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20 Bücher für 2020

Zu Beginn des Jahres habe ich vermehrt Leselisten mit dem Hashtag #20in2020 gesehen. Ich bin jetzt eigentlich schon wieder zu spät dran, aber ich mag Leselisten, ich mag diese Aktionen und ich mag es, im eigenen Bücherregal zu stöbern, auch wenn es mir lieber wäre, sie wären nicht so voll von ungelesenen Büchern…

Jedenfalls habe ich mich mal in meinen Regalen umgeschaut und versucht eine ausgewogene Mischung zu finden. Aktuell habe ich vier Regale voller Bücher, also wollte ich aus jedem Regal fünf Bücher auswählen. Hat nicht so ganz geklappt, weil die für mich attraktivsten Bücher alle im chronologisch sortierten SuB-Regal stehen, im dem alle Neuanschaffungen seit 2016 stehen. Daran merke ich auch, wie sehr sich meine Interessen und Vorlieben verändert haben.

Das sind sie also. Ich bin wirklich gespannt, wie viele der Bücher ich lesen werde. Derzeit sitze ich noch an meinem Stapel von 11 Bibliotheksbüchern, bei dem ich mich auch nicht beherrschen kann, ihn bei jeder Rückgabe wieder mit neuen Titeln aufzustocken. Außerdem habe ich immer noch zwei anderweitig ausgeliehene Bücher hier liegen, die ich möglichst bald zurückgeben möchte (mir ist das immer unangenehm, Sachen so ewig zu behalten). Wer meine Statistik aus 2019 gesehen hat weiß, dass damit quasi schon meine komplette Leseliste für 2020 feststünde, da ich „nur“ 31 Bücher gelesen habe. Wer mich ein bisschen kennt, weiß aber auch, dass ich mich selten an Leselisten halte – und schon gar nicht 12 Monate lang! Es bleibt also spannend :D

Bücher, auf die ich mich am meisten freue, sind z. B. „Let’s Talk About Love“, „Hunger“, „Rattatatam, mein Herz“, „George“ und „Eure Heimat ist unser Albtraum“. Die Bücher von Jodi Picoult und Joy Fielding sind Beispiele für Bücher, die ich „mal lesen müsste“, schließlich habe ich von beiden Autorinnen mehrere ungelesene Titel im Regal und sie auch seit Jahren nicht mehr angefasst. Typische Hamsterkäufe. Auf beiden Büchern lastet deshalb eine große Verantwortung. Sollten sie mir nicht gefallen, werde ich mich wohl von allen anderen Werken der Autorinnen trennen. Irgendwie muss der Stapel ungelesener Bücher ja mal kleiner werden.

Habt ihr euch auch eine Leseliste für 2020 gemacht? Dann gerne her mit den Links :-)

Rückblick 2019: ein Lesejahr in Zahlen

Im Jahresrückblick 2017 habe ich mich zum ersten Mal an einer Lesestatistik im Stil einer Infografik versucht. Das hat mir damals so viel Spaß gemacht, dass ich den Rückblick 2018 komplett habe ausfallen lassen ;-)

Spaß beiseite: mir gefällt die Grafik von 2017 immer noch so gut, dass ich sie für 2019 in leicht abgewandelter Form neu aufgelegt habe. Ich präsentiere:

Noch ein Punkt auf der Liste: Lesevorsätze

In Sachen Bücher habe ich mir gar nicht viele Gedanken gemacht. Im Grunde passen die Punkte aus 2018 noch. Dort hatte ich mir vorgenommen, mehr Sachbücher zu lesen, was ich weiterhin für eine gute Idee halte, auch wenn ich das bisher eher in Form in Promibiographien umgesetzt habe, haha.

Ich hatte mir außerdem vorgenommen, Bücher kritischer auszuwählen. Auch das habe ich nicht wirklich umgesetzt; gerade in der Bibliothek greife ich zu allem, was so auf Instagram und Co. „in“ ist (daher stammt wohl der hohe Jugendbuchanteil, wenn ich so drüber nachdenke). Finde ich aber auch nicht so tragisch, schließlich möchte ich lesen, worauf ich gerade Lust habe. Und wenn das dann New Adult Romanzen sind, so be it (ich hab da für meinen nächsten Bibliotheksbesuch schon ein paar im Auge).

Den Vorsatz „weniger Bücher ausleihen“ habe ich komplett über Bord geworfen. Auf Twitter habe ich bereits gescherzt, dass ich meinen SuB wahrscheinlich komplett abbauen werde, ohne ein einziges der Bücher gelesen zu haben, wenn ich weiterhin so viel aussortiere. Aber auch damit käme ich hervorragend klar.

Somit bleiben als Lesevorsätze für 2020: weiterhin lesen, worauf ich Lust habe, nicht stressen lassen, wenn möglich mehr lesen (nicht so viel ablenken lassen – ja, ihr seid gemeint, Twitter, Instagram und Netflix!) UND keine neuen Bücher kaufen. Ich finde, bei 9 Neuzugängen in 2019 sieht das schon ganz gut aus :-D

Vorsätze für 2020

Hallo WordPress. Lange nicht gesehen. Du hast dich so sehr verändert, dass ich gar nicht mehr mit dir zurechtkomme. Trotzdem möchte ich es mal wieder mit diesem „Bloggen“ versuchen. Nachdem ich nun stundenlang nach neuen Themes gesucht, dabei fast das ganze System gecrasht und mein Rezensionslayout zerstört habe, gebe ich auf und lasse alles, wie es ist. Siehst ja auch eigentlich ganz ok aus, auch wenn ein richtiger Neuanfang natürlich symbolträchtiger gewesen wäre.

Dieser Beitrag heißt „Vorsätze für 2020“. Davon gibt es meistens reichlich und umsetzen tut man am Ende keine davon. Das hält mich aber noch lange nicht davon ab, eine lange Liste an Vorsätzen zu machen. Die da wären:

Erwachsen sein und so

  • Arzttermine machen
  • Mich mit meinen Finanzen beschäftigen
  • Öfter kochen
  • Zuhause vegan leben
  • Zucker reduzieren
  • Kommunikativer sein
  • Sich mehr trauen

Obwohl ich in 2019 natürlich nicht die ganze Zeit zuhause war, fühlt es sich an, als hätte ich mich das komplette Jahr in meiner Wohnung versteckt. Viel zu oft habe ich auf der Couch gesessen, mich selbst bemitleidet und keine Motivation für irgendwas aufbringen können. Das wird sich sicherlich nicht von heute auf morgen ändern, aber ich versuche es.

Einfacher umzusetzen wird wahrscheinlich meine Ernährung zu „verbessern“. In 2019 hatte ich auch nicht besonders viel Lust, für mich zu kochen. Das möchte ich dieses Jahr gerne wieder ändern und vielleicht auch ab und zu mal verbloggen.

Zeit für mich

  • Sport machen
  • Urlaub machen
  • Weiter ausmisten und Konsum reduzieren

Ich war seit Monaten nicht mehr beim Sport, obwohl ich im Fitnessstudio angemeldet bin. Voll das Klischee, ich weiß. Abmelden wollte ich mich aber auch nicht, weil ich dann eben auch nicht mehr hingehen KÖNNTE. Nach Weihnachten habe ich nun endlich dem Schweinehund in den Allerwertesten getreten und bin an zwei Tagen zu Kursen gegangen. Außerdem habe ich direkt ein Training für morgen vereinbart, bevor mich die Motivation wieder verlässt. Ich möchte mir (mal wieder) einen Trainingsplan erstellen lassen und diesen dann auch regelmäßig nutzen. Das habe ich mir schon oft vorgenommen. Mal schauen, wie lange es diesmal klappt.

„Urlaub machen“ ist auch immer so eine Sache. Bisher habe ich noch nichts geplant, aber ich möchte gerne in den Urlaub fahren, auch wenn ich keine Begleitung habe. Bisher habe ich mich das (natürlich) noch nie getraut.

In 2019 habe ich zwei Mal meine Bücherregale durchforstet und insgesamt 158 Bücher aussortiert. Ich habe ein paar Sachen bei Ebay Kleinanzeigen verkauft oder verschenkt. Dies möchte ich in 2020 unbedingt weiterführen, vor allem meinem Kleiderschrank soll es an den Kragen gehen. Ich besitze einfach viel zu viel Zeug, das ich nie benutze/trage/lese etc.

Hobbys

  • Bloggen
  • Mehr lesen
  • Neues lernen

Punkt 1 gehe ich gerade an :-) Mal schauen, ob es was langfristiges wird. Ansonsten sollte ich mir langsam doch mal überlegen, die Domain zu kündigen. „Mehr lesen“ klappt auch seit Jahren nur bedingt. Im Dezember hatte ich – angetrieben von Bibliotheksdeadlines – ein kleines Lesehoch, das gerne bleiben darf. Es wäre nur schön, wenn ich dieses Jahr auch mal wieder ein paar eigene Bücher lesen würde, aber dazu an anderer Stelle mehr.


Nun denn, viel zu tun, viel vor. Ich stelle mich jetzt in die Küche und gehe Vorsatz Nummer 2 an. Man liest sich :-)

Nachhaltiger lesen, geht das?

Dieser Beitrag erschien zuerst in kürzerer Form im Onlinemagazin Generation Buch 01/2019

Photo by Susan Yin on Unsplash

Vor etwas mehr als einem Jahr begann ich, mich mehr mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Ich wollte vor allem meinen Plastikverbrauch reduzieren. Ich googelte nach Unverpacktläden in meiner Nähe und fand einen Verein in meiner Stadt, der nicht nur einen kleinen Lebensmittelladen betreibt, sondern sich beständig für eine nachhaltige Lebensweise in allen Bereichen einsetzt. Im Laufe des letzten Jahres habe ich also nicht nur wie geplant meine Einkäufe umgestellt (plastikfrei bin ich noch lange nicht, aber ich sehe jede eingesparte Verpackung als einen Fortschritt), sondern auch Vorträge des Vereins besucht, online Themen recherchiert und meinen kompletten Konsum hinterfragt.

Als Buchbloggerin und ehemalige Buchhändlerin ist es klar, dass ich eine recht große Büchersammlung besitze. Obwohl ich erst vor kurzem erneut einen großen Schwung Romane aussortiert habe, liegt mein Stapel ungelesener Bücher noch immer bei über 500 Titeln und wie viele Bücher insgesamt in meinen Regalen stehen, weiß ich gar nicht. Seit Jahren steigt dieser SuB an, weil ich größtenteils Bücher lese, die mir nicht gehören. Ich frage mich also: sollte ich weiterhin so viele Bücher kaufen, oder geht lesen nicht auch nachhaltiger?

Die Antwort ist ganz klar: JA! Und deshalb habe ich mir Anfang des Jahres vorgenommen, keine Bücher zu kaufen. Das tut nicht nur meinem Geldbeutel gut, sondern verbessert auch meine buchige Ökobilanz. Ich kann stattdessen zu Fuß in die Stadtbibliothek gehen und dort über 250.000 verschiedene Medien ausleihen, die meisten davon kostenlos. In der Onleihe warten über 20.000 E-Books darauf, auf meinen Reader heruntergeladen und gelesen zu werden (E-Book-Reader sind übrigens nur für Vielleser ökologisch sinnvoll, wie Ulrike Wilke in ihrer Masterarbeit „»Grüner« lesen: Buch oder eBook?“ feststellte.) Im Einkaufszentrum gibt es eine Bookcrossing-Zone, in der ich mir gebrauchte Bücher gratis mitnehmen oder meine eigenen aussortierten Bücher spenden kann. Ich habe FreundInnen, deren Bücherregale ebenso groß sind wie meine und die mir bereitwillig Bücher leihen. UND: ich könnte sogar meine eigenen 500 Bücher lesen! Man stelle sich das vor. Was für Möglichkeiten!

Zwischenstand

Inzwischen haben wir Mai und ich kann festhalten, dass der „Keine Bücher kaufen“ Teil recht gut funktioniert. Bisher stehen auf der Liste meiner Neuzugänge fünf Titel: einen habe ich geschenkt bekommen, einen ursprünglich als Geschenk gekauft und dann doch selbst gelesen und drei Bücher habe ich mir aufgrund von Social-Media-Empfehlungen angeschafft (auch auf diese Käufe hätte ich natürlich verzichten können, aber alle drei Bücher gibt es nicht in der Bibliothek und ich möchte sie wirklich gerne lesen…). Zum Vergleich: 2018 hatte ich im gleichen Zeitraum bereits 22 neue Bücher angesammelt.

Auch das Ausleihen klappt hervorragend: von meinen bisher 13 gelesenen Büchern stammten vier aus meinem Regal, die restlichen neun waren geliehen. Das tut zwar meinem SuB-Abbau nicht so gut, aber das Gras auf der anderen Seite war schließlich schon immer grüner.

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr euch schon mal mit Nachhaltigkeit beschäftigt und wenn ja, würdet ihr auch bei eurem Bücherkonsum etwas verändern wollen?