Schlagwort-Archive: Erschienen 2007

Crichton, Michael: Jurassic Park

Originaltitel:
Jurassic Park
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, , ,
Reihe:
Jurassic Park 1 von 2
Seiten: 576
Preis: 8,95 €, Taschenbuch
ISBN: 9783442464371
Erscheinungsdatum: 11.07.2007

Der Multimilliardär John Hammond verwirklicht sich mit dem Jurassic Park einen Traum: auf der Isla Nublar vor Costa Rica baut er einen Zoo der besonderen Art, in dem er der Welt geklonte Dinosaurier vorführen will. Vor der Eröffnung des Parks lädt er eine Gruppe von Menschen, darunter die Paläontologen Dr. Alan Grant, Dr. Ellie Sattler und den Chaostheoretiker Ian Malcolm, zu einer ersten Besichtigung auf die Insel ein. Die Gruppe soll auch die Sicherheit des Parks bewerten. Was Malcolm von Anfang an prophezeit und John Hammond nicht glauben will, bewahrheitet sich: ein korrupter Programmierer schaltet das komplette Sicherheitssystem des Parks ab, sodass die Dinosaurier sich frei bewegen können. Zu allem Überfluss stellt sich heraus, dass sich die Dinosaurier unbemerkt und somit ungehindert vermehrt haben, es sich also viel mehr Tiere auf der Insel befinden, als eigentlich angenommen. Ohne den Schutz der Elektrozäune beginnt ein erbarmungsloser Kampf ums Überleben, den nicht alle gewinnen werden…

Eigentlich muss man zur Geschichte von Jurassic Park nicht mehr viel sagen, oder? Ich bin ein großer Fan der Filme und schaue sie mir auch jedes Mal wieder an, wenn sie im Fernsehen laufen. Also war es nur eine Frage der Zeit, dass ich mir auch mal die Buchvorlage zu Gemüte führe. Auch wenn man den Film kennt, gibt es in dem Roman viel neues zu entdecken. Obwohl die Grundstory natürlich die Gleiche ist, gibt es trotzdem sehr viele Unterschiede. Der Film wurde sehr entschärft. Während im Film z. B. nur eine Handvoll Raptoren ihr Unwesen treibt, tauchen die Viecher im Buch in Rudeln auf. Schockiert hat mich allerdings, dass im Buch meine absolute Lieblingsfigur nicht überlebt :-(

Das Fachchinesisch im Buch empfang ich leider als sehr anstrengend. Hier muss ich tatsächlich einmal sagen, dass mir der Film besser als die Buchvorlage gefällt, was allerdings hauptsächlich daran liegen dürfte, dass ich den Film schon vorher und so oft gesehen hatte.
Besonders für Fans der Filme lohnt es sich aber dennoch, auch das Buch einmal zu lesen, da es auf jeden Fall sehr interessant ist die Charaktere und den Park in einem anderen Licht zu sehen.

Die Serie

1. Jurassic Park
2. The Lost World – Vergessene Welt


Westerfeld, Scott: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht

Originaltitel:
Uglies
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
Ugly - Pretty - Special 1 von 4
Seiten: 432
Preis: 12,90 €, Trade Paperback
ISBN: 9783551355812
Erscheinungsdatum: 01.04.2007

In der Welt der Zukunft scheint alles in Ordnung: nachdem die Ära der sogenannten „Rusties“ mit ihrer Umweltverschmutzung und den Kriegen vor langer Zeit zuende gegangen ist, lebt Tally genau wie alle anderen in einem scheinbaren Paradies. Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann wird sie sich durch mehrere Operationen von einer hässlichen Ugly in eine wunderschöne Pretty verwandeln und nach New Pretty Town ziehen, um dort wilde Partys zu feiern und ein glückliches und sorgenfreies Leben zu führen. Doch kurz bevor es soweit ist, lernt sie die gleichaltrige Shay kennen. Shay nimmt Tally mit in die alte Ruinenstadt und erzählt ihr vom mysteriösen David, der in einer geheimen Stadt namens Smoke leben soll, in der alle Menschen Uglys sind. Tally kann diese Geschichte nicht so recht glauben und versucht Shay davon abzuhalten, sich auf den Weg nach Smoke zu machen, doch ohne Erfolg. Leider hat Shays Flucht auch Auswirkungen auf Tally: die Behörde für „Besondere Umstände“ zwingt sie, Shays zurückgelassenen Hinweisen nach Smoke zu folgen, um die Stadt ausfindig zu machen. Andernfalls wird Tally die ersehnte Operation verwehrt und sie muss für immer hässlich bleiben. Doch als Tally in Smoke ankommt und die Bewohner kennenlernt, ist sie sich nicht mehr so sicher, ob sie die Stadt wirklich verraten will…

Wenn man schon „Utopie“ hört, kann man sich eigentlich denken, dass es sich wohl in Wirklichkeit um eine „Dystopie“ handelt. Natürlich trifft dies auch auf Tallys Welt zu, in der nur scheinbar alle glücklich und zufrieden sind. Denn keine Welt ist perfekt und so gibt es einige Uglys, die sich im Laufe der Zeit zur Flucht nach Smoke entschlossen haben, weil sie selbst über ihr Aussehen bestimmen wollen. Im Laufe des Buches erkennt Tally, dass noch mehr dahinter steckt als bloßer Freiheitsdrang. Sie lernt Shays heimlichen Schwarm David kennen, der in Freiheit geboren und aufgewachsen ist und nie mit dem Schönheitswahn der Städte in Berührung kam. Er findet Tally hübsch, was diese natürlich überhaupt nicht nachvollziehen kann, wurde ihr doch ihr ganzes Leben lang eingetrichtert, dass sie hässlich ist und nur die Operationen zur Pretty ihr Leben besser werden lassen können. Davids Eltern, die früher als Ärzte in New Pretty Town für eben diese Schönheitsoperationen verantwortlich waren, haben allerdings herausgefunden, dass die äußerliche Veränderung nicht die einzige ist. Um den Weltfrieden zu erhalten scheint es nicht zu reichen, dass alle Menschen gleich aussehen. Sie müssen auch alle gleich denken…

Scott Westerfeld entwirft in Ugly ein erschreckendes Bild der Zukunft, das in Zeiten des Schönheitswahns inklusive zahlreicher Operationen aktueller den je ist. In Tallys Welt werden auf morphologischen Kongressen Operationsdaten verschiedener Städte ausgetauscht und ein sogenanntes Pretty-Komitee entscheidet darüber, wie die Gesichter der Menschen nach ihrer Wandlung auszusehen haben. All dies geschieht angeblich zum Wohle der Gesellschaft. Wenn alle Menschen gleich aussehen und keiner danach strebt, hübscher zu sein als der andere, dann gibt es auch kein Konfliktpotential, so die Theorie. Dass sich die neuen Pretties auch charakterlich von ihrem Ugly-Selbst unterscheiden und nur noch Partys und Spaß im Kopf haben, fällt dabei kaum einem auf. Die Uglys werden schließlich ihr ganzes Leben lang darauf gedrillt, dass sie hässlich sind und Pretties werden müssen. Abschreckender Geschichtsunterricht aus der Zeit der Rusties, in der Bäume gerodet, Tiere getötet, die Umwelt verschmutzt und Krieg geführt wurde, tut ihr übriges.
Die Kraft der Suggestion ist erschreckend. Tally ist das beste Beispiel dafür. Als ihr die Operation verweigert wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Und als sie in Smoke alte Zeitschriften mit fröhlichen, hässlichen Menschen betrachtet, wird ihr fast übel davon. „Ich bin hässlich“ ist so tief in ihrem Gehirn verankert, dass es ihr schwerfällt, etwas anderes zu akzeptieren. Doch je mehr Zeit sie mit David und den anderen Uglys verbringt, desto mehr versteht sie, dass es noch besseres auf der Welt gibt, als nur hübsch zu sein. Sie beginnt das System infrage zu stellen.

Ugly ist eine sehr spannend geschriebene Utopie, die einen zum Nachdenken anregt und einen überlegen lässt, wie wichtig Schönheit wirklich ist. Tallys Geschichte wird in den Büchern Pretty und Special fortgeführt. Wer die Bücher lesen möchte, sollte die Zusammenfassung von Band 2 und 3 vorab meiden, da sie bereits etwas über Tallys Schicksal verraten.
Sehr zu empfehlen!


Hosseini, Khaled: Drachenläufer

Originaltitel:
The Kite Runner
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 385
Preis: 10,95 €, Taschenbuch
ISBN: 9783833301490
Erscheinungsdatum: 08.09.2007

Amir und Hassan sind ungleiche Freunde im Afghanistan der 70er Jahre. Amir gehört zu den Paschtunen und ist der Sohn eines reichen und beliebten Mannes, Hassan gehört zu den Hazara, die diskriminiert und verachtet werden. Er ist der Sohn des Hausdieners und verehrt Amir sehr.
Nach einem Drachenturnier im Winter 1975 wird Hassan missbraucht und Amir kommt ihm nicht zuhilfe, weil er zu viel Angst hat. Daran zerbricht letztendlich ihre Freundschaft, da Amir es nicht ertragen kann, dass Hassan weiterhin seine Nähe sucht. Amir und sein Vater verlassen Afghanistan und wandern nach Amerika aus. Jahre später erhält Amir einen Anruf aus der Vergangenheit. Es ist 2001, die Taliban haben Afghanistan fest im Griff. Amir macht sich auf in sein altes Heimatland, um seine Schuld, die ihn all die Jahre über quälte, zu tilgen. Dabei muss er sich auch mit dem vom Krieg zerstörten Land auseinandersetzen, das so gar nicht zu seinen Kindheitserinnerungen passen will.

Der Autor Khaled Hosseini stammt selbst aus Afghanistan und hat die im Buch beschriebene Zeit vor den Kriegen selbst erlebt. Es ist sehr interessant, mal eine andere Seite dieses Landes gezeigt zu bekommen, das heutzutage doch fast nur noch für seine Selbstmordattentäter und Diskussionen um deutsche Bundeswehrtruppen bekannt ist. Amirs und Hassans Geschichte geht einem sehr nahe. Teilweise sind mir sogar die Tränen gekommen. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, aber soviel sei gesagt: das Buch hält einige überraschende Wendungen bereit.

2007 wurde das Buch in einen Kinofilm umgesetzt. Zumindest die Szenen, die im Trailer gezeigt werden, halten sich eng an die Buchvorlage, sodass mir direkt wieder die Tränen kamen. Den Film möchte ich mir gerne noch irgendwann ansehen.