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Eien no Honey

In Eien no Honey geht es um das Mädchen Honey, das ihrem etwas vertrottelten und unbeholfenen Vater Keita dabei hilft, der Frau im Fotogeschäft näher zu kommen, in die er verliebt ist. Dabei wirken die Verhältnisse wie umgekehrt, denn Honey führt sich erwachsener auf als sie ist und ihr Vater wirkt dagegen eher wie ein Kleinkind. Honey zwingt ihren Vater dazu, einen komplett neuen Menschen aus sich machen zu lassen. Er bekommt einen neuen Haarschnitt, die Brille kommt weg und er wird neu eingekleidet. So soll er Yamanami, die Frau aus dem Geschäft, fragen ob sie mit ihm ausgeht. Trotz seiner Unbeholfenheit gelingt es Keita, sich mit Yamanami zu verabreden. Für Honey hat ihre Kuppelei allerdings einen weitaus wichtigeren Grund als einfach nur eine neue Frau für ihren Vater zu finden. Sie wünscht sich eine Stütze für ihn, die ihn unterstützt und tröstet, wenn er wieder in die Realität zurückfindet und etwas wichtiges erkennt, was er bisher verdrängt hat…

Titel:
Eien no Honey

Erscheinungsjahr(e)
2004

Bände:
keiner, Kurzgeschichte*

*2010 wurde die Geschichte im Manga Hitoritachi mit abgedruckt.

Charaktere

Eien no Honey: Ozuka Honey Ozuka Honey ist ein kleines Mädchen, dass sich die meiste Zeit über erwachsener verhält, als es eigentlich ist. Ohne sie ist ihr Vater aufgeschmissen. Sie scheint alles zu durchschauen und gibt ihrem Vater Tipps, wie er Yamanami, in die er verliebt ist, erobern kann. Honey wirkt so, als wäre sie von dem Verhalten ihres Vaters genervt und er ihr lästig, aber in Wirklichkeit liebt sie ihn über alles. Sie liebt ihn so sehr, dass sie bei ihm bleibt, obwohl sie längst tot ist. Sie ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Aber weil sie sich Sorgen um ihren Vater macht, bleibt sie bei ihm. Bis er alleine zurecht kommt.

Eien no Honey: Ozuka Keita Ozuka Keita ist Honeys Vater und arbeitet als freiberuflicher Fotograf. Seine Frau hat ihn verlassen, als Honey noch ein Baby war. Er ist sehr tollpatschig und scheint ohne seine Tochter vollkommen aufgeschmissen zu sein. Er verliebt sich in Yamanami, die in dem Fotogeschäft arbeitet, in dem er immer seine Filme entwickeln lässt. Mit Honeys Ratschlägen schafft er es, Yamanami näher zu kommen. Er fällt aus allen Wolken, als auf einem Foto, auf dem eigentlich auch Honey sein müsste, nur er und Yamanami zu sehen sind. Er hatte Honeys Tod verdrängt und deshalb überhaupt nicht bemerkt, dass nur er Honey sehen konnte. Am Ende ist er jedoch soweit, Honey loszulassen, sodass sie gehen kann und er gründet mit Yamanami eine neue Familie.

Eien no Honey: Yamanami Yamanami, ihr Vorname wird nicht erwähnt. Sie arbeitet in dem Fotogeschäft, in dem Honeys Vater seine Bilder entwickeln lässt. Sie bewundert seine Arbeiten. Erst durch sie erkennt Keita, dass seine Tochter nicht mehr am Leben ist. Yamanami wird Keitas Frau und die beiden bekommen ein Kind, das vielleicht sogar Honeys Wiedergeburt ist.


Eien no Honey ist einer der schönsten Mangakurzgeschichten, die ich je gelesen habe. Mir kamen wirklich Tränen in die Augen, denn im letzten Drittel der Geschichte gibt es eine für mich sehr überraschende Wendung. Die schönen Zeichnungen unterstützen den positiven Eindruck. Einfach ein rundum perfekte Kurzgeschichte, der auf den letzten Seiten unglaublich traurig ist.

Cross Epoch

Man kann nicht wirklich davon reden, dass Cross Epoch eine Story hat. Auf 20 Seiten lassen Akira Toriyama und Eiichiro Oda alle wichtigen Charaktere aus Dragon Ball und One Piece zusammen auftreten.
Einen Tag zuvor hat sich der Himmel verdunkelt und das Land bekam einen neuen König (Mister Satan). Also machen sich alle bekannten Charaktere der zwei Serien, die meistens in Zweiergruppen unterwegs sind (ein Charakter aus One Piece und einer aus Dragon Ball), zu einer von Shenlong veranstalteten Teeparty auf. Auf ihrem Weg treffen sie auf eine Bande, die von Pilaw und Buggy angeführt wird und jeder kloppt ein bisschen auf ihnen rum. Und das wars.

Titel:
Cross Epoch

Erscheinungsjahr(e)
2006

Bände:
keiner, Kurzgeschichte

Charaktere

Ruffy trifft auf Son Goku, als er rennend und essend auf dem Weg zu Shenlong ist. An einer Klippe stürzt er ab, wird aber von Son Gokus Jindujun aufgefangen. Zusammen mit Son Goku greift er das Schiff von Pilaw und Buggy an. Die Gemeinschaftsattacke der beiden wird spontan „Gum Gum Bazooha“ (eine Mischung aus der Gum Gum Bazooka und dem Kame Hame Ha) getauft.

Son Goku ist fliegend unterwegs und trifft dabei Ruffy. Er rettet Ruffy an einer Klippe mit Jindujun und greift dann mit ihm zusammen das Schiff von Pilaw und Buggy an.

Shenlong hat Mister Satan den Wunsch erfüllt, König zu werden. Und da er jetzt erstmal ein ganzes Jahr frei hat, weil die Dragon Balls zu Stein geworden sind, schmeißt er im Schlaraffenland eine Teeparty für seine Freunde.

Chopper und Kuririn gehört eine Zuglinie, die direkt übers Meer führt. Als sie erfahren, dass Mister Satan der neue König ist, kombinieren sie, dass dies durch Shenlong geschehen sein muss, schließen ihre Linie für den Tag und machen sich auf den Weg zu Shenlong.

Nami und Bulma sind Schwestern und rauben zusammen ein Raumschiff aus. Danach fliegen sie zu Shenlong. Auf dem Weg schießen die beiden zeitgleich mit Vegeta das Schiff von Pilaw und Buggy ab.

Sanji und Muten Roshi sind Polizisten, nehmen ihren Job allerdings nicht allzu ernst, denn als sie einen Notruf erhalten, dass ein Raumschiff ausgeraubt wurde, fahren sie in Aussicht auf einen Haufen Mädchen an ihrem Zielort einfach weiter.

Vegeta ist Kapitän eines fliegenden Piratenschiffs. Seine Mannschaft besteht aus Robin, Trunks und Lysop. Robin berichtet Vegeta davon, dass der Himmel sich tags zuvor verdunkelt hatte, was der Beweis dafür sei, dass Shenlong erschienen ist. Obwohl laut Trunks eigentlich ein Kampf mit Dr. Geros Himmelspiraten ansteht, machen sie sich auf den Weg zu Shenlong. Zwischendurch schießt Vegeta dann noch das Schiff von Pilaw und Buggy ab, das zuvor von Son Goku und Ruffy bereits angegriffen wurde.

Lysop gehört zu Vegetas Mannschaft. Ängstlich wie er ist versucht er Trunks davon zu überzeugen, dass es viel besser ist zu Shenlong zu fliegen, anstatt gegen Dr. Geros Piraten zu kämpfen. Außerdem kann man ja kostenlos so viel essen wie man will.

Buggy und Pilaw haben zusammen eine Bande gegründet und fliegen mit ihrem Schiff durch die Lüfte. Ihr großer Fehler ist es, sich Ruffy und Son Goku in den Weg zu stellen. Erst bekommen sie deren Kräfte zu spüren, um dann bei ihrer Flucht Vegeta und Bulma und Nami in die Quere zu kommen, von denen sie abgeschossen werden. Zuguterletzt bekommen sie noch eine gemeinsame Schwertattacke von Zorro und Piccolo verpasst, um dann genau hinter Sanjis und Muten Roshis Wagen abzustürzen. Nur gut, dass diese beiden so beschäftigt damit sind, an Frauen zu denken, sodass sie dem Wrack keine Beachtung schenken.

Zorro und Piccolo sind zusammen unterwegs und scheinen beide keinerlei Orientierungssinn zu haben. Trotzdem gibt Piccolo Zorro die Schuld dafür, dass sie sich verlaufen haben, weil Zorro die Richtung bestimmt hatte. Glücklicherweise fahren Kuririn und Chopper mit ihrem Zug an ihnen vorbei, sodass Piccolo und Zorro kurzerhand aufspringen. Als nach Vegetas Attacke das Schiff von Pilaw und Buggy auf den Zug zu stürzen droht, schleudern Piccolo und Zorro dieses mit einer gemeinsamen Schwertattacke zurück in den Himmel.


Irgendwie habe ich mir bei einer Zusammenarbeit von zwei der berühmtesten Mangaka der Welt doch etwas mehr erwartet. Aber naja. Lustig sind die Gespräche zwischen den Charakteren auf jeden Fall. Und man muss bedenken, dass es sich nur um eine Kurzgeschichte von 20 Seiten handelt. Gezeichnet wurde sie zur Feier des 10-jährigen One Piece Jubiläums.

HAL

HAL ist die erste Mangaveröffentlichung von Aoi Makino und besteht aus folgenden Kurzgeschichten:

HAL, die Titelgeschichte, handelt von Shizuku, einer verzogenen und eingebildeten Mittelschülerin, die ihren Status an der Schule bedroht sieht, als eine neue Mitschülerin ihr erst den 1. Platz auf der Rangliste streitig macht und dann auch noch beliebter als sie zu werden scheint. Da kommt ihr der Todesgott Hal gerade recht, der ihr anbietet, drei von Shizuku gewählte Existenzen auszulöschen.

The Rainbow of Seven Years After beschäftigt sich auf ungewöhnliche Art mit dem Thema Mobbing. Konoha lernt auf dem Nachhauseweg einen merkwürdigen Jungen kennen, der sie auszulachen scheint und die Vermutung äußert, dass Konoha gemobbt wird. Doch letztlich kommt es ganz anders, als es zunächst aussieht.

Leb wohl, Engel! erzählt die Geschichte von Mona Amane, die aufgrund einer unglücklichen Bemerkung ihrerseits von allen Klassenkameraden geschnitten wird. Sie hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden, doch ihr Mitschüler Chihaya setzt sich für sie ein, um ihre Situation zu verbessern. Schon kurz danach bekommt er die Rechnung dafür, denn nun wird er von allen gemieden.

Blaue Flügel ist das Debüt der Mangaka aus dem Jahre 2008. Dem Mädchen Honoka fällt eines Morgens der jüngere Akira im wahrsten Sinne des Wortes in die Arme. Fortan treffen sich die zwei öfters auf dem Dach eines verlassenen Hauses. Akira ist ein berühmter Schauspieler, dessen großes Vorbild der ehemalige Kinderstar Ririka ist. Bei Honoka reißt allein die Erwähnung dieses Namens alte Wunden auf…

Wie in Japan üblich beginnt die Mangaka Aoi Makino ihre Karriere mit Kurzgeschichten. Aufgrund der zeichnerischen Weiterentwicklung lässt sich sehr leicht erkennen, dass „Blaue Flügel“ die älteste und „HAL“ die neueste Geschichte im vorliegenden Werk ist. Letztere ist zwar das schönste, aber leider auch schwächste Glied der Sammlung und unverkennbar eine entschärfte, weibliche Version von Death Note.
Da es sich „nur“ um Kurzgeschichten handelt, gehen die einzelnen Kapitel nicht allzu sehr in die Tiefe, beschäftigen sich aber dennoch nicht mit belanglosen Themen, die man so oft in Shoujomanga findet. Besonders „The Rainbow of Seven Years After“ sticht hier hervor, wirft es doch die Frage auf, ob Mobber immer die „Bösen“ sind oder sich auch zum Positiven verändern können.
Wer hier unter Berücksichtigung der angepeilten Zielgruppe keine allzu anspruchsvolle Kost erwartet, wird mit einem hübsch gezeichneten Manga und unterhaltsamen Geschichten belohnt.

Titel:
HAL

HAL
Erscheinungsjahr(e)
2010

2011
Bände:
1

1

Charaktere

HAL: Miyazaki Shizuku Miyazaki Shizuku ist eine eingebildete Schülerin, die glaubt besser als die Allgemeinheit zu sein. Sie sieht die Leute in ihrer Umgebung als Menschen zweiter Klasse an. Als sie auf der Schulrangliste nicht mehr auf Platz 1 steht, beginnt ihre coole Fassade zu bröckeln. Sie will sich ihren Status nicht streitig machen lassen, doch anstatt zu kämpfen, lässt sie ihre Konkurrenz einfach von Hal auslöschen.
HAL: Hal Der Todesgott Hal taucht ganz plötzlich in Shizukus Zimmer auf. Er erklärt ihr, dass ihre negative Aura ihn angelockt habe und wie ein Lebenselixier für ihn sei. Als Ausgleich für diese Energie kann Hal drei Existenzen für Shizuku auslöschen, die sie frei bestimmen darf. Hal selbst bleibt mysteriös und gibt nicht viel von sich preis.
Die Zeichnungen von Aoi Makino sind wirklich eine Augenweide. Wenn sie sich in Zukunft weniger „Inspiration“ bei renommierten Manga holt und weiterhin interessante Themen auswählt, hat sie mich auf jeden Fall als Fan gewonnen. Mein Lesetipp aus diesem Band ist definitiv „The Rainbow of Seven Years After“, aber auch die anderen Kurzgeschichten sind einen Blick wert. In Japan existieren bisher zwei weitere Einzelbände der Zeichnerin, über deren Veröffentlichung in Deutschland ich mich sehr freuen würde :-)

Tell Me A Lie

Terumi wird von zwei Typen angegriffen, als sie spät abends alleine vom Einkaufen nach Hause geht. Ein gutaussehender junger Mann kommt ihr zu Hilfe. Aber Terumi bedankt sich nicht, sondern wirft ihm an den Kopf, dass er der Schlimmste sei.
Als sie ihren Freundinnen am nächsten Tag von ihrem Erlebnis erzählt, können sie nicht fassen, dass sie den Mann nicht nach seiner E-Mail gefragt hat. Aber Terumi durchschaut die beiden. In Wirklichkeit sind sie eifersüchtig. Ihre Freundinnen schieben es auf Terumis guten sechsten Sinn, denn sie wissen nicht, dass Terumi ihre wahren Gedanken hören kann. Seit ihrer Geburt besitzt sie die Fähigkeit, die wahren Gedanken der Personen zu hören, wenn sie sie ansieht. Aus diesem Grund merkte sie sofort, dass ihr vermeintlicher freundlicher Retter die zwei Schläger in Wahrheit selbst engagiert hatte, um sich an sie ranzumachen. Die meiste Zeit über wünscht Terumi sich, ihre Fähigkeit nicht zu haben, aber manchmal ist sie auch ganz nützlich. Z. B. kann sie die wahren Gedanken eines Klassenkameraden hören, der wegziehen muss. Er tut so, als ob er froh ist, endlich weg zu sein und es nichts gibt, was erinnernswert wäre, aber in Wirklichkeit denkt er, dass er nichts vergessen wird. Terumi wünscht ihm daraufhin alles Gute.

Titel:
Tell Me A Lie

Erscheinungsjahr(e)
2007

Bände:
keiner, Kurzgeschichte

Charaktere

Tell Me A Lie: Arai Terumi Arai Terumi hat die Fähigkeit, die wahren Gedanken einer Person hören zu können, indem sie diese ansieht. Diese Gabe kann sehr unangenehm sein und Terumi wünscht sich meistens, dass sie sie nicht hätte, aber manchmal schützt sie sie auch vor Menschen wie ihrem vermeintlichen Retter.

Der Retter kommt Terumi zu Hilfe, als sie angegriffen wird. Hinter seinem freundlichen Lächeln verbirgt sich allerdings ein lüsterner Perverser, der die zwei Schläger für ihren Angriff bezahlt hat, nur damit er eine Frau aufreißen kann.

Der namenlose Mitschüler ist in derselben Klasse wie Terumi und wird aufgrund der Arbeit seines Vaters umziehen. Er gibt sich schroff und unfreundlich und sagt, dass nichts, was er in dieser Klasse erlebt hat, es wert wäre sich daran zu erinnern. Aber in Wirklichkeit denkt er, dass er nichts von alledem vergessen wird. Als Terumi ihm alles Gute wünscht, ist er verdutzt, weil er absolut keine Ahnung hat, wer sie ist.

Die Freundinnen: Den beiden erzählt Terumi, dass sie angegriffen wurde. Sie sind eifersüchtig und verstehen nicht, warum Terumi ihren Retter nicht nach seiner E-Mail gefragt hat. Terumis Gabe halten sie für einen guten sechsten Sinn.


Tell Me A Lie ist nach 13 Jahren die erste neue Geschichte von Gosho Aoyama. Umso enttäuschender ist es, dass die Geschichte lediglich sechs Seiten umfasst. Interessant ist die Story trotzdem und man kann nur hoffen, dass Gosho Aoyama irgendwann eine Fortsetzung zeichnet.