Vorsätze für 2020

Hallo WordPress. Lange nicht gesehen. Du hast dich so sehr verändert, dass ich gar nicht mehr mit dir zurechtkomme. Trotzdem möchte ich es mal wieder mit diesem „Bloggen“ versuchen. Nachdem ich nun stundenlang nach neuen Themes gesucht, dabei fast das ganze System gecrasht und mein Rezensionslayout zerstört habe, gebe ich auf und lasse alles, wie es ist. Siehst ja auch eigentlich ganz ok aus, auch wenn ein richtiger Neuanfang natürlich symbolträchtiger gewesen wäre.

Dieser Beitrag heißt „Vorsätze für 2020“. Davon gibt es meistens reichlich und umsetzen tut man am Ende keine davon. Das hält mich aber noch lange nicht davon ab, eine lange Liste an Vorsätzen zu machen. Die da wären:

Erwachsen sein und so

  • Arzttermine machen
  • Mich mit meinen Finanzen beschäftigen
  • Öfter kochen
  • Zuhause vegan leben
  • Zucker reduzieren
  • Kommunikativer sein
  • Sich mehr trauen

Obwohl ich in 2019 natürlich nicht die ganze Zeit zuhause war, fühlt es sich an, als hätte ich mich das komplette Jahr in meiner Wohnung versteckt. Viel zu oft habe ich auf der Couch gesessen, mich selbst bemitleidet und keine Motivation für irgendwas aufbringen können. Das wird sich sicherlich nicht von heute auf morgen ändern, aber ich versuche es.

Einfacher umzusetzen wird wahrscheinlich meine Ernährung zu „verbessern“. In 2019 hatte ich auch nicht besonders viel Lust, für mich zu kochen. Das möchte ich dieses Jahr gerne wieder ändern und vielleicht auch ab und zu mal verbloggen.

Zeit für mich

  • Sport machen
  • Urlaub machen
  • Weiter ausmisten und Konsum reduzieren

Ich war seit Monaten nicht mehr beim Sport, obwohl ich im Fitnessstudio angemeldet bin. Voll das Klischee, ich weiß. Abmelden wollte ich mich aber auch nicht, weil ich dann eben auch nicht mehr hingehen KÖNNTE. Nach Weihnachten habe ich nun endlich dem Schweinehund in den Allerwertesten getreten und bin an zwei Tagen zu Kursen gegangen. Außerdem habe ich direkt ein Training für morgen vereinbart, bevor mich die Motivation wieder verlässt. Ich möchte mir (mal wieder) einen Trainingsplan erstellen lassen und diesen dann auch regelmäßig nutzen. Das habe ich mir schon oft vorgenommen. Mal schauen, wie lange es diesmal klappt.

„Urlaub machen“ ist auch immer so eine Sache. Bisher habe ich noch nichts geplant, aber ich möchte gerne in den Urlaub fahren, auch wenn ich keine Begleitung habe. Bisher habe ich mich das (natürlich) noch nie getraut.

In 2019 habe ich zwei Mal meine Bücherregale durchforstet und insgesamt 158 Bücher aussortiert. Ich habe ein paar Sachen bei Ebay Kleinanzeigen verkauft oder verschenkt. Dies möchte ich in 2020 unbedingt weiterführen, vor allem meinem Kleiderschrank soll es an den Kragen gehen. Ich besitze einfach viel zu viel Zeug, das ich nie benutze/trage/lese etc.

Hobbys

  • Bloggen
  • Mehr lesen
  • Neues lernen

Punkt 1 gehe ich gerade an :-) Mal schauen, ob es was langfristiges wird. Ansonsten sollte ich mir langsam doch mal überlegen, die Domain zu kündigen. „Mehr lesen“ klappt auch seit Jahren nur bedingt. Im Dezember hatte ich – angetrieben von Bibliotheksdeadlines – ein kleines Lesehoch, das gerne bleiben darf. Es wäre nur schön, wenn ich dieses Jahr auch mal wieder ein paar eigene Bücher lesen würde, aber dazu an anderer Stelle mehr.


Nun denn, viel zu tun, viel vor. Ich stelle mich jetzt in die Küche und gehe Vorsatz Nummer 2 an. Man liest sich :-)

Nachhaltiger lesen, geht das?

Dieser Beitrag erschien zuerst in kürzerer Form im Onlinemagazin Generation Buch 01/2019

Photo by Susan Yin on Unsplash

Vor etwas mehr als einem Jahr begann ich, mich mehr mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Ich wollte vor allem meinen Plastikverbrauch reduzieren. Ich googelte nach Unverpacktläden in meiner Nähe und fand einen Verein in meiner Stadt, der nicht nur einen kleinen Lebensmittelladen betreibt, sondern sich beständig für eine nachhaltige Lebensweise in allen Bereichen einsetzt. Im Laufe des letzten Jahres habe ich also nicht nur wie geplant meine Einkäufe umgestellt (plastikfrei bin ich noch lange nicht, aber ich sehe jede eingesparte Verpackung als einen Fortschritt), sondern auch Vorträge des Vereins besucht, online Themen recherchiert und meinen kompletten Konsum hinterfragt.

Als Buchbloggerin und ehemalige Buchhändlerin ist es klar, dass ich eine recht große Büchersammlung besitze. Obwohl ich erst vor kurzem erneut einen großen Schwung Romane aussortiert habe, liegt mein Stapel ungelesener Bücher noch immer bei über 500 Titeln und wie viele Bücher insgesamt in meinen Regalen stehen, weiß ich gar nicht. Seit Jahren steigt dieser SuB an, weil ich größtenteils Bücher lese, die mir nicht gehören. Ich frage mich also: sollte ich weiterhin so viele Bücher kaufen, oder geht lesen nicht auch nachhaltiger?

Die Antwort ist ganz klar: JA! Und deshalb habe ich mir Anfang des Jahres vorgenommen, keine Bücher zu kaufen. Das tut nicht nur meinem Geldbeutel gut, sondern verbessert auch meine buchige Ökobilanz. Ich kann stattdessen zu Fuß in die Stadtbibliothek gehen und dort über 250.000 verschiedene Medien ausleihen, die meisten davon kostenlos. In der Onleihe warten über 20.000 E-Books darauf, auf meinen Reader heruntergeladen und gelesen zu werden (E-Book-Reader sind übrigens nur für Vielleser ökologisch sinnvoll, wie Ulrike Wilke in ihrer Masterarbeit „»Grüner« lesen: Buch oder eBook?“ feststellte.) Im Einkaufszentrum gibt es eine Bookcrossing-Zone, in der ich mir gebrauchte Bücher gratis mitnehmen oder meine eigenen aussortierten Bücher spenden kann. Ich habe FreundInnen, deren Bücherregale ebenso groß sind wie meine und die mir bereitwillig Bücher leihen. UND: ich könnte sogar meine eigenen 500 Bücher lesen! Man stelle sich das vor. Was für Möglichkeiten!

Zwischenstand

Inzwischen haben wir Mai und ich kann festhalten, dass der „Keine Bücher kaufen“ Teil recht gut funktioniert. Bisher stehen auf der Liste meiner Neuzugänge fünf Titel: einen habe ich geschenkt bekommen, einen ursprünglich als Geschenk gekauft und dann doch selbst gelesen und drei Bücher habe ich mir aufgrund von Social-Media-Empfehlungen angeschafft (auch auf diese Käufe hätte ich natürlich verzichten können, aber alle drei Bücher gibt es nicht in der Bibliothek und ich möchte sie wirklich gerne lesen…). Zum Vergleich: 2018 hatte ich im gleichen Zeitraum bereits 22 neue Bücher angesammelt.

Auch das Ausleihen klappt hervorragend: von meinen bisher 13 gelesenen Büchern stammten vier aus meinem Regal, die restlichen neun waren geliehen. Das tut zwar meinem SuB-Abbau nicht so gut, aber das Gras auf der anderen Seite war schließlich schon immer grüner.

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr euch schon mal mit Nachhaltigkeit beschäftigt und wenn ja, würdet ihr auch bei eurem Bücherkonsum etwas verändern wollen?

[Spoiler] Avengers: Endgame

Avengers: Endgame Logo

11 Jahre. 22 Filme. Mit Avengers: Endgame findet das Marvel Cinematic Universe seinen vorläufigen Höhepunkt. Und was für einen epischen! Nachdem ich den Film nun zum zweiten Mal gesehen habe, möchte ich meine Eindrücke wie so viele andere auch schriftlich festhalten.

Nach dem Ende von Infinity War waren viele Fans schockiert, denn ein Großteil der Avengers löste sich in Staub auf. Mich konnte dieser Cliffhanger allerdings nicht sonderlich beeindrucken. Als klar war, dass die originalen sechs Avengers den Fingerschnips allesamt überlebt haben und stattdessen die neueren Figuren starben, war mir klar, dass dies nicht endgültig sein würde, sondern in welcher Form auch immer in der Fortsetzung rückgängig gemacht würde. Und tadaa, Zeitreisen machen es möglich.

Meine Highlights

  • Captain America trickst die Hydra-Agenten mit „Hail Hydra“ aus.
  • Captain America ist würdig und schwingt Thors Hammer. Was für ein Moment!
  • Die Portale öffnen sich und alle Avengers plus Mitstreiter erscheinen.
  • Alle weiblichen Avengers kämpfen gemeinsam in einem Bild. So logistisch unglaubwürdig die Szene auch ist, ich liebe sie. (Für einen kritischeren Blick auf die Frauenfiguren des Films empfehle ich den Blockbuster-Check der Filmlöwin. )
  • I…am…Iron Man!
Screenshot aus Avengers: Endgame

Besonders ins Auge gefallen sind mir die gespiegelten Szenen aus vorherigen Filmen. Da wäre zum Einen Captain Americas Aufzugkampf aus Winter Soldier, der in Endgame angeteasert und dann durch eine „Hail Hydra“ Täuschung aufgelöst wird. Des Weiteren wird Gamoras Opferung aus Infinity War erneut inszeniert, diesmal mit Hawkeye und Black Widow. Die Szenen ähneln sich extrem, auch wenn der Konflikt zwischen den beiden Figuren natürlich ein anderer ist. Und zu guter Letzt steht Captain Marvel Thanos im Endkampf in der gleichen Einstellung gegenüber, die es in Infinity War auch schon mit Captain America gab.

Dinge, die mich gestört haben

  • Thanos musste sich einen ganz besonderen Handschuh schmieden lassen, in den die Steine eingefasst werden können. Und plötzlich reicht ein übergroßer Handschuh von Iron Man?
  • Die Nutzung der Pym-Partikel erschien sehr willkürlich. Jeder hat nur zwei Partikel, einen für die Hin- und einen für die Rückreise. Wie also bekommt Nebula Thanos‘ Schiff in die Gegenwart? Sie überreicht Thanos die Phiole mit dem Partikel, was vermutlich die Erklärung dafür sein soll. Aber wie schafft sie es dann, selbst in die Gegenwart zu reisen?
  • Der Film bemüht sich sehr, die Funktionsweise von Zeitreisen zu erklären. Es wird gesagt, dass man durch Änderungen in der Vergangenheit nicht die Zukunft beeinflussen kann, sondern dass stattdessen eine alternative Zeitlinie entsteht. Trotzdem erscheint Steve am Ende als alter Mann, obwohl er ganz offensichtlich die Zeitlinie verändert haben muss und nach dieser Logik nicht auf der Bank sitzen dürfte.
  • Lupita Nyong’o ist die neue Natalie Portman. Habe sie auch Infinity War schon vermisst.

Ich finde es spannend zu sehen, wie die Geschehnisse der letzten 11 Jahre die Charaktere beeinflussen und verändern und wie sie mit den traumatischen Ereignissen umgehen. Tony Starks Panikattacken in Iron Man 3 zeigten z. B., dass selbst Iron Man Kriegssituationen und lebensbedrohliche Ereignisse nicht einfach wegsteckt, auch wenn die „Heilung“ viel zu schnell kam. Dementsprechend fand ich auch Thors Entwicklung in Endgame konsequent. Er hat so viel verloren und konnte Thanos nicht rechtzeitig besiegen, obwohl er die Macht dazu hatte. Dass er daraufhin in Depressionen verfällt, die sich auch in Form von Kummerspeck zeigen, fand ich sehr glaubwürdig. Die blöden Sprüche und „Witze“ auf seine Kosten waren dagegen völlig unnötig. Sollte Thor in Guardians of the Galaxy Vol. 3 auftauchen, würde ich mir wünschen, dass seine Entwicklung in Endgame nicht komplett zurückgedreht wird, auch wenn ich befürchte, dass dort wieder sein Sixpack prominent in Szene gesetzt wird.

So episch der Endkampf auch war, er war furchtbar hässlich und chaotisch. Erst beim zweiten Mal fiel mir auf, wie wenig man eigentlich sieht und wie schwierig es ist, bei all den schnellen Schnitten und dem über alles liegenden Grau überhaupt das Geschehen zu verfolgen. Jenny Jecke hat dazu auf Moviepilot einen interessanten Artikel geschrieben.

Fazit

Ich bin ehrlich: wahrscheinlich hätte ich auch eine Drei-Stunden-Einstellung eines Shawarmaessens gefeiert, einfach weil ich die Charaktere liebe und ich ihre Filme seit 11 Jahren verfolge. Deshalb habe ich keine objektive Meinung zu Avengers: Endgame. Ja, der Film hat definitiv Schwächen, aber verdammt, er war episch und mir hat er sehr gut gefallen. Ein Großteil der drei Stunden war purer Fanservice. Man könnte sagen, dass das Studio es sich leicht gemacht hat, aber der Fanservice ist genau das, was mich so begeistert hat. Ich bin traurig darüber, dass Iron Man nun weg ist und selbst Captain America werde ich vermissen, auch wenn er nicht zu meinen Lieblingscharakteren gehört. Mit Black Widow geht die erste Superheldin des Teams, auch das ist sehr schade.

Ich hoffe in Phase 4 auf viele neue, interessante Superhelden und -heldinnen und spannende Fortsetzungen. Black Panther 2 und Doctor Strange 2 sind bestätigt, ich denke Captain Marvel 2 wird auch auf jeden Fall kommen, außerdem sind Guardians of the Galaxy Vol. 3, Black Widow und The Eternals geplant. Shang-Chi soll der erste asiatische Superheld im MCU werden. In diesem Sinne: auf die nächsten 11 Jahre!

Bilder © Marvel Studios 2019

Quartalsweise neue Bücher 3/2018

Dieser Beitrag sollte eigentlich Anfang Oktober online gehen. Die Bilder habe ich auch gemacht…den Rest nicht. Also jetzt hier ein kleiner, verspäteter Rückblick auf die neuen Bücher, die im dritten Quartal 2018 ihren Weg in meine Regale gefunden haben.

Zuvor habe ich meine Neuzugänge immer im Monatsrückblick vorgestellt. Da ich mir ja wie so oft vorgenommen habe, weniger Bücher zu kaufen, ist ein Quartalsbeitrag nur konsequent. Aktuell könnte ich es übrigens wirklich schaffen, 2017 zu unterbieten. Letztes Jahr hatte ich 55 Neuzugänge, dieses Jahr bin ich „erst“ bei 40 :-)

Die kleinen Wunder von Mayfair und Guten Morgen, Genosse Elefant wurden mir als Überraschungspost zugeschickt. Da habe ich immer gleich ein schlechtes Gewissen, weil ich so wenig blogge, aber hey, ich habe die Bücher ja nicht aktiv angefragt. Ich freue mich natürlich trotzdem und beide Titel klingen auch sehr interessant.

Norse Mythology hat mir Sandy geschenkt, weil ich es in der Buchhandlung jedes Mal angeschmachtet habe. Ich hatte schon als Kind eine Schwäche für nordische Mythologie und freue mich auf Neil Gaimans Version.

Durch Moxie (und „Am Ende sterben wir sowieso“) bin ich das erste Mal auf den Arctis Verlag aufmerksam geworden, den ich mir definitiv für die Zukunft merken werde. Moxie ist ein Jugendbuch mit feministischen Themen und ich bin sehr gespannt darauf. Ich LIEBE das Cover!


Alle Titel auf diesem Bild stammen von der diesjährigen Litblogcon, die im Juni stattfand (und damit gar nicht zum dritten Quartal gehört, aber psst). Besonders cool finde ich den Umschlag um Der Abgrund in dir. Natürlich habe ich das Buch trotzdem nicht zuerst gelesen, genauer gesagt noch gar nicht. Ups. Die restlichen Titel sind Daily Soap, Liebe ist die beste Therapie, Das Mädchen, das in der Metro las und Frau Einstein

Zu guter Letzt habe ich einige neue Sachbücher im Regal. Befreit war erneute Überraschungspost von KiWi, das Buch wird von Barack Obama empfohlen. Bisher habe ich geteilte Meinungen dazu gehört. Es soll auf jeden Fall wegen der Thematik hart zu lesen sein.

Wusstet ihr, dass es bei der Bundeszentrale für politische Bildung super günstige Sachbücher gibt, für die ihr im normalen Buchhandel mehr als das Doppelte zahlen müsstet? Ich habe mir dort Gegen den Hass und Utopien für Realisten bestellt, mit beiden Büchern hatte ich schon lange geliebäugelt.

Sagte sie. 17 Erzählungen über Sex und Macht war so ein typischer beeinflusster Kauf. Ich habe es überall auf Instagram gesehen und wollte es dann auch unbedingt haben. Ich habe meine letzten Prämienpunkte aus der Brieflaufzeitenstudie geopfert, bevor ich diese gekündigt habe.

Fazit

13 neue Bücher in vier Monaten. Das ist immer noch mehr, als ich aktuell lese, aber sehr viel weniger Bücher, als ich früher in der gleichen Zeit zusammengerafft hätte. UND nur vier der Bücher habe ich tatsächlich gekauft, alle anderen waren ungeplant. Schade nur, dass ich wie üblich keins der Bücher bisher gelesen habe. Es wäre schön, wenn ich es mal schaffen würde, ein gekauftes oder anderweitig erhaltenes Buch sofort zu lesen, damit es nicht im SuB-Regal verschwindet.

Sind Bücher dabei, die ihr mir besonders empfehlen würdet? Oder gibt es Bücher, die ich im vierten Quartal Un. Be. Dingt. lesen sollte? Wenn ja, schreibt mir gerne :-)