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Picoult, Jodi: Das Herz ihrer Tochter

Originaltitel:
Change of Heart
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 464
Preis: 19,95 €, Hardcover
ISBN: 9783492053006
Erscheinungsdatum: 01.09.2009
Bewertung:

Vor elf Jahren wurde der Zimmermann Shay Bourne für den Mord an dem Polizisten Kurt und seiner Stieftochter Elisabeth Nealon zum Tode verurteilt. Nachdem seine letzte Berufung abgelehnt wurde, wird er in ein neues Gefängnis verlegt und wartet dort auf die Vollstreckung der Todesstrafe. Mit seinem Eintreffen in Block 1 beginnen merkwürdige Dinge: Wein fließt aus den Leitungen, ein toter Vogel erwacht wieder zum Leben und der Häftling Lucius, der an Aids leidet, scheint auf wundersame Weise wieder gesund zu sein. Schnell dringt die Nachricht dieser Wunder in die Außenwelt und es dauert nicht lange, bis die ersten Menschen Shay als den Messias verehren.

Nachdem Shay im Fernsehen davon erfährt, dass Claire Nealon, Tochter des ermordeten Polizisten, eine Herztransplantation benötigt, will er ihr unbedingt sein Herz spenden, was allerdings nicht möglich sein dürfte, da er durch eine tödliche Injektion sterben soll, die das Herz unbrauchbar macht. Dies ruft Maggie, eine Anwältin der Amerikanischen Bürgerrechtsunion auf den Plan. Sie will dafür sorgen, dass Shay stattdessen gehängt wird und begründet dies mit Shays religiöser Überzeugung, nur durch eine Organspende Erlösung zu erfahren. Doch eigentlich will sie mit diesem Fall die Diskussion um die Todesstrafe wieder in die Medien bringen. Ebenfalls involviert ist Father Michael, der vom Gefängnis als Seelsorger angefordert wird. Er war vor elf Jahren einer der Geschworenen, die Shay Bourne zum Tode verurteilt haben. Der Umgang mit Shay erschüttert seinen Glauben. Ist Shay wirklich Jesus?

Also erstmal ist der Titel des Buches absolut unpassend und „Das Herz des Mörders“ wäre genauer gewesen, wenn auch „Das Herz ihrer Tochter“ natürlich viel besser klingt und sich nahtlos in die Reihe der anderen deutschen Jodi Picoult Titel einfügt. Auch die offizielle Inhaltsangabe ist irreführend. June Nealon und ihre Tochter nehmen im Vergleich mit den anderen Charakteren den kleinsten Teil des Buches ein. Vielmehr dreht sich die Geschichte um Shay, die Todesstrafe und den Glauben. Das Buch ist gut zu lesen, aber diese Shay-Jesus-Geschichte war mir doch etwas zu weit hergeholt. Zwar werden am Ende einige offene Fragen aufgeklärt, doch bleibt für mich zweifelhaft, wie es möglich sein soll, dass ein erwachsener Mann einem Kind sein Herz spenden kann.


Picoult, Jodi: Beim Leben meiner Schwester

Originaltitel:
My Sister's Keeper
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 480
Preis: 9,95 €, Taschenbuch
ISBN: 9783492247962
Erscheinungsdatum: 01.09.2006
Bewertung:

Anna Fitzgerald wurde in einem Reagenzglas gezeugt, um als Verwandte mit 100%iger genetischer Übereinstimmung das Leben ihrer leukämiekranken Schwester Kate zu retten. Aus der geplanten einmaligen Spende des Nabelschnurbluts werden mit den Jahren mehrere Eingriffe. Immer wenn Kates Leukämie wieder aktiv wird, muss Anna ebenfalls ins Krankenhaus, um Blut und schließlich auch Knochenmark spenden. Als Anna 13 Jahre alt ist, versagen Kates Nieren. Doch Anna weigert sich, auch noch eine ihrer Nieren herzugeben und nimmt sich einen Anwalt, der dafür sorgen soll, dass Anna in medizinischen Fragen selbst über ihren Körper bestimmen kann. Dies hätte unweigerlich Kates Tod zur Folge. Während sich Annas Vater Gedanken darüber macht, ob Anna zuviel zugemutet wurde, kann Annas Mutter die Entscheidung ihrer Tochter nicht akzeptieren und versucht, das Gerichtsverfahren zu stoppen. Zur Unterstützung des Gerichts wird zusätzlich eine Verfahrenspflegerin bestellt, die die Familie unter die Lupe nehmen und dem Gericht eine Empfehlung geben soll, ob Anna wirklich in der Lage ist, Verantwortung für sich zu übernehmen. Doch egal, wie das Verfahren ausgeht, es wird keine Gewinner geben…

Das Buch wird kapitelweise aus der Sicht jeweils einer Person erzählt und ist außerdem im Präsens geschrieben. Im Gegensatz zum vorherigen Buch hat mich das allerdings überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil, ich habe es erst nach über 100 Seiten bemerkt, da die Geschichte so spannend erzählt ist!
Nachdem der Kinofilm angekündigt war, wollte ich nicht nur diesen sehen, sondern unbedingt vorher das Buch lesen, um einen guten Vergleich zu haben. Ich bin es gewöhnt, dass Filme schlechter sind als ihre Vorlage, das ist eigentlich immer so. Aber was aus diesem Buch gemacht wurde, ist furchtbar! Mir hat das Buch richtig gut gefallen und das Ende war für mich so schockierend, dass ich geweint habe. Davon war im Film nichts zu spüren! Zwar hat er sehr auf die Tränendrüse gedrückt und es waren auch einige schöne Szenen dabei, die ich aus dem Buch genau so in Erinnerung hatte, aber das Ende wurde – wie ich befürchtet hatte – komplett verändert. Also: das Geld lieber in das gute Buch investieren und sich den schlechten Film sparen.