen mit George und Mia waren zuckersüß, davon hätte ich gerne noch mehr gelesen. Leider waren sie viel zu kurz.

Das hat mir nicht gefallen

George und Tess haben eigentlich keinen sehr großen Freundeskreis, trotzdem fiel es mir schwer, die einzelnen Personen auseinanderzuhalten, da sie teilweise nur alle paar Jahre auftauchten oder insgesamt einfach von ihren Eigenschaften her austauschbar waren. So bekommt man zu Georges Bandkumpels nur vereinzelte Stichwörter wie „Lehrer“, „umgezogen, will Dichter werden“ oder „Familienvater“ vorgesetzt. Bei Tess ist mir im Grunde nur ihre beste Freundin Kirsty im Gedächtnis geblieben, da sie kontinuierlich dabei ist.

Die ersten 50 Seiten fand ich das Buch sehr langweilig und hatte mich schon darauf eingestellt, dass es mal wieder eine Leseflaute verursachen würde. Die Fast-Begegnungen von George und Tess sind hier noch so vage, dass man wirklich sehr zwischen den Zeilen lesen muss, um zu verstehen, dass der namenlose Mann einen Tisch weiter wahrscheinlich George sein soll. Später wird das aber konkreter und auch interessanter.

Und daraus folgt

An jedem einzelnen Tag ist ein insgesamt sympathisches Debüt mit leichten Schwächen. Tess und George sind interessante Charaktere, denen man ihr Glück gönnt. Der Rest der „Besetzung“ bleibt dagegen leider blass oder wird auf nur einen Charakterzug reduziert.

Die Kapitellängen sind etwas gewöhnungsbedürftig, da hier nicht einzelne Abschnitte, sondern direkt Jahre unterteilt werden und diese teilweise recht lang geraten sind. Wenn man jedoch den holprigen Anfang geschafft hat, bekommt man einen ganz ordentlichen Unterhaltungsroman geliefert. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass hier nicht die romantische Liebesgeschichte im Vordergrund steht, sondern stattdessen ein Jahrzehnt in den Leben zweier Figuren, die von der Autorin vom Schicksal dazu auserkoren sind, sich gegen Ende des Buches zu begegnen. Ich fand es auf jeden Fall sehr angenehm, dass es nicht die ganze Zeit um die große Liebe ging, sondern die Charaktere auch noch etwas anderes zu tun hatten.


[Rezension] Für immer und ehrlich

Originaltitel:
Yours Truly
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 448
Preis: 8,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783442480937
Erscheinungsdatum: 20.10.2014
Bewertung:

Die Handlung

Nathalie Butterworth ist in ihrem Leben bisher immer den Weg des geringsten Widerstands gegangen. Sie lügt sich durch, um niemandem auf den Schlips zu treten und vernachlässigt sich selbst dabei. Kurz vor ihrer Hochzeit wird sie unfreiwillig hypnotisiert und kann von da an nur noch die Wahrheit sagen, wenn sie etwas gefragt wird. Klar, dass besonders ihr Verlobter nicht begeistert davon ist, was sie z. B. über ihr Sexleben zu sagen hat. Nathalie muss schleunigst den Hypnotiseur wiederfinden, wenn ihre Hochzeit nicht ins Wasser fallen soll.

Das war gut

Die Szenen, in denen Nathalie die Wahrheit sagen muss, weil sie etwas gefragt wird, sind fast immer unglaublich witzig, auch wenn Nathalie mir natürlich ganz schön leid tat. Andererseits ist die Hypnose eigentlich das Beste, was ihr passieren konnte, denn sie kann unmöglich ihr Leben lang weiterhin so rückgratlos weitermachen.

Das kleine Dorf in Little Trooley ist zauberhaft. Besonders eingeschneit klingt es wie ein Märchen-Winterwunderland. Auch wenn es in Wahrheit wahrscheinlich ein furchtbar langweiliges Kaff wäre. Die schrulligen Dorfbewohner tragen nur noch zum Charme bei. Und ganz vorne dabei ist natürlich Riley, der Pubbesitzer, der Nathalie schöne Augen macht und sie mit seinen nicht vorhandenen Kochkünsten in den Wahnsinn treibt.

Das hat mir nicht gefallen

Es gibt keine wirklich Überraschungen. Man muss eigentlich nur den Klappentext lesen und weiß schon, wie das Buch ausgehen wird. Das ist so schade. Es muss doch auch im Bereich der Liebeskomödien noch mehr geben als Schema F!

Natürlich ist Nathalie es auch ein bisschen selbst schuld, aber ihre Familie ist unausstehlich. Ihre Mutter und Schwester sind überhaupt nicht daran interessiert, was Nathalie will und denken im Grunde nur an sich, auch wenn sie Nathalies Hochzeit planen. Mir ist bewusst, dass die Autorin die Figuren absichtlich so gestaltet hat, aber haben die beiden denn gar keine Empathie?

Es gibt nur schwarz und weiß. Zwei Extreme. Wenn man genauer darüber nachdenkt, müsste die Moral der Geschichte eigentlich sein, dass es NICHT ratsam ist, die Wahrheit zu sagen. Denn Nathalie plaudert zu 99 % nur Gemeinheiten aus. Sie hat also nicht nur ihre Fähigkeit zu lügen verloren, sondern auch ihre Höflichkeit.

Und daraus folgt

Mal wieder leidet ein Buch an der typischen Chick Lit Krankheit: verheißungsvolle Grundidee, 0-8-15 Ausführung. Ich würde mir wünschen, dass die Autoren ein wenig experimentierfreudiger wären. Ja, das Buch ist lustig. Ja, ich konnte Nathalies Ängste total nachvollziehen, denn ich tue mich auch oft schwer damit, nein zu sagen. Aber es ist einfach immer das gleiche Schema. Frau hat schönes Leben. Durch einschneidendes Erlebnis soll Frau merken, dass Leben doch nicht so schön ist. Frau stellt Beziehung zu Mann infrage. Und den Rest könnt ihr euch jetzt selber denken, weil ich nicht zu viel spoilern will ;)
Es heißt also wieder: netter Zeitvertreib fürs leichte Lesen zwischendurch mit vorhersehbarem Verlauf.


[Rezension] Zur Hölle mit Bridget

Originaltitel:
Here Lies Bridget
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 352
Preis: 12,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783956490811
Erscheinungsdatum: 10.10.2014
Bewertung:

Die Handlung

Bridget Duke ist die Königin der High School. Oder jedenfalls glaubt sie das und verhält sich deswegen äußerst eingebildet und abfällig gegenüber Mitschülern und Lehrern. Aber auch ihre Stiefmutter hat kein leichtes Leben mit ihr. Als eine neue Schülerin namens Anna an die Schule kommt, scheint sich Bridgets Beliebtheit in dem Maße zu verflüchtigen, wie die Beliebtheit von Anna ansteigt. Plötzlich bekommt Bridget ungeahnten Gegenwind. Nach einem Autounfall muss sie sich in einer Zwischenwelt mit ihrem Verhalten auseinandersetzen.

Das war gut

Den mittleren Teil, in dem Bridget gezeigt wird, wie sie sich ihren Mitmenschen gegenüber verhalten hat, fand ich sehr gut. Bridget muss sprichwörtlich in die Fußstapfen ihrer „Opfer“ steigen bzw. in ihre Schuhe schlüpfen und sieht dann aus der Perspektive der jeweiligen Person, wie diese Bridgets Verhalten empfinden. Schade war nur, dass die meisten dieser Vorkommnisse sich auf den ersten Teil des Buches bezogen, als schon aus Bridgets Sicht beschriebene Situationen nochmal präsentiert wurden. Es war zwar interessant, gleiche Szenen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, aber ich hätte mir mehr Rückblenden aus der weiter entfernten Vergangenheit gewünscht, denn die paar unangenehmen Zwischenfälle in der jüngsten Zeit werden wohl kaum dazu geführt haben, dass Anna aufgetaucht ist.

Das hat mir nicht gefallen

Die Aufteilung des Buches erschien mir nicht besonders gut ausbalanciert. Es dauert 170 Seiten, bis Bridget überhaupt „stirbt“. Dagegen stehen 130 Seiten, in denen sie vor Augen geführt bekommt, wie sie sich verhalten hat und auf gerade mal 50 Seiten wird gezeigt, was danach passiert. Das war mir einfach zu wenig bzw. der Wandel zu abrupt, als das er glaubhaft gewesen wäre.

Es gibt nur schwarz und weiß. Auf der einen Seite Bridget, die Böse, auf der anderen Seite ihre herzensguten Opfer, die nur gute Seiten zu haben scheinen. Etwas mehr Variation wäre schön gewesen. Außerdem kann ich kaum glauben, dass eine Person so ein Störenfried ist und nicht mal ein klitzekleines bisschen merkt, dass sie sich falsch verhält. So dumm kann doch keiner sein, oder?

Es wird überhaupt nicht erklärt, woher Anna kommt, warum sie sich ausgerechnet Bridget ausgesucht hat, um sie zu bekehren und wie das alles funktioniert. Auch der Konferenzraum war merkwürdig. Fünf Personen, denen Bridget das Leben schwer gemacht hat, sitzen dort als Jury. Aber eigentlich sind es gar nicht die Personen selbst, also wer waren sie wirklich?

Und daraus folgt

Mit Zur Hölle mit Bridget hat Paige Harbison ein solides Debüt vorgelegt, das sich zügig liest, aber Überraschungen vermissen lässt. Die „Person bekommt Spiegel vorgehalten“ Story hat man schon öfter gesehen oder gelesen und auch der High School Schauplatz mit einer von sich selbst überzeugten Zicken- Protagonistin ist nicht neu. An der Gewichtung von Anfang, Höhepunkt und Schluss muss die Autorin noch etwas arbeiten.

Für Leser von:

Seven Souls
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Danke an Blogg dein Buch und Darkiss für dieses Rezensionsexemplar.