Archiv der Kategorie: Klatsch & Tratsch

Was ich am besten kann: lästern. Es ist furchtbar, aber wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören. Wobei ich versuche, mich zu bessern. Wirklich!

Werbung, die uns für dumm verkauft

Letztens habe ich die neue cbj Vorschau durchgeblättert und bekam auf Seite 24 – entschuldigt die Wortwahl – das Kotzen. Beworben wird dort die Fortsetzung zu Girl Online von Zoella, das im Februar erschien und sich wohl auch bei uns gut verkaufte. Und wie schon auf diversen anderen Seiten ließ es sich auch cbj nicht nehmen, mit folgender Information zu werben:

»Girl Online« wurde in der Startwoche zum meistverkauften Debut aller Zeiten in Großbritannien – vor Dan Brown, Joanne K. Rowling und Stephenie Meyer.

Der Leser denkt da erstmal „WOW, besser als die Harry Potter Queen? Besser als TWILIGHT??“. Aber lasst uns mal drüber nachdenken: J. K. Rowling war eine unbekannte Frau, die ihr erstes Buch teilweise auf Servietten geschrieben hat. Von Stephenie Meyer und Dan Brown hatte auch noch niemand gehört. Und Zoella? Hat laut der cbj Vorschau des Frühjahrs „über 6,5 Millionen Follower auf YouTube“. ACH WAS, UND DA IST SIE ERFOLGREICHER ALS DIESE DAMALIGEN NO-NAME AUTOREN?

Laut The Telegraph hat sich übrigens Dan Browns Debüt in UK in der ersten Woche satte 98x verkauft, Stephenie Meyers Twilight ging in Großbritannien in der gleichen Zeit 53x über die Ladentheke. D. h., um besser als Stephenie Meyer und Dan Brown zu werden, musste sich „Girl Online“ 99x in der ersten Woche verkaufen. Das war aber auch kaum zu schaffen, bei 6,5 Mio Fans. Von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ wurden in der Erstauflage übrigens nur 1000 Exemplare gedruckt. Selbst wenn die sich in der ersten Woche ALLE verkauft hätten, wäre das immer noch nicht sehr beeindruckend und leicht einzuholen gewesen.

Auf eine weitere interessante Werbestrategie wurde ich durch Wonder’s Bücherkiste aufmerksam. Sie hat sich Die Königin der Schatten gekauft, weil auf dem Cover ein Zitat von Emma Watson prangt. Emma sagt „Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.“ Ok, das kann ja auch gut sein und hat sicherlich für die Autorin einen hohen Aufmerksamkeitswert. Das Problem liegt nur darin, dass seit über einem Jahr berichtet wird, dass Emma Watson in der geplanten Verfilmung nicht nur die Hauptrolle spielen, sondern den Film auch produzieren wird. Sorry, aber für mich leidet da ein wenig die Glaubwürdigkeit.

Was sagt ihr dazu? Ist es lächerlich, sich darüber aufzuregen oder werden wir hier für dumm verkauft?

Verschenkte Komplimente

Wie es nicht sein sollte

Liebe Blogger,

ich freue mich über jeden Kommentar hier auf dem Blog. Und ich schalte diese auch sehr gerne frei, unabhängig davon, ob es ein positiver oder negativer Kommentar ist. Was ich aber überhaupt nicht leiden kann, sind geheuchelte Komplimente gepaart mit Werbung für den eigenen Blog. Zuerst liest man nur nette Sätze und freut sich u. a. über:

– Einen tollen Blog hast du, gefällt mir sehr gut.
– Ich habe deinen Blog direkt abonniert.
– Ich werde ab jetzt öfter vorbeischauen.
– Ich bin ganz begeistert von deinem tollen Bloglayout.

Dass der Kommentar völlig ohne Zusammenhang unter den aktuellen Beitrag gepostet wird oder auch unter einer noch zusammenhangloseren Unterseite (gerne das Impressum oder die Tauschecke etc.) ignoriert man dabei doch freudestrahlend, schließlich gibt es Lob, yay! Aber dann kommt der zweite Abschnitt:

– Schau doch mal bei mir vorbei.
– Ich habe auch einen oder mehrere Blogs.
– Ich habe mir gerade auch einen Blog erstellt, guck dir den mal an.
– Ich würde mich freuen, wenn du mich in deine Blogroll aufnimmst.

Und schon weiß man, woher der Wind weht. Nicht der eigene Blog ist toll, der Kommentierer wollte nur Werbung dalassen. Und wenn man ein bisschen bei Blogkollegen stöbert, stößt man mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf gleichlautende Kommentare derselben Person. Copy & Paste ist halt am einfachsten.

Inzwischen schalte ich diese Art von Kommentaren nicht mehr frei.
Und eine Freischaltung ist in 99 % der Fälle nötig, um den Kommentar auf meinem Blog lesen zu können, da es sich hier fast immer um die allererste Wortmeldung einer Person handelt. Erster Kommentar und dann direkt Werbung, da fühlt man sich doch direkt geschmeichelt. Vielen Dank, aber nein danke!

Wie es besser geht

Liebe Erstkommentierer,

wenn ihr einen Blog besucht und der Meinung seid, dass die Person hinter dem Blog vielleicht Interesse haben könnte, euren Blog zu lesen: lest den neuesten Beitrag auf diesem Blog. Oder einen, der ein paar Tage zuvor gepostet wurde. Irgendwas halbwegs aktuelles. Und dann kommentiert den Beitrag sinnvoll. Tragt etwas zu dem Thema bei, sagt eure Meinung, dass ihr den Beitrag gut oder schlecht fandet. Irgendwas. Lasst auch gerne Lob zum Blog allgemein da, wenn er euch besonders gut gefällt. Und dann:

Tragt.
Eure.
Eigene.
Blogurl.
In.
Das.
Vorgesehene.
Feld.
Ein.

Fertig!

Ich klicke bei jedem Erstkommentierer auf die hinterlegte URL, wenn sie in dem dafür vorgesehenen Feld verlinkt wird und nicht als Link im Kommentar selbst. Ich weiß nicht, wie andere das handhaben, aber wahrscheinlich ähnlich.

Wenn euer Blog neu ist und ihr auf der Suche nach Feedback seid, könnt ihr mir auch gerne eine E-Mail schreiben und fragen, wie ich euren Blog finde (Aber bitte nicht im „Schöner Blog, schau doch auch mal bei mir vorbei!“ Stil!!) Seid allerdings gewarnt, dass ich darauf ehrlich antworten werde, damit müsst ihr umgehen können.

Was ich auf Blogs nicht mehr sehen kann

Pünktlich zum Jahresanfang habe ich endlich mein Vorhaben in die Tat umgesetzt und meinen Feedreader großzügig entmüllt. Ich habe mich dabei nicht nur von inaktiven Blogs getrennt, sondern auch all diejenigen aussortiert, deren Beiträge ich eh schon seit einiger Zeit ohne einen zweiten Blick als gelesen markiert habe. Ich halte deshalb immer gerne nach neuen, lesenswerten Blogs Ausschau und klicke mich dabei vor allem durch die Links von Kommentatoren auf diversen Blogs, oder aber auch durch Blogrolls. Was mir dabei oft auffällt:

Immer wieder das gleiche Blogtheme

Ich verstehe durchaus, warum man sich ein kostenfreies Theme herunterlädt. Ich kanns auch nicht selber. Aber muss es immer das größte und protzigste Theme mit den meisten Funktionen sein, das mindestens schon 55 Blogger vorher heruntergeladen und installiert haben? Dadurch geht der Erkennungswert leider verloren.

Grauenvolle Selbstanpassungen

Das neue Theme mit dem Slider und den 100 Extras ist jetzt also installiert und läuft. Aber da ist ja noch der Standardheader drin. Der muss weg. Hey und wo ich gerade dabei bin, könnte der Hintergrund auch einen neuen Anstrich vertragen. Wie praktisch, dass ich gerade erst neue Bilder gefunden habe. Drei bis vier verschiedene Muster für den Hintergrund und zehn für den Header dürften reichen. Die Schrift ist auch langweilig. Ich stelle einfach mal für verschiedene Bereiche unterschiedliche Schriftarten mit vielen Schnörkeln und so ein. Wie, es gibt Standardschriften? Die sind lesbar? Pff, die hat doch jeder. Auf meinem Blog darf es gerne auch etwas außergewöhnlicher sein. Deshalb ersetze ich selbstverständlich auch die langweilige, schwarze Schriftfarbe durch rot. Oder lila. Besonders toll sieht das dann auf schwarzem Untergrund aus. Außerdem werde ich meine Blogposts mit vielen unterstrichenen, kursiven und fett geschriebenen Textstellen garnieren. Und natürlich alle drei zusammen. Sieht das TOLL aus <3 Voll geil, die kann man auch noch extra farblich einstellen. Neonfarben, ich komme!

die tüphischen rechtschraibfäler

Ich bekomme Krämpfe, wenn ich weiterhin Rezessionen angepriesen bekomme und von ausgiebigen Geschmöckerstunden lese, in denen ganze Triologien verschlungen werden! Außerdem heißt es die Bände, nicht BändeR! Letzteres sind nämlich so Dinger wie Schnüre oder Schleifen und sowas.
Ansonsten bleibt nur zu sagen: Deppenapostroph!!

Rezensionsblog statt Buchblog

Ja, mir ist klar, dass zu einem Buchblog auch Rezensionen gehören. Aber mal ehrlich, wie viele lesen die, bevor sie das Buch selbst gelesen haben? Zumindest bei mir kaum jemand. Schließlich besteht immer Spoilergefahr. Wie spannend finde ich also Blogs, die 365 Tage im Jahr eine Rezension posten und sonst nichts? Richtig, total langweilig.

Ich bin auf der Suche nach Blogs, die mehr zu bieten haben. Ob das Leselisten oder Challenges oder Rückblicke oder Meckerposts oder ganz was anderes sind, ist mir egal. Aber die Beiträge müssen bei mir den Wunsch wecken, sie auch zu lesen, statt schon bei der Überschrift im Feedreader zu gähnen.

Funkstille

Liebe Blogbetreiber. Wenn ich Kommentare bei euch hinterlasse, dann bekunde ich damit mein Interesse an euch und dem, was ihr so schreibt. Wenn ihr es nicht nötig habt, in irgendeiner Weise auf mich zu reagieren, dann wundert euch bitte nicht, wenn ich nach dem 10. Kommentar nicht mehr wiederkomme. Unsichtbar zu sein ist nämlich ziemlich enttäuschend, wenn man auf eine Antwort wartet.

Bitte kein Augenkrebs!

Also: weniger ist mehr. Zumindest was das Blogdesign angeht. Wenn ich schon beim Seitenaufbau das Gefühl habe, geblendet zu werden, werde ich mir sicherlich keine Blogposts mehr durchlesen, egal wie interessant sie auch seien mögen. Und das finde ich sehr schade, denn wer weiß schon, wie viele Blogperlen mir dabei durch die Lappen gehen, nur weil die Betreiber kein Händchen für die Gestaltung haben? Und um Farben angenehm fürs Auge zu gestalten, muss man kein Grafiker sein. Da hilft im Zweifelsfall ein Blick auf die Farbgestaltung anderer Blogs als Anreiz. Oder ein paar Freunde, die einen Testblick auf das Design werfen, bevor man es auf das große Netz loslässt.

Neues aus den Untiefen der deutschen Sprache

Kennt ihr das Magazin Grazia? Seit Februar 2010 ist es auf deutsch erhältlich. Zumindest schätze ich, dass der Text im Magazin auf deutsch ist. Denn die Werbung, die seitdem im TV vor sich hin dudelt, lässt einen daran zweifeln.
Grazia verspricht „Das Neueste aus Fashion, Beauty und Lifestyle. Das Wichtigste über People und News aus aller Welt.“ Zum Abschluss wird die Aussage dann noch einmal mit „Look great. Be up to date.“ unterstrichen.
Na, liebe People, what’s so up bei euch? Viewed ihr auch gerade eure Beauty im Mirror oder checkt ihr stattdessen eure aktuelle Fashion im Kleiderschrank?
Da kann man doch doch gleich die englische Ausgabe importieren, oder nicht? ;-)