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[Spoiler] Avengers: Endgame

Avengers: Endgame Logo

11 Jahre. 22 Filme. Mit Avengers: Endgame findet das Marvel Cinematic Universe seinen vorläufigen Höhepunkt. Und was für einen epischen! Nachdem ich den Film nun zum zweiten Mal gesehen habe, möchte ich meine Eindrücke wie so viele andere auch schriftlich festhalten.

Nach dem Ende von Infinity War waren viele Fans schockiert, denn ein Großteil der Avengers löste sich in Staub auf. Mich konnte dieser Cliffhanger allerdings nicht sonderlich beeindrucken. Als klar war, dass die originalen sechs Avengers den Fingerschnips allesamt überlebt haben und stattdessen die neueren Figuren starben, war mir klar, dass dies nicht endgültig sein würde, sondern in welcher Form auch immer in der Fortsetzung rückgängig gemacht würde. Und tadaa, Zeitreisen machen es möglich.

Meine Highlights

  • Captain America trickst die Hydra-Agenten mit „Hail Hydra“ aus.
  • Captain America ist würdig und schwingt Thors Hammer. Was für ein Moment!
  • Die Portale öffnen sich und alle Avengers plus Mitstreiter erscheinen.
  • Alle weiblichen Avengers kämpfen gemeinsam in einem Bild. So logistisch unglaubwürdig die Szene auch ist, ich liebe sie. (Für einen kritischeren Blick auf die Frauenfiguren des Films empfehle ich den Blockbuster-Check der Filmlöwin. )
  • I…am…Iron Man!
Screenshot aus Avengers: Endgame

Besonders ins Auge gefallen sind mir die gespiegelten Szenen aus vorherigen Filmen. Da wäre zum Einen Captain Americas Aufzugkampf aus Winter Soldier, der in Endgame angeteasert und dann durch eine „Hail Hydra“ Täuschung aufgelöst wird. Des Weiteren wird Gamoras Opferung aus Infinity War erneut inszeniert, diesmal mit Hawkeye und Black Widow. Die Szenen ähneln sich extrem, auch wenn der Konflikt zwischen den beiden Figuren natürlich ein anderer ist. Und zu guter Letzt steht Captain Marvel Thanos im Endkampf in der gleichen Einstellung gegenüber, die es in Infinity War auch schon mit Captain America gab.

Dinge, die mich gestört haben

  • Thanos musste sich einen ganz besonderen Handschuh schmieden lassen, in den die Steine eingefasst werden können. Und plötzlich reicht ein übergroßer Handschuh von Iron Man?
  • Die Nutzung der Pym-Partikel erschien sehr willkürlich. Jeder hat nur zwei Partikel, einen für die Hin- und einen für die Rückreise. Wie also bekommt Nebula Thanos‘ Schiff in die Gegenwart? Sie überreicht Thanos die Phiole mit dem Partikel, was vermutlich die Erklärung dafür sein soll. Aber wie schafft sie es dann, selbst in die Gegenwart zu reisen?
  • Der Film bemüht sich sehr, die Funktionsweise von Zeitreisen zu erklären. Es wird gesagt, dass man durch Änderungen in der Vergangenheit nicht die Zukunft beeinflussen kann, sondern dass stattdessen eine alternative Zeitlinie entsteht. Trotzdem erscheint Steve am Ende als alter Mann, obwohl er ganz offensichtlich die Zeitlinie verändert haben muss und nach dieser Logik nicht auf der Bank sitzen dürfte.
  • Lupita Nyong’o ist die neue Natalie Portman. Habe sie auch Infinity War schon vermisst.

Ich finde es spannend zu sehen, wie die Geschehnisse der letzten 11 Jahre die Charaktere beeinflussen und verändern und wie sie mit den traumatischen Ereignissen umgehen. Tony Starks Panikattacken in Iron Man 3 zeigten z. B., dass selbst Iron Man Kriegssituationen und lebensbedrohliche Ereignisse nicht einfach wegsteckt, auch wenn die „Heilung“ viel zu schnell kam. Dementsprechend fand ich auch Thors Entwicklung in Endgame konsequent. Er hat so viel verloren und konnte Thanos nicht rechtzeitig besiegen, obwohl er die Macht dazu hatte. Dass er daraufhin in Depressionen verfällt, die sich auch in Form von Kummerspeck zeigen, fand ich sehr glaubwürdig. Die blöden Sprüche und „Witze“ auf seine Kosten waren dagegen völlig unnötig. Sollte Thor in Guardians of the Galaxy Vol. 3 auftauchen, würde ich mir wünschen, dass seine Entwicklung in Endgame nicht komplett zurückgedreht wird, auch wenn ich befürchte, dass dort wieder sein Sixpack prominent in Szene gesetzt wird.

So episch der Endkampf auch war, er war furchtbar hässlich und chaotisch. Erst beim zweiten Mal fiel mir auf, wie wenig man eigentlich sieht und wie schwierig es ist, bei all den schnellen Schnitten und dem über alles liegenden Grau überhaupt das Geschehen zu verfolgen. Jenny Jecke hat dazu auf Moviepilot einen interessanten Artikel geschrieben.

Fazit

Ich bin ehrlich: wahrscheinlich hätte ich auch eine Drei-Stunden-Einstellung eines Shawarmaessens gefeiert, einfach weil ich die Charaktere liebe und ich ihre Filme seit 11 Jahren verfolge. Deshalb habe ich keine objektive Meinung zu Avengers: Endgame. Ja, der Film hat definitiv Schwächen, aber verdammt, er war episch und mir hat er sehr gut gefallen. Ein Großteil der drei Stunden war purer Fanservice. Man könnte sagen, dass das Studio es sich leicht gemacht hat, aber der Fanservice ist genau das, was mich so begeistert hat. Ich bin traurig darüber, dass Iron Man nun weg ist und selbst Captain America werde ich vermissen, auch wenn er nicht zu meinen Lieblingscharakteren gehört. Mit Black Widow geht die erste Superheldin des Teams, auch das ist sehr schade.

Ich hoffe in Phase 4 auf viele neue, interessante Superhelden und -heldinnen und spannende Fortsetzungen. Black Panther 2 und Doctor Strange 2 sind bestätigt, ich denke Captain Marvel 2 wird auch auf jeden Fall kommen, außerdem sind Guardians of the Galaxy Vol. 3, Black Widow und The Eternals geplant. Shang-Chi soll der erste asiatische Superheld im MCU werden. In diesem Sinne: auf die nächsten 11 Jahre!

Bilder © Marvel Studios 2019

Quartalsweise neue Bücher 3/2018

Dieser Beitrag sollte eigentlich Anfang Oktober online gehen. Die Bilder habe ich auch gemacht…den Rest nicht. Also jetzt hier ein kleiner, verspäteter Rückblick auf die neuen Bücher, die im dritten Quartal 2018 ihren Weg in meine Regale gefunden haben.

Zuvor habe ich meine Neuzugänge immer im Monatsrückblick vorgestellt. Da ich mir ja wie so oft vorgenommen habe, weniger Bücher zu kaufen, ist ein Quartalsbeitrag nur konsequent. Aktuell könnte ich es übrigens wirklich schaffen, 2017 zu unterbieten. Letztes Jahr hatte ich 55 Neuzugänge, dieses Jahr bin ich „erst“ bei 40 :-)

Die kleinen Wunder von Mayfair und Guten Morgen, Genosse Elefant wurden mir als Überraschungspost zugeschickt. Da habe ich immer gleich ein schlechtes Gewissen, weil ich so wenig blogge, aber hey, ich habe die Bücher ja nicht aktiv angefragt. Ich freue mich natürlich trotzdem und beide Titel klingen auch sehr interessant.

Norse Mythology hat mir Sandy geschenkt, weil ich es in der Buchhandlung jedes Mal angeschmachtet habe. Ich hatte schon als Kind eine Schwäche für nordische Mythologie und freue mich auf Neil Gaimans Version.

Durch Moxie (und „Am Ende sterben wir sowieso“) bin ich das erste Mal auf den Arctis Verlag aufmerksam geworden, den ich mir definitiv für die Zukunft merken werde. Moxie ist ein Jugendbuch mit feministischen Themen und ich bin sehr gespannt darauf. Ich LIEBE das Cover!


Alle Titel auf diesem Bild stammen von der diesjährigen Litblogcon, die im Juni stattfand (und damit gar nicht zum dritten Quartal gehört, aber psst). Besonders cool finde ich den Umschlag um Der Abgrund in dir. Natürlich habe ich das Buch trotzdem nicht zuerst gelesen, genauer gesagt noch gar nicht. Ups. Die restlichen Titel sind Daily Soap, Liebe ist die beste Therapie, Das Mädchen, das in der Metro las und Frau Einstein

Zu guter Letzt habe ich einige neue Sachbücher im Regal. Befreit war erneute Überraschungspost von KiWi, das Buch wird von Barack Obama empfohlen. Bisher habe ich geteilte Meinungen dazu gehört. Es soll auf jeden Fall wegen der Thematik hart zu lesen sein.

Wusstet ihr, dass es bei der Bundeszentrale für politische Bildung super günstige Sachbücher gibt, für die ihr im normalen Buchhandel mehr als das Doppelte zahlen müsstet? Ich habe mir dort Gegen den Hass und Utopien für Realisten bestellt, mit beiden Büchern hatte ich schon lange geliebäugelt.

Sagte sie. 17 Erzählungen über Sex und Macht war so ein typischer beeinflusster Kauf. Ich habe es überall auf Instagram gesehen und wollte es dann auch unbedingt haben. Ich habe meine letzten Prämienpunkte aus der Brieflaufzeitenstudie geopfert, bevor ich diese gekündigt habe.

Fazit

13 neue Bücher in vier Monaten. Das ist immer noch mehr, als ich aktuell lese, aber sehr viel weniger Bücher, als ich früher in der gleichen Zeit zusammengerafft hätte. UND nur vier der Bücher habe ich tatsächlich gekauft, alle anderen waren ungeplant. Schade nur, dass ich wie üblich keins der Bücher bisher gelesen habe. Es wäre schön, wenn ich es mal schaffen würde, ein gekauftes oder anderweitig erhaltenes Buch sofort zu lesen, damit es nicht im SuB-Regal verschwindet.

Sind Bücher dabei, die ihr mir besonders empfehlen würdet? Oder gibt es Bücher, die ich im vierten Quartal Un. Be. Dingt. lesen sollte? Wenn ja, schreibt mir gerne :-)

Diese Bücher möchte ich im Oktober lesen

Lang lang ist’s her, dass ich mir eine Leseliste gemacht habe. Wenn ich mir die Beiträge unter dem Tag anschaue, habe ich den Großteil der jeweils ausgewählten Bücher bis heute nicht gelesen oder sie sogar teilweise schon ungelesen aussortiert. Ha. Haha. Hahahaha. Beste Voraussetzungen also für die folgenden Bücher, die ich im Oktober gerne lesen möchte:

Bis die Sterne zittern habe ich bereits begonnen. Es ist für die Kategorie „Jugendjury“ des Deutschen Jugendliteraturpreises 2018 nominiert und das achte von elf Büchern, die ich gerne vor der Verleihung lesen würde. Es spielt 1936 in Leipzig und dreht sich um einen Jugendlichen, der sich mit einer Clique anfreundet, die gegen die Nazis rebelliert.

Gleiches gilt für Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß, das Debüt der Autorin Manja Präkels. Ich hoffe, wenigstens noch diese zwei Bücher bis Freitag beenden zu können. Der Roman spielt ebenfalls im Osten Deutschlands, aber zum Ende der DDR-Zeit.

Wenn die Buchmesse vorbei ist, freue ich mich auf Die Krone der Dunkelheit. Sandy hat mir freundlicherweise ihr vom Regen beschädigtes, zweites Exemplar geliehen. Es wird mein erster richtiger Fantasyroman seit langem und ich bin gespannt, ob die Welt mich packen kann.

Nicht auf dem Bild, aber dafür auf dem E-Book-Reader bzw. Handy: Swastika Night (Deutsch: Nacht der braunen Schatten), unser erster Buchclubroman zum Thema „Entwicklung eines Genres“ und lustigerweise geht es auch hier wieder um Deutschland und Nationalismus.

Auf dem Handy habe ich nach einigen Monaten endlich wieder ein neues Hörbuch begonnen. Bisher habe ich ca. 30 Minuten von Sadie gehört. Das Buch hatte ich zuerst auf Sandys Leseliste entdeckt und dann bei Miss Bookiverse in den Instastories. Danach war ich angefixt :D Teile des Buches sind als Podcast konzipiert und das Hörbuch wurde mit einem kompletten Cast vertont, deshalb habe ich mich für diese Version entschieden.

Ich nehme ab sofort Wetten an, ob ich diese Leseliste befolge. Was meint ihr? ;-)

Lesestoff im Sommer 2018


Hello again. Ich melde mich aus der „Sommerpause“ zurück. In den letzten Monaten, in denen ich mir teilweise eine Social-Media- und Blogauszeit genommen habe, habe ich erschreckend wenig gelesen. Das ist mir aber gar nicht aufgefallen, bis ich versucht habe, Goodreads und meine Statistik nachzupflegen. Die schöne und sehr heiße Sommerzeit habe ich durchgehend arbeitend verbracht (mein Urlaub ist erst Ende November) und nach Feierabend und am Wochenende war ich oft auf Pokémonjagd oder anderweitig unterwegs.

Ich würde nicht behaupten, dass ich mich auf die kalte Jahreszeit freue. Schon jetzt sitze ich mit Pullover, Bademantel und Kuscheldecke vor dem PC, wie soll das erst bei einstelligen Temperaturen aussehen? Aber ich freue mich auf jeden Fall auf gemütliche Abende auf der Couch mit einem guten Buch und einem heißen Kakao (und auf Urlaub, was freue ich mich auf Urlaub!!).

Auf hoffentlich wieder lese- und blogreiche Monate. Man schreibt sich! :-)

Gelesene Bücher

Boy in a White Room + Mehr Schwarz als Lila + Der Junge auf dem Berg + The Hate U Give + Pferd, Pferd, Tiger, Tiger

Die für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Jugendbücher hatte ich im März vorgestellt. Aktuell lese ich Buch 8 von 11 und werde wahrscheinlich höchstens noch das 9. beenden können. Nächstes Jahr werde ich mich besser organisieren müssen, an einer zu kurzen Zeitspanne lag es schließlich nicht. Zu den Büchern werde ich vielleicht noch einen gesonderten Beitrag verfassen, auf jeden Fall poste ich noch etwas auf Instagram dazu.

Die Überlebenden

Den ersten Band dieser Reihe habe ich gemeinsam mit Sandy in Vorbereitung auf den Film gelesen. War ganz nett, aber auch nicht sonderlich innovativ. Kinder entwickeln Superkräfte, die Erwachsenen reagieren total über, die Kinder rebellieren. Heroes und X-Men lassen grüßen. Ich bezweifle, dass der Film fortgesetzt wird und weiterlesen muss ich die Bücher jetzt auch nicht unbedingt.

Alte Freunde

Der erste Titel zum Thema „Freundschaft“ im Buchclub. Ich bin ein großer Fan von Nivens „Gott bewahre“ und habe mich entsprechend auf dieses Buch gefreut. So gut war es dann leider doch nicht, aber definitiv das lesenswerteste aus der Kategorie. Bei den Abschnitten über Golf habe ich nur Bahnhof verstanden, an anderen Stellen dafür herrlich gelacht und mich gleichzeitig geekelt.

Was ist schon normal?

Den ersten Band der „Spinster Girl“ Trilogie von Holly Bourne schwappte wie eine Epidemie durch die Bookstagramkanäle. Da das Buch als feministisch beworben wird, war meine Neugierde geweckt. Sandy lieh mir freundlicherweise ihre Ausgabe. Im ersten Buch geht es dann vorrangig doch eher um die Zwangsstörungen der Protagonistin, statt um den feministischen Club, aber die Zwangsstörungen fand ich super interessant umgesetzt. Ich konnte mich beim Lesen sehr gut in die Hauptfigur hineinversetzen. Gestört hat mich die transexklusive Vorstellung von „Frausein“, da bin ich durch Linus inzwischen zu sensibilisiert. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf, aber hey, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (Und man darf nicht vergessen, dass das Buch auch schon wieder drei Jahre alt ist. Wer weiß, wie viel die Autorin in der Zwischenzeit dazugelernt hat).

Abgebrochene Bücher

Die letzten Monate standen ganz im Zeichen des Buchclubthemas „Freundschaft“. Biester und Die Freundschaft gehörten dazu. Leider konnten mich beide Bücher nicht für sich gewinnen. Bei Biester war mir das Setting von Anfang an unsympathisch und die Protagonistin hätte nicht weiter von mir entfernt sein können. Das sollte mich als Leserin natürlich nicht daran hindern, ein Buch gut finden zu können, schließlich lese ich selten Bücher über Figuren, die mich selbst zu 100 % widerspiegeln. Aber in diesem Buch ging es um Saufgelage, Partys und Drogen und damit kann ich einfach so gar nichts anfangen. Nichts an diesem Lebensentwurf und der Charakterisierung reizte mich, deshalb habe ich das Buch nach knapp 120 Seiten abgebrochen.

Bei Die Freundschaft war es eher ein Zeitproblem, da ich das Buch noch einer Freundin und Buchclubkollegin ausleihen „musste“. Unter Zeitdruck lese ich besonders ungern, sodass ich hier bei 230 Seiten kapitulierte. Die Ausrede kam mir aber gerade recht, weil mich auch dieses Buch furchtbar langweilte und ich die Darstellung der Freundschaft auch sehr befremdlich fand.