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Cabot, Meg: Der will doch nur spielen

Originaltitel:
Boy Meets Girl
Autor:

Verlag:

Themen:
,
Reihe:
Boy 2 von 3
Seiten: 480
Preis: 8,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783442375677
Erscheinungsdatum: 21.06.2011
Bewertung:

Kate MacKenzie arbeitet in der Personalabteilung des New York Journal und ist nicht nur mit einer unmöglichen Chefin gestraft, die sie und ihre Freundin liebevoll SBT (Schreckliche Büro-Tyrannin) getauft haben, sondern ist derzeit auch noch obdachlos und schläft bei besagter Freundin auf der Couch. Schuld an ihrer Wohnungssituation ist ihr Ex-Freund Dale, der sich weigert sie zu heiraten und auch sonst merkwürdige Ansichten von einer Beziehung hat.
Kates weiteres Unglück beginnt harmlos: mit einem Stück Kuchen. Die hauseigene Kuchenbäckerin Mrs. Lopez verweigert dem unsympathischen Anwalt Stuart Hertzog dieses Dessert und handelt sich damit die Kündigung ein, denn Hertzog ist der Geliebte der SBT. Blöd gelaufen. Noch blöder allerdings, dass Kate aufgrunddessen nicht mehr dazu kommt die schriftliche Abmahnung an Mrs. Lopez fertigzustellen, sondern von der SBT dazu angewiesen wird direkt das Kündigungsschreiben aufzusetzen. Mrs. Lopez verklagt das New York Journal wegen der unrechtmäßigen Kündigung und Kate ist gezwungen, eine eidesstaatliche Erklärung gegenüber Mitch Hertzog abzugeben – noch ein Anwalt und zudem auch noch der Bruder von Stuart. Allerdings ist Mitch sehr viel netter als sein Bruder…und attraktiver.

Nun, man kann sich denken wohin das alles führt, Chick Lit ist in dem Punkt doch sehr vorhersehbar. Der Weg zum Happyend ist allerdings sehr amüsant und die Charaktere sind so überspitzt gezeichnet, dass man sich mit Kate gemeinsam einfach über sie lustig machen MUSS. Die Handlung setzt sich dabei ausschließlich aus E-Mails, Zettelwirtschaften und Direct Messenger zusammen, was ich kurzerhand auf „Zettelroman“ getauft habe. Dies hat mich am Anfang ein wenig geärgert, vor allem weil es von außen nicht ersichtlich ist, letztendlich hat es mich aber nicht mehr gestört. Obwohl man auf die Informationsbereitschaft der einzelnen Charaktere angewiesen ist und so nicht alle Situationen und Begegnungen 100%ig mitbekommt, hatte ich nicht das Gefühl etwas zu verpassen.

An manchen Stellen des Buches war ich allerdings irritiert. Kate ist großer Charmed Fan und schaut sich fast jeden Abend eine Episode an. Und sie ist total begeistert vom DSL Anschluss einer Kollegin. Was ist denn da los? Ein kurzer Blick in das Impressum bringt Aufklärung: „Der will doch nur spielen“ ist ursprünglich schon 2004 erschienen. Da lief Charmed noch im US-Fernsehen und DSL war noch eine Erwähnung wert. Faszinierend.

Zusammengefasst ist das Buch ein unterhaltsamer Frauenroman, der durch seine ungewöhnliche Textgestaltung aus der Masse hervorsticht, ansonsten aber nicht wirklich Innovationen zu bieten hat. Zum Abschalten und Lachen aber sehr gut geeignet :-)

Die Bücher „Um die Ecke geküsst“, „Der will doch nur spielen“ und „Aber bitte für immer“ gehören wohl lose zusammen. Alle drei sind Zettelromane und zumindest die ersten zwei spielen beim New York Journal. Auf dem dritten Buch ist allerdings eine Katze statt eines Hundes abgebildet…wieso dieser Bruch? Sind Katzen jetzt die neuen Hunde?

Die Serie

1. Um die Ecke geküsst
2. Der will doch nur spielen
3. Aber bitte für immer