[Tag 5] Blogtour zu „Stadt aus Trug und Schatten“


Heute erfahrt ihr, warum Mechthild Fantasy schreibt. Es gibt ja tatsächlich immer noch kleinkarierte Leute, die dieses Genre als Kinderkram abstempeln. Dabei hat es so viel mehr zu bieten!

Warum Fantasyleser nicht vor der Realität fliehen

„Ach ja, manchmal brauche ich das auch, so anspruchslosen Lesestoff für Zwischendurch“, sagte letztens jemand zu mir, nachdem er erfuhr, dass ich einen Fantasyroman geschrieben habe. Und auf einer Grillparty ließ mich jemand anderes, der mich vorher sehr interessiert über das Schreiben und Veröffentlichen ausgefragt hatte, als ich das Genre nannte mit den Worten: „Ich hol‘ mir noch ein Würstchen“, stehen. Ich möchte hier keine Diskussion um ernsthafte oder Unterhaltungsliteratur eröffnen, aber ich möchte kurz erzählen, warum ich Fantasy schreibe.

Als Kind habe ich sehr viel und alles Mögliche gelesen. Besonders begeistert haben mich dabei Michael Endes „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“. Außerdem verschlang ich, wie so viele, die Harry-Potter-Bücher und daraufhin noch einen ganzen Haufen weiterer Fantasyromane. Es erscheint mir deshalb auch nicht verwunderlich, dass die Ideen, die durch meine Gedanken purzeln und sich mir aufdrängen, meist auch in diese Richtung gehen. Vielleicht, weil mir die Möglichkeiten, die die Fantasy bietet, so gut gefallen. Ich kann mir alles ausdenken, was ich will. Ich kann Welten erschaffen, in denen alles möglich ist, was ich mir nur vorstelle. Das fasziniert mich und deshalb schreibe ich es.

Nun hört man häufig den Vorwurf des Eskapismus: Fantasyleser würden der Realität entfliehen wollen. Wer das behauptet, vergisst allerdings, dass die meisten phantastischen Welten an unsere angelehnt sind. Mir persönlich erscheint die Fantasy eher wie eine Symbolsprache, die Verhältnisse und Tatsachen aus dem Kontext der Realität herauslöst und in einen neuen Zusammenhang setzt. Es handelt sich für mich daher nicht im eigentlichen Sinne um eine Flucht, sondern um das Einnehmen neuer Blickwinkel. Und das ist einer der großen Vorteile der Fantasy: Sie ermöglicht es uns, Bekanntes aus einer anderen Perspektive zu betrachten und dadurch auch die Wahrnehmung unserer wirklichen Welt zu verändern.

Gewinnspiel

Ich halte ein signiertes Exemplar von Stadt aus Trug und Schatten bereit.
Ihr wollt gewinnen? Beantwortet dazu einfach innerhalb der nächsten 48 Stunden folgende Frage in einem Kommentar und sendet mir die richtige Antwort zusammen mit eurer Adresse an admin [at] buecherblog.org (Betreff: Stadt aus Trug und Schatten)

Wie heißt der deutsche Phantast, dessen Werke Mechthild Gläser als Kind gelesen hat?

Alle richtigen Antworten wandern in einen großen Lostopf, aus dem am Ende die Gewinner gezogen werden. Pro Blog könnt ihr ein Los sammeln, sodass ihr am Ende mit bis zu 10 Losen teilnehmen könnt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Und morgen geht es weiter bei Rosa von Bücherbummel :-)

21 thoughts on “[Tag 5] Blogtour zu „Stadt aus Trug und Schatten“

  1. Hallo Rishu,

    dann hüpfe ich doch auch gleich mal in deinen Lostopf :-).
    Als Leserin von „Momo“ und „Die Unendliche Geschichte“ war Metchild Gläser wohl ebenso wie ich eine begeisterte Leserin von Michael Endes Werke.

    Liebe Grüße,
    Melanie

  2. Guten Morgen !

    Die Lösung lautet: Michael Ende

    Eine Mail von mir bzgl. der Blogtour folgt auch noch ;-)

    Lieber Gruß

    Kerstin1975

  3. Ich fühl mich grad mal wieder furchtbar unbelesen, weil ich sogut wie gar nichts von Michael Ende gelesen habe. ;( (Und hey, Antwort ist: Michael Ende!)

    In den Abschnitt ab

    Nun hört man häufig den Vorwurf des Eskapismus: Fantasyleser würden der Realität entfliehen wollen.

    hab ich mich ein wenig verliebt. Ich diskutiere jetzt seit Wochen darüber mit einer Person. Irgendwie ist es schon beinahe komisch, dass viele Leser, besonders englische Buchblogger, es broadcasten. „Ich bin Eskapist! Literary Escapism.com! Ich lese, um mich zu isolieren und vor der Realität zu fliehen!!“ etc pp. – Nicht, dass es wirklich schlimm wäre, aber gerade diese Blogger regen sich dann im nächsten Atemzug über Dinge auf, die einfach mit dieser Haltung verbunden sind. *g*

  4. Michael Ende =)

    Find ihre Erklärung super – Fantasy kann so viel mehr. Allein wenn man überlegt, wie viele Lebensweisheiten in Harry Potter stecken – und so viele unterschätzen das… =(

  5. Michael Ende heißt der gute Mann :)
    Schönes Gewinnspiel!! Und DANKE das du auf Twitter noch mal drauf aufmerksam gemacht hast, ich hätte es sonst bestimmt verschwitzt -.-

    1. Ich mag diese Dauerbeschallung bei Twitter ja eigentlich gar nicht, aber hierfür muss ich einfach ne Ausnahme machen ;-) Und wenns hilft: umso besser <3

  6. Ui, wieder einen schönen Blog entdeckt :-)

    Die Antwort ist: Michael Ende

    Ich lese auch total gerne Fantasy – die Gründe dafür variieren. Manchmal um alleine in eine andere Welt abzutauchen, dann wieder um gemeinsam fremde Welten zu erobern, oder vielleicht wirklich verschiedene Perspektiven zu ergründen … aber der Hauptgrund ist und bleibt, weil es Spaß macht :-)

    Liebe Grüße
    MacBaylie

  7. Ja, das finde ich auch! Perfekt beschrieben und auf den Punkt gebracht!
    Was ich auhc noch zum Thema Fantasy sagen möchte:
    Dieses Genre ist mitlerweile ziemlich ausgekaut. Oft gibt es wenige originelle Ideen, sodass vieles um das gleiche geht. Vor allem Romatasy und Urban Fantasy. Dadurch kommt Fantasy auch langsam in einen anderen Ruf hinein.
    Doch was ich toll finde: „Stadt aus Trug und Schatten“ hebt sich deutlich und mit meilenvorsprung von den meisten ab. Die Geschichte und auch die Umsetztung sind einzigartig und machen das Buch fenomenal!

    Ach ach ja und die Lösung ist Michael Ende.

    Liebe Grüße
    Celine

    PS: muss man zu jeder Station eine E-Mail schicken??

    1. Ja, bitte schick mir noch die Mail. Wenn am Ende die Gewinner ausgelost werden, kann ich das Buch dann sofort losschicken und muss nicht erst noch die Adresse erfragen :-)

  8. Diese Blogtour macht echt richtig Spaß!
    Ich freue mich jeden Tag auf das, was Mechthild Gläser uns über ihre Romanwelt erzählt!

    Die Antworte heute lautet: Mechthild hat als Kind die Werke von Michael Ende gelesen.

    lg, Cara

  9. Hui, ganz schön knapp, aber doch gerade noch rechtzeitig ;)

    Die Antwort heißt natürlich „Michael Ende“! Ich finde die Aktion unglaublich toll und finde es immer wieder spannend, wenn Autoren ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. So etwas sollte es wirklich viel häufiger geben!

    Liebe Grüße
    Juliane

Kommentare sind geschlossen.