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[Rezension] Scrappy Little Nobody

Originaltitel:
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Reihe:
-
Seiten: -
Preis: $17.99, Hörbuch
ISBN: 9781508213550
Erscheinungsdatum: 15.11.2016
Bewertung:

Es gibt Schauspieler, von denen würde ich mir wohl alles (außer Horror) ansehen. Oder in diesem Fall anhören. Anna Kendrick gehört dazu. Das erste Mal aufgefallen ist sie mir durch ihre Oscarnominierung für Up in the Air, nach der ich dann ganz überrascht feststellen musste, dass diese offenbar gute Schauspielerin auch bei Twilight in einer Nebenrolle mitspielte.

Neun Jahre später hat Anna Kendrick einen Bekanntheitsgrad erreicht, bei dem sich eine Biographie ganz gut verkauft (Platz 5 der New York Times Bestsellerliste). Oder genauer ausgedrückt „autobiographische Essays“. Es handelt sich nämlich nicht um einen durchgehenden, chronologischen Text, sondern um kurze Anekdoten und Erlebnisse aus Anna Kendricks Vergangenheit, die sie so auch schon in Talkshows zum Besten gegeben hat und die in Hörbuchform jeweils nur ein paar Minuten laufen.

Ich liebe es, Anekdoten von Hollywood Stars zu hören, deswegen schaue ich mir auf Youtube auch so gerne Interviews aus Late Night Shows an. Ich wurde nicht enttäuscht, die Essays sind kurzweilig, lustig und selbstironisch und ermöglichen einen Blick hinter die Hollywoodillusion. Wusstet ihr z. B., dass man zwar für einen Oscar nominiert, aber trotzdem pleite sein kann? Oder dass selbst Drew Barrymore hinter der Bühne die Fassung verliert, wenn sie einen Award gewinnt?

Ich mag es am liebsten, wenn mir die (berühmten) Autoren Ihre Bücher selbst vorlesen. Deshalb: wenn ihr der englischen Sprache mächtig genug seid, kauft euch die Hörbuchversion! Annas quirlige und schnelle Sprechweise unterstützt den Inhalt perfekt. Testet bei Audible vorher die Hörprobe, um zu sehen, ob ihr mit dem Sprechtempo zurechtkommt.


[Rezension] Ich und Earl und das sterbende Mädchen

Originaltitel:
Me & Earl & the Dying Girl
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Themen:
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Reihe:
-
Seiten: 304
Preis: 14,99 €, Hardcover
ISBN: 9783453267848
Erscheinungsdatum: 30.09.2013
Bewertung:

Die Handlung

Greg hat ein einfaches Prinzip: freunde dich mit niemandem an der High School an, dann bleibst du unauffällig und bekommst keine Probleme. Blöderweise erzählt seine Mutter ihm dann, dass seine Mitschülerin Rachel Leukämie hat und er sie doch mal besuchen solle, da sie früher mal irgendwie sowas wie befreundet waren. Rachel wiederum kann auf Gregs Mitleid gut verzichten. Und dann ist da noch Earl, der irgendwie geistesgestört ist und mit Greg zusammen bescheuerte Filme dreht.

Das war gut

Das Buch ist verdammt realitätsnah. Es beschönigt nichts. Da Greg das Buch selbst schreibt, streut er immer wieder Kommentare in die Richtung „Wenn das hier ein Roman wäre, dann…ist es aber nicht“ und dann passiert das genaue Gegenteil :D So ist es halt im richtigen Leben. Da gibt es nicht immer die perfekte Liebe, die perfekten Antworten, die perfekten Enden.

Leider bekommt er in diesem Buch nicht viel Raum, aber Gregs Lehrer Mr. McCarthy war auch toll. Wir brauchen mehr von diesen Lehrern, die sich um ihre Schüler bemühen, an ihren Problemen interessiert sind und lehren wollen statt von denen, die keinen Bock auf ihren Job und ihre Schüler haben.

Das hat mir nicht gefallen

Gregs Erzählweise ist sehr anstrengend. Wie gesagt verfasst er das Buch selbst, liefert dabei aber keine fertige Geschichte ab, sondern schreibt seine Gedanken ungefiltert auf, was dazu führt, dass er zwischendurch den Faden verliert und sich für den Quatsch, den er schreibt, entschuldigt. Da er außerdem Filmemacher ist, schiebt er öfters Gespräche im Drehbuchstil ein.

Greg ist teilweise unerträglich peinlich. Ja, das trägt zum positiven Aspekt Realitätsnähe bei, aber manchmal war es einfach nur noch eklig, Stichwort Alien-Kotze. Hier war der Fremdschämfaktor sehr hoch.

Und daraus folgt

Jesse Andrews liefert mit seinem Debütroman ein interessantes Buch ab, das so ganz anders ist, als andere Titel seines Genres. Das muss man mögen und man muss sich darauf einlassen. Wer sich für die Thematik interessiert, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ aber zu pathetisch fand, ist bei Greg und Earl und seinem sterbenden Mädchen vielleicht besser aufgehoben.