Großer Name – kleine Kritik?

Die englische Originalausgabe erschien im Oktober 2019 – am 3. Februar erscheint „Das neunte Haus“ von Leigh Bardugo in der deutschen Übersetzung

In wenigen Tagen ist es soweit: Das neue, mit Spannung erwartete Buch von Leigh Bardugo erscheint in Deutschland. Nach der „Grisha“ Trilogie und der „Das Lied der Krähen“ Dilogie – die beide gerade im Auftrag von Netflix zu einer Serie adaptiert werden – folgt damit nun das erste Buch für ein älteres Publikum. So jedenfalls wurde es von der Autorin selbst und dem Verlag angekündigt. Mehr noch: Von Anfang an betonte die Autorin, dass dieses Buch gänzlich anders werden würde. Eine Warnung bezüglich des Inhalts, der mehrere Triggerwarnungen verdient – aber keine bekommt. Obwohl „Das neunte Haus“ dem Fantasy Genre treu bleibt, schlägt das Buch doch sehr viel düsterere Töne an. Und nicht alle davon sind unbedingt harmonisch. Aber fällt das noch auf oder geht es in der Kakophonie der Hausmarke Leigh Bardugo unter?

Wenn das Lesegefühl nicht stimmt

Ich selbst würde mich als Leigh Bardugo Fan bezeichnen: Die Grisha-Trilogie habe ich spät, aber mit Spaß und Interesse gelesen. Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre der Bücher und die konstante Entwicklung in Stil und Plot. Ihren Höhepunkt fand diese Symbiose für mich in „Das Lied der Krähen“ – einem Buch, das wahrscheinlich jeder mittlerweile kennt.

Auf die Grisha-Trilogie und die Bücher rund um Kaz Brekker und seine Krähen folgte dann der erste Band einer weiteren Auskopplung: Mit „King of Scars – Thron aus Gold und Asche“ veröffentlichte Leigh Bardugo ein Buch über den allseits beliebten Charakter Nikolai Lantsov. Das war vor fast genau einem Jahr. Ich war ziemlich begeistert und habe das Buch direkt angefangen. Doch nach ein paar Dutzend Seiten hatte ich das Gefühl, dass der Plot nicht richtig in Schwung kam. So als müsse man die Handlung zurückhalten, weil es sonst nicht für zwei Bücher reichen würde. „King of Scars“ ist mit 527 Seiten aber kein kleines Buch und so dachte ich, dass es wohl einfach seine Zeit braucht.

Ein Jahr später sagt mir Goodreads, dass ich bei knapp der Hälfte stehen geblieben bin – und das seit drei Monaten. Ich habe seit Oktober keine Lust mehr verspürt, das Buch in die Hand zu nehmen und das obwohl ich wirklich gerne wüsste, was mit Nikolai passiert. Aber in den letzten Monaten habe ich auch mehr dazu tendiert, meine Lesezeit eher solchen Büchern zu widmen, die mich zumindest ein bisschen mitreißen. Und das schafft „King of Scars“ einfach nicht.

Mit dieser Meinung bin ich natürlich nicht allein. Dennoch zeigt Goodreads für den ersten Teil der Reihe eine durchschnittliche Bewertung von 4.22 Sternen an und einen Einzug ins Halbfinale der Goodreads Choice Awards 2019. Vielleicht hatte ich also einfach nur zu hohe Erwartungen. Oder ich vertraue Leigh Bardugo mittlerweile blind. Und vielleicht war Letzteres genau das Problem…

Und dann kam „Ninth House“

Zur selben Zeit, also im Oktober 2019, erschien dann „Ninth House“ auf Englisch. Ich war wieder ziemlich hyped, obwohl ich mich nicht einmal mit der Inhaltsangabe beschäftigte und „King of Scars“ quasi abgebrochen zuhause lag. Trotzdem: ich kam, sah und kaufte. In meinem Hype bewerkstelligte ich es sogar, über drei Ecken die Waterstones Special Edition zu ergattern. Schließlich bin ich immer noch ein Bücherwurm und wenn wir ein Cover sehen, das wir lieben, dann muss es ins hauseigene Regal. Daran geht kein Weg vorbei!

Bis ich im November nach Budapest flog, um Leigh Bardugo dort bei einem Signing live zu sehen, hatte ich erst 30 Seiten in „Ninth House“ gelesen. Ich schob es auf die Arbeit, auf das Ende meines Studiums, auf alles – nur nicht auf das Buch. Als ich die Autorin dann, gemeinsam mit knapp 400 anderen Fans, im Herzen von Budapest traf, war ich immer noch begeistert. Nicht vom Buch, aber von der ganzen Atmosphäre, dem Fantasy-Phänomen Leigh Bardugo. Denn neben ihrem schriftstellerischen Talent ist die Autorin auch für ihren Stil, ihren offenen Umgang mit ihrer Krankheit und generell als Mensch bekannt, den man bewundert und einfach mag. Ihren Erfolg und ihren Traum einer Serienadaption in Erfüllung gehen zu sehen, war da nur noch das Sahnehäubchen.

Es musste Dezember werden, bis ich „Ninth House“ wieder aufnahm. Und diesmal war ich entschlossen, es zu beenden. Nicht unbedingt weil es mich fesselte, sondern weil mir die Goodreads Challenge und das anklagend dreinschauende „King of Scars“ im Nacken saß. Ich laß knapp zwei Tage ununterbrochen an dem Buch. Mit 459 Seiten nicht mehr ganz so wuchtig. Aber trotzdem dauerte es Stunde um frustrierte Stunde. Und als ich am Ende das Buch zuklappte, war ich wirklich enttäuscht. Was hatte ich da gerade gelesen?

Gewalt, Blut und Schlaflosigkeit

Im Sinne der Spoiler-Vermeidung kommt hier nur ein kurzer Abriss des Buches: Wir treffen Alex Stern, ein junge Frau, die spezielle Fähigkeiten hat. Das qualifiziert sie nicht nur an der Yale Universität zu studieren, sondern auch Teil eines Netzwerks aus übernatürlichen Geheimgesellschaften zu werden. Schlafmangel spielt dabei eine ebenso zentrale Rolle wie traumatische Vergangenheiten und ein sich nur langsam lichtendes magisches System.

Wenn Leigh Bardugo sagt, dass ihr Buch voll von „Schaden und Gewalt“ ist, dann war das nicht einfach nur so dahin gesagt, keine Marketing-Strategie. Schon im ersten Drittel des Buches kommt eine Szene vor, die mich wegen ihrer graphischen Natur hat schlucken lassen. Und das als jemand, der – thank God – nie mit diesem Thema in Berührung gekommen ist. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es Menschen damit geht, die solche oder ähnliche Erfahrungen durchmachen mussten und völlig unvorbereitet damit konfrontiert werden.

Dem Buch fehlt jedwede Triggerwarnung oder ein ähnlicher Hinweis. Lediglich die Hinweise von Leigh Bardugo, dass das Buch eben sehr dunkel sei, deuten vage darauf hin, was Leser:innen erwarten können. Aber das ist nicht genug, denn „Ninth House“ als erwachsenes Fantasybuch zu deklarieren lässt auf vieles schließen, aber nichts spezifisches. Auch wenn die Autorin und ihr Team da anderer Meinung sind.

Das war nicht das einzige Problem des Buches: Plot, Tempo, Funktionsweise der Geheimgesellschaften, der Magie. Vieles blieb im Dunkeln oder wurde nur langsam an Leser:innen herangetragen. Natürlich gehört das zu einem Mysterybuch dazu. Nicht jede Information muss dem Leser oder der Leserin auf dem Silbertablett gereicht werden. Aber die Kombination aus Langatmigkeit und fehlender Information verhinderte für mich das erwartete Leseerlebnis.

Großer Name, kaum Kritik

„Ninth House“ wird auf Goodreads mit einer Durchschnittswertung von 4.14 Sternen geführt. Zudem gewann das Buch, vor „King of Scars“, den Fantasy Award bei den Goodreads Choice Awards. Und doch fragt man sich: Kämpfen Blogger:innen, Leser:innen und Bookstagrammer:innen umsonst um Triggerwarnungen und Ähnliches? Wenn es scheinbar nur einen großen Namen braucht um Kritik – sowohl an Inhalt, als auch an dem Umgang mit Gewalt – leiser werden oder verstummen zu lassen?

Leigh Bardugo wirkte im Vorfeld der Veröffentlichung selbst ein wenig so, als wüsste sie nicht wie das Buch ankommen würde. Es ist eines ihrer Herzensprojekte, aber mit fast jedem Post auf Social Media betonte sie auch, dass das Buch anders, dunkler, problematischer sei. So als wolle sie ihre Leser:innen eigenhändig davon abhalten, die Erwartungen an ihre anderen Bücher auf „Ninth House“ zu übertragen. Und damit hat sie recht, denn „Ninth House“ ist nicht nur anders – es ist auch der erste Versuch etwas vollkommen Neues auszuprobieren. In vielerlei Hinsicht erinnerte es mich daher an „Shadow and Bone“, das erste Buch in der Grisha-Trilogie. Gute Idee, aber noch lasch im Stil. Potenzial, das in den Folgebänden durchaus ausgeschöpft werden kann.

In der Summe störten mich – in meiner individuellen, subjektiven Wahrnehmung – einige Sachen. Das passiert – schließlich sind wir alle verschieden und sind von ganz unterschiedlichen Dingen entertained. Doch die größten Enttäuschungen waren nicht der langsame Plot oder die widersprüchlichen Gefühle für Darlington. Nein, es war der bittere Beigeschmack, dass Gewalt – besonders in einer Szene – so graphisch dargestellt wurde. Auch wenn „Ninth House“ ein Buch ist, dass sich mit der Aufarbeitung der dadurch ausgelösten Traumata beschäftigt, rechtfertigt das – in meinen Augen – nicht den fehlenden Disclaimer. Denn es wird nicht umsonst für Triggerwarnungen gekämpft.

Irgendwo müssen wir anfangen

In dem Interview mit Vice führt Leigh Bardugo zwei zentrale Gründe gegen Triggerwarnungen an: Menschen, die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, können von Triggerwarnungen bereits akute Episoden haben. Außerdem sieht die Autorin in der Debatte um Triggerwarnungen einen zu einseitigen Dialog: Während bei „Ninth House“ Triggerwarnungen gefordert werden, bleiben Bücher von Stephen King und anderen männlichen Kollegen davon unberührt.

Beide Gründe sind plausibel, besonders letzterer stößt immer noch sauer auf, weil er so wahr ist. Doch Leigh Bardugo hat auch eine riesige Reichweite, die es möglich machen würde, Triggerwarnungen – oder ein ähnliches Konzept – besser zu etablieren. Dazu kommt, dass der Name Leigh Bardugo für viele Leser:innen – wie für mich – eine Hausnummer geworden ist, der man schnell blind vertraut. Auch wenn man es eigentlich besser wissen müsste. Gerade in solchen Fällen reicht es bei solch einem drastischen Tonwechsel der Bücher nicht im Marketing darauf zu pochen, dass das Buch für „Erwachsene“ ist. Denn der Hype, die Neugierde und die diffuse Natur dieser Warnung dürften kaum dazu beitragen, irgendjemanden von diesem Buch fernzuhalten. Vor allem nicht die Zielgruppe, die Leigh Bardugo seit Jahren bedient.

Ein essentieller Grund also, um auch an gut etablierten Autor:innen fundierte Kritik zu üben, auch unabhängig vom Inhalt des Buches. So wie es beispielsweise die YouTuberin paperbackdreams in diesem Review getan hat (welches auch eine Liste von Triggerwarnungen enthält). Und dabei sollten wir uns – wie Leigh Bardugo schon sagte – nicht nur auf Autor:innen beschränken, die einen Genre-Wechsel vollziehen. Auch andere große, männliche Autoren müssen hier im Fokus stehen. Denn nach wie vor gilt: Ein großer Name sollte nie vor Kritik schützen.

Was denkt ihr? Kann man – nach all den Diskussionen – immer noch auf Triggerwarnungen verzichten? Oder ist das Konzept in dieser Form nicht inklusiv genug und muss überarbeitet werden?

Tabi, 26 Jahre, studierte in Mainz Englische Literatur und Kultur, um in alten englischen Büchern nach neuem, frischen Sinn zu suchen. Neben Studium und Job widmet sie sich in ihrer Freizeit der Wettbewerbsorganisation im Jugendrotkreuz und ihren zwei Pen und Paper Gruppen. Das Schreiben war schon immer fester Bestandteil ihres Lebens, egal ob Blogposts, Tweets oder Hausarbeiten; gerade schreibt sie an ihrem ersten eigenen Fantasyroman. Für mehr bookish Content ist sie außerdem auf Instagram zu finden.

20 Bücher für 2020

Zu Beginn des Jahres habe ich vermehrt Leselisten mit dem Hashtag #20in2020 gesehen. Ich bin jetzt eigentlich schon wieder zu spät dran, aber ich mag Leselisten, ich mag diese Aktionen und ich mag es, im eigenen Bücherregal zu stöbern, auch wenn es mir lieber wäre, sie wären nicht so voll von ungelesenen Büchern…

Jedenfalls habe ich mich mal in meinen Regalen umgeschaut und versucht eine ausgewogene Mischung zu finden. Aktuell habe ich vier Regale voller Bücher, also wollte ich aus jedem Regal fünf Bücher auswählen. Hat nicht so ganz geklappt, weil die für mich attraktivsten Bücher alle im chronologisch sortierten SuB-Regal stehen, im dem alle Neuanschaffungen seit 2016 stehen. Daran merke ich auch, wie sehr sich meine Interessen und Vorlieben verändert haben.

Das sind sie also. Ich bin wirklich gespannt, wie viele der Bücher ich lesen werde. Derzeit sitze ich noch an meinem Stapel von 11 Bibliotheksbüchern, bei dem ich mich auch nicht beherrschen kann, ihn bei jeder Rückgabe wieder mit neuen Titeln aufzustocken. Außerdem habe ich immer noch zwei anderweitig ausgeliehene Bücher hier liegen, die ich möglichst bald zurückgeben möchte (mir ist das immer unangenehm, Sachen so ewig zu behalten). Wer meine Statistik aus 2019 gesehen hat weiß, dass damit quasi schon meine komplette Leseliste für 2020 feststünde, da ich „nur“ 31 Bücher gelesen habe. Wer mich ein bisschen kennt, weiß aber auch, dass ich mich selten an Leselisten halte – und schon gar nicht 12 Monate lang! Es bleibt also spannend :D

Bücher, auf die ich mich am meisten freue, sind z. B. „Let’s Talk About Love“, „Hunger“, „Rattatatam, mein Herz“, „George“ und „Eure Heimat ist unser Albtraum“. Die Bücher von Jodi Picoult und Joy Fielding sind Beispiele für Bücher, die ich „mal lesen müsste“, schließlich habe ich von beiden Autorinnen mehrere ungelesene Titel im Regal und sie auch seit Jahren nicht mehr angefasst. Typische Hamsterkäufe. Auf beiden Büchern lastet deshalb eine große Verantwortung. Sollten sie mir nicht gefallen, werde ich mich wohl von allen anderen Werken der Autorinnen trennen. Irgendwie muss der Stapel ungelesener Bücher ja mal kleiner werden.

Habt ihr euch auch eine Leseliste für 2020 gemacht? Dann gerne her mit den Links :-)

Rückblick 2019: ein Lesejahr in Zahlen

Im Jahresrückblick 2017 habe ich mich zum ersten Mal an einer Lesestatistik im Stil einer Infografik versucht. Das hat mir damals so viel Spaß gemacht, dass ich den Rückblick 2018 komplett habe ausfallen lassen ;-)

Spaß beiseite: mir gefällt die Grafik von 2017 immer noch so gut, dass ich sie für 2019 in leicht abgewandelter Form neu aufgelegt habe. Ich präsentiere:

Noch ein Punkt auf der Liste: Lesevorsätze

In Sachen Bücher habe ich mir gar nicht viele Gedanken gemacht. Im Grunde passen die Punkte aus 2018 noch. Dort hatte ich mir vorgenommen, mehr Sachbücher zu lesen, was ich weiterhin für eine gute Idee halte, auch wenn ich das bisher eher in Form in Promibiographien umgesetzt habe, haha.

Ich hatte mir außerdem vorgenommen, Bücher kritischer auszuwählen. Auch das habe ich nicht wirklich umgesetzt; gerade in der Bibliothek greife ich zu allem, was so auf Instagram und Co. „in“ ist (daher stammt wohl der hohe Jugendbuchanteil, wenn ich so drüber nachdenke). Finde ich aber auch nicht so tragisch, schließlich möchte ich lesen, worauf ich gerade Lust habe. Und wenn das dann New Adult Romanzen sind, so be it (ich hab da für meinen nächsten Bibliotheksbesuch schon ein paar im Auge).

Den Vorsatz „weniger Bücher ausleihen“ habe ich komplett über Bord geworfen. Auf Twitter habe ich bereits gescherzt, dass ich meinen SuB wahrscheinlich komplett abbauen werde, ohne ein einziges der Bücher gelesen zu haben, wenn ich weiterhin so viel aussortiere. Aber auch damit käme ich hervorragend klar.

Somit bleiben als Lesevorsätze für 2020: weiterhin lesen, worauf ich Lust habe, nicht stressen lassen, wenn möglich mehr lesen (nicht so viel ablenken lassen – ja, ihr seid gemeint, Twitter, Instagram und Netflix!) UND keine neuen Bücher kaufen. Ich finde, bei 9 Neuzugängen in 2019 sieht das schon ganz gut aus :-D

Vorsätze für 2020

Hallo WordPress. Lange nicht gesehen. Du hast dich so sehr verändert, dass ich gar nicht mehr mit dir zurechtkomme. Trotzdem möchte ich es mal wieder mit diesem „Bloggen“ versuchen. Nachdem ich nun stundenlang nach neuen Themes gesucht, dabei fast das ganze System gecrasht und mein Rezensionslayout zerstört habe, gebe ich auf und lasse alles, wie es ist. Siehst ja auch eigentlich ganz ok aus, auch wenn ein richtiger Neuanfang natürlich symbolträchtiger gewesen wäre.

Dieser Beitrag heißt „Vorsätze für 2020“. Davon gibt es meistens reichlich und umsetzen tut man am Ende keine davon. Das hält mich aber noch lange nicht davon ab, eine lange Liste an Vorsätzen zu machen. Die da wären:

Erwachsen sein und so

  • Arzttermine machen
  • Mich mit meinen Finanzen beschäftigen
  • Öfter kochen
  • Zuhause vegan leben
  • Zucker reduzieren
  • Kommunikativer sein
  • Sich mehr trauen

Obwohl ich in 2019 natürlich nicht die ganze Zeit zuhause war, fühlt es sich an, als hätte ich mich das komplette Jahr in meiner Wohnung versteckt. Viel zu oft habe ich auf der Couch gesessen, mich selbst bemitleidet und keine Motivation für irgendwas aufbringen können. Das wird sich sicherlich nicht von heute auf morgen ändern, aber ich versuche es.

Einfacher umzusetzen wird wahrscheinlich meine Ernährung zu „verbessern“. In 2019 hatte ich auch nicht besonders viel Lust, für mich zu kochen. Das möchte ich dieses Jahr gerne wieder ändern und vielleicht auch ab und zu mal verbloggen.

Zeit für mich

  • Sport machen
  • Urlaub machen
  • Weiter ausmisten und Konsum reduzieren

Ich war seit Monaten nicht mehr beim Sport, obwohl ich im Fitnessstudio angemeldet bin. Voll das Klischee, ich weiß. Abmelden wollte ich mich aber auch nicht, weil ich dann eben auch nicht mehr hingehen KÖNNTE. Nach Weihnachten habe ich nun endlich dem Schweinehund in den Allerwertesten getreten und bin an zwei Tagen zu Kursen gegangen. Außerdem habe ich direkt ein Training für morgen vereinbart, bevor mich die Motivation wieder verlässt. Ich möchte mir (mal wieder) einen Trainingsplan erstellen lassen und diesen dann auch regelmäßig nutzen. Das habe ich mir schon oft vorgenommen. Mal schauen, wie lange es diesmal klappt.

„Urlaub machen“ ist auch immer so eine Sache. Bisher habe ich noch nichts geplant, aber ich möchte gerne in den Urlaub fahren, auch wenn ich keine Begleitung habe. Bisher habe ich mich das (natürlich) noch nie getraut.

In 2019 habe ich zwei Mal meine Bücherregale durchforstet und insgesamt 158 Bücher aussortiert. Ich habe ein paar Sachen bei Ebay Kleinanzeigen verkauft oder verschenkt. Dies möchte ich in 2020 unbedingt weiterführen, vor allem meinem Kleiderschrank soll es an den Kragen gehen. Ich besitze einfach viel zu viel Zeug, das ich nie benutze/trage/lese etc.

Hobbys

  • Bloggen
  • Mehr lesen
  • Neues lernen

Punkt 1 gehe ich gerade an :-) Mal schauen, ob es was langfristiges wird. Ansonsten sollte ich mir langsam doch mal überlegen, die Domain zu kündigen. „Mehr lesen“ klappt auch seit Jahren nur bedingt. Im Dezember hatte ich – angetrieben von Bibliotheksdeadlines – ein kleines Lesehoch, das gerne bleiben darf. Es wäre nur schön, wenn ich dieses Jahr auch mal wieder ein paar eigene Bücher lesen würde, aber dazu an anderer Stelle mehr.


Nun denn, viel zu tun, viel vor. Ich stelle mich jetzt in die Küche und gehe Vorsatz Nummer 2 an. Man liest sich :-)