Lesestoff im Sommer 2018


Hello again. Ich melde mich aus der „Sommerpause“ zurück. In den letzten Monaten, in denen ich mir teilweise eine Social-Media- und Blogauszeit genommen habe, habe ich erschreckend wenig gelesen. Das ist mir aber gar nicht aufgefallen, bis ich versucht habe, Goodreads und meine Statistik nachzupflegen. Die schöne und sehr heiße Sommerzeit habe ich durchgehend arbeitend verbracht (mein Urlaub ist erst Ende November) und nach Feierabend und am Wochenende war ich oft auf Pokémonjagd oder anderweitig unterwegs.

Ich würde nicht behaupten, dass ich mich auf die kalte Jahreszeit freue. Schon jetzt sitze ich mit Pullover, Bademantel und Kuscheldecke vor dem PC, wie soll das erst bei einstelligen Temperaturen aussehen? Aber ich freue mich auf jeden Fall auf gemütliche Abende auf der Couch mit einem guten Buch und einem heißen Kakao (und auf Urlaub, was freue ich mich auf Urlaub!!).

Auf hoffentlich wieder lese- und blogreiche Monate. Man schreibt sich! :-)

Gelesene Bücher

Boy in a White Room + Mehr Schwarz als Lila + Der Junge auf dem Berg + The Hate U Give + Pferd, Pferd, Tiger, Tiger

Die für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Jugendbücher hatte ich im März vorgestellt. Aktuell lese ich Buch 8 von 11 und werde wahrscheinlich höchstens noch das 9. beenden können. Nächstes Jahr werde ich mich besser organisieren müssen, an einer zu kurzen Zeitspanne lag es schließlich nicht. Zu den Büchern werde ich vielleicht noch einen gesonderten Beitrag verfassen, auf jeden Fall poste ich noch etwas auf Instagram dazu.

Die Überlebenden

Den ersten Band dieser Reihe habe ich gemeinsam mit Sandy in Vorbereitung auf den Film gelesen. War ganz nett, aber auch nicht sonderlich innovativ. Kinder entwickeln Superkräfte, die Erwachsenen reagieren total über, die Kinder rebellieren. Heroes und X-Men lassen grüßen. Ich bezweifle, dass der Film fortgesetzt wird und weiterlesen muss ich die Bücher jetzt auch nicht unbedingt.

Alte Freunde

Der erste Titel zum Thema „Freundschaft“ im Buchclub. Ich bin ein großer Fan von Nivens „Gott bewahre“ und habe mich entsprechend auf dieses Buch gefreut. So gut war es dann leider doch nicht, aber definitiv das lesenswerteste aus der Kategorie. Bei den Abschnitten über Golf habe ich nur Bahnhof verstanden, an anderen Stellen dafür herrlich gelacht und mich gleichzeitig geekelt.

Was ist schon normal?

Den ersten Band der „Spinster Girl“ Trilogie von Holly Bourne schwappte wie eine Epidemie durch die Bookstagramkanäle. Da das Buch als feministisch beworben wird, war meine Neugierde geweckt. Sandy lieh mir freundlicherweise ihre Ausgabe. Im ersten Buch geht es dann vorrangig doch eher um die Zwangsstörungen der Protagonistin, statt um den feministischen Club, aber die Zwangsstörungen fand ich super interessant umgesetzt. Ich konnte mich beim Lesen sehr gut in die Hauptfigur hineinversetzen. Gestört hat mich die transexklusive Vorstellung von „Frausein“, da bin ich durch Linus inzwischen zu sensibilisiert. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf, aber hey, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (Und man darf nicht vergessen, dass das Buch auch schon wieder drei Jahre alt ist. Wer weiß, wie viel die Autorin in der Zwischenzeit dazugelernt hat).

Abgebrochene Bücher

Die letzten Monate standen ganz im Zeichen des Buchclubthemas „Freundschaft“. Biester und Die Freundschaft gehörten dazu. Leider konnten mich beide Bücher nicht für sich gewinnen. Bei Biester war mir das Setting von Anfang an unsympathisch und die Protagonistin hätte nicht weiter von mir entfernt sein können. Das sollte mich als Leserin natürlich nicht daran hindern, ein Buch gut finden zu können, schließlich lese ich selten Bücher über Figuren, die mich selbst zu 100 % widerspiegeln. Aber in diesem Buch ging es um Saufgelage, Partys und Drogen und damit kann ich einfach so gar nichts anfangen. Nichts an diesem Lebensentwurf und der Charakterisierung reizte mich, deshalb habe ich das Buch nach knapp 120 Seiten abgebrochen.

Bei Die Freundschaft war es eher ein Zeitproblem, da ich das Buch noch einer Freundin und Buchclubkollegin ausleihen „musste“. Unter Zeitdruck lese ich besonders ungern, sodass ich hier bei 230 Seiten kapitulierte. Die Ausrede kam mir aber gerade recht, weil mich auch dieses Buch furchtbar langweilte und ich die Darstellung der Freundschaft auch sehr befremdlich fand.

3 Gedanken zu „Lesestoff im Sommer 2018

  1. So wenig Bücher waren das nicht, wenn man bedenkt, dass dieser Sommer viel zu heiß zum Lesen war. ;) Saufgelage, Partys und Drogen sind für mich ebenfalls Themen, die mir ein Buch verleiden können. Ein Teil von mir reagiert sogar ziemlich allergisch auf Geschichten, die behaupten, dass alle Jugendlichen so ihre Freizeit verbringen und keine anderen Interessen haben. Vielleicht, weil das noch nie mein Leben wiederspiegelte. ;)

    Es freut mich zu lesen, dass du dich auf gemütliche Abende mit Kakao und Buch freust – mögest du viele davon genießen können! (Und wohin geht es in den Urlaub? Weißt du das schon?)

    1. Von meinem Leben ist es auch extrem weit entfernt, die Nominierung als „Spaßbremse“ der Stufe in der Abizeitung ist der Beweis dafür XD

      Danke danke, es wäre toll, wenn ich mal wieder so richtig in einem Schmöker versinken könnte. Ich fliege das erste Mal nach Hurghada (ja ich weiß, nicht besonders umweltfreundlich…). Wird mein erster All Inclusive Urlaub und ich hoffe, ihn größtenteils auf Poolliegen verbringen zu können :D

      1. Solch nette Bezeichnungen habe ich nie abbekommen. So langsam glaube ich, ich hatte sehr viel Glück mit meinen verschiedenen Schulen – im schlimmsten Fall wurde ich ein wenig verwundert-neugierig beäugt. ;)

        Ich drücke die Daumen, dass das klappt. :) Und ja, fliegen ist nicht so besonders umweltfreundlich, aber du bist ja nun niemand, der tagtäglich durch die Welt düst. Du hast (soweit ich weiß) kein Auto und achtest sonst auf denen Fußabdruck, da müssen solche Ausreißer erlaubt sein. Schließlich hilft es nicht weltoffen zu sein, wenn man nie über seinen Tellerrand schauen kann. ;)

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