A Long Way Down


A Long Way Down ist die vierte Verfilmung eines Nick Hornby Romans. Der Film lief im April 2014 in den deutschen Kinos und ist inzwischen auf DVD erhältlich.

Der ehemalige Moderator Martin Sharp beschließt, sich an Silvester von einem Hochhaus zu stürzen. Doch als er auf dem Dach steht und sich auf den Sprung vorbereitet, tauchen drei weitere Personen auf, die sich ebenfalls an diesem Tag und auf diesem Dach das Leben nehmen wollen: Jess, Maureen und JJ. Alle vier geben frustriert auf und verlassen das Haus, laufen sich aber nur kurz darauf wieder über den Weg. Auf Jess‘ Vorschlag hin unterschreiben alle einen Pakt, sich bis zum Valentinstag nicht umzubringen. Die Information gelangt an die Presse und so muss die Gruppe sich nicht nur mit ihren Problemen auseinandersetzen, sondern sich auch der Öffentlichkeit stellen.

Leider kenne ich das Buch nicht bzw. habe es vor ein paar Jahren nach wenigen Seiten wieder weggelegt, weil ich einfach nicht in Stimmung dafür war. Von daher kann ich nicht sagen, ob das Buch gut umgesetzt wurde. Der Film für sich allein war aber unterhaltsam. Besonders in JJ konnte ich mich gut hineinversetzen.

Alle vier Charaktere haben mehr oder weniger gute Gründe dafür, wieso sie mit ihrem Leben unzufrieden sind. Ob man Verständnis dafür hat, dass sie ihr Leben deswegen beenden wollen, ist jedem selbst überlassen. Rückblickend kann ich allerdings nicht unbedingt behaupten, dass der (wenig überraschende) Sinneswandel bei allen Figuren nachvollziehbar wird. Martin, Jess, Maureen und JJ verbringen gute und schlechte Zeiten miteinander, aber reicht das bei einem Lebensmüden wirklich schon aus, ihn vom Selbstmord abzubringen? Oder verharmlost der Film die Situation? Ich weiß es nicht.

Sieht man über diese Frage hinweg, bleibt ein Film über die Freundschaft von vier Menschen, die sich gegenseitig ein bisschen Halt geben und das Leben bereichern. Besonders Imogen Poots werde ich im Auge behalten, die von den vier Schauspielern bei mir den größten Eindruck hinterlassen hat.

2 thoughts on “A Long Way Down

  1. Irgendwie verpeile ich in letzter Zeit die ganzen Filme, die ich im Kino sehen wollte. Als ich gestern vor den ganzen Neuerscheinungen bei den DVDs stand, hab ich mehrfach stutzen müssen, weil ich dachte, die würden momentan noch im Kino laufen. Genauso gehts mir gerade mit A Long Way Down. Bevor ich den Film sehe, sollte ich aber tatsächlich noch das Buch lesen. Ich finde, besonders wenn es um solche ernsten Hintergründe geht, verbirgt das gedruckte Wort häufig noch die ein oder andere (vllt nicht sofort erkennbare) Botschaft.

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