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Das Jahr der Königskinder: Abstimmung für Juni

Das aktuelle Königskind im Mai ist Der Geruch von Häusern anderer Leute, das ich natürlich bisher noch nicht begonnen habe. Wie in den Vormonaten bin ich spät dran :‘) Auf Instagram findet ihr alle Fotos zur Aktion. Heute startet die Abstimmung für Juni.

Zur Erinnerung: Was ist #JdKöKi?

Jeden Monat möchten wir ein Buch aus dem Königskinder Imprint in „königlichem Glanz“ erstrahlen lassen. Wir werden das Buch lesen und über den Monat verteilt immer wieder über unsere sozialen Kanäle über das Buch sprechen und Fotos posten. Dadurch möchten wir euch zeigen, warum wir die Bücher so besonders finden und euch im Idealfall ebenso für die Geschichten begeistern.

Ihr sollt aber nicht nur passive Mitleser sein! Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr die Bücher mit uns gemeinsam lest und eure Liebe für die Königskinder unter dem Hashtag #JdKöKi mit uns teilt. Deshalb möchten wir euch gerne mit entscheiden lassen, welches Buch als nächstes königlich geehrt wird. Dazu hat sich jeder von uns einen Titel aus dem Königskinder Verlag ausgesucht und zur Wahl gestellt:

Anni (Bücherstapel)

Mein Titel für Mai soll „Zwillingssterne“ von Cristina Moracho sein. Es liegt seit etwa 8 Wochen auf meinem SuB und da ich diesen gerne wieder etwas abbauen möchte ist es das perfekt Buch für den nächsten Monat. Ich hab schon viel gutes über die Lektüre gehört und würde mich gerne selbst von dem Inhalt überzeugen lassen. Das Cover und der Klappentext haben es auf jeden Fall schon geschafft!

Dani (Brösels Bücherregal)

Ich möchte diesmal Jenseits des Meeres von Jon Walter ins Rennen schicken. Eine Geschichte, wie sie aktueller nicht sein könnte: Ein Bürgerkrieg. Ein brennender Hafen und nur noch ein einziges Schiff nimmt Flüchtlinge auf. Malik und sein Opa müssen an Bord kommen, nur wie? Eine der Geschichten, die garantiert kein leichter Tobak ist, aber genau deshalb erzählt werden muss!

Ina (Ina’s Little Bakery)

Ich möchte gerne Marcus von Simone Lia vorschlagen, ein Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft und sicher ein Stimmungsaufheller in diesem tristen Frühjahr. Außerdem liebe ich Flamingos, auch wenn der Flamingo in dieser Geschichte gar keiner ist. Es verspricht interessant zu werden :)

Nanni (Fantasie und Träumerei)

Ich möchte in diesem Monat Cavaliersreise nominieren, weil es eine perfekte Mischung aus Abenteuer und tiefgründigen Gedanken ist. Abgerundet wird das Ganze durch extrem sympathische Protagonisten mit vielen Ecken und Kanten und einem Hang zur Rebellion. Ein Lesevergnügen durch und durch.

Nils (Instagram @bunteschwarzweisswelt)

Mein Kandidat ist wie im letzten Monat Milchmädchen von G.R. Gemin. Das Buch hört sich einfach so interessant und toll an! Ich bin super gespannt, was es mit dem Dorf auf sich hat und warum es sich auf einmal so verändert hat!

Sandy (Nightingale’s Blog)

Ich bleibe bei meiner Nominierung vom letzten Mal.
Es soll Im Jahr des Affen von Que Du Luu sein. Ich würde das Buch gerne lesen, weil mich der kulturelle Aspekt interessiert. Hier wird Familie sicher ein großes Thema sein. Es klingt nach einer Geschichte mit viel Herz.

Meine Wahl

Aller guten Dinge sind drei, deshalb nominiere ich erneut Das Fieber. Nach „Das Schloss in den Wolken“ habe ich Lust darauf, nochmal in die Vergangenheit einzutauchen, auch wenn die beiden Bücher von der Handlung her wohl unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich verspreche mir von dem Buch eine emotionale und spannende Lektüre.

Die Abstimmung

Wir würden uns freuen, wenn ihr einem der Bücher eure Stimme gebt (und dann vielleicht auch mitlest). Das Formular ist vom 19. Mai bis 23. Mai geöffnet!

Hier geht’s zur Abstimmung!

[Rezension] Der Koffer

Originaltitel:
A List of Cages
Autor:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 416
Preis: 19,99 €, Hardcover
ISBN: 9783551560292
Erscheinungsdatum: 24.03.2017
Bewertung:

Im letzten Schuljahr hat der 18-jährige Adam den wohl entspanntesten Nebenjob der Welt: auf dem Papier ist er der Assistent der Schulpsychologin, in der Praxis verbringt er die Stunden damit, rumzusitzen und seinen Freunden Nachrichten zu schicken. Bis er Julian wiedertrifft, der bei der Psychologin in Behandlung ist. Einige Jahre zuvor sind Julians Eltern gestorben und er war ein paar Monate bei Adam und seiner Mutter als Pflegekind untergebracht, bis er von seinem Onkel aufgenommen wurde. Adam freut sich, seinen „kleinen Bruder“ wiederzusehen, doch Julian wirkt verschlossen und ängstlich. Nur ganz langsam schaffen es Adam und seine Freunde, zu Julian durchzudringen und sein großes Geheimnis zu lüften.

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Adam und Julian erzählt. Die beiden Jungs könnten gegensätzlicher nicht sein. Julian ist extrem zurückhaltend, stottert beim Sprechen und traut sich kaum, den Blick zu heben, wenn er angesprochen wird. Adam ist immer fröhlich, kann ADHS-bedingt nicht still sitzen und hat viele Freunde. Die anderen Figuren sind meist durch eine bestimmte Eigenschaft gekennzeichnet und bleiben eher zweidimensional: Julians Onkel und Adams Freund Charlie sind wütend, Jess trägt immer Kopfhörer und Emerald komplizierte Frisuren.

Hauptsächlich geht es aber natürlich um Julian und Adam und die beiden sind besser ausgearbeitet. Die Freundschaft der beiden ist mein Highlight des Buches. Es passiert mir selten, dass ich beim Lesen eines Buches weinen muss, aber Robin Roe erschafft so plastische Bilder vor dem inneren Auge, dass ich gar nicht anders konnte.

Die Autorin war in der Jugendberatung tätig und ist Sonderpädagogin an einer High School, von daher gehe ich davon aus, dass sie weiß, wovon sie schreibt. Gerade deshalb finde ich es so schade, dass sie im Nachwort nicht auf die problematischen Entscheidungen Adams eingeht oder es einen entsprechenden Anhang gibt. Es mag ein realistisches Porträt sein, aber sollte man der Zielgruppe nicht zumindest am Ende erklären, warum dieses Verhalten nicht ok ist und sie es im Falle eines Falles auf jeden Fall anders machen sollten?

Spoiler

Positiv aufgefallen sind mir, dass es zwar eine Romanze im Buch gibt, diese aber eine sehr untergeordnete Rolle spielt und die Handlung nicht stört. Außerdem endet das Buch nicht an einer typischen Stelle, sondern beleuchtet auch den Nachgang des emotionalen Höhepunkts. Das Ende selbst war mir allerdings zu klischeebehaftet und amerikanisch. Es gibt da so einen bestimmten Kunstgriff, mit dem Probleme aus der Welt geschafft werden, der mich stört. Insgesamt ist Der Koffer aber ein gelungenes Debüt, das einen emotional mitreißt und vielschichtige Themen aufgreift.

Weitere Meinungen

Kielfeder mit 5 von 5 Federn
Ina’s Little Bakery mit 5 von 5 Cupcakes


Das Jahr der Königskinder: Abstimmung für Mai

Im April lesen wir aktuell Der Koffer von Robin Roe. Ich hoffe, das Buch nach meiner aktuellen Lektüre beginnenn zu können, das Osterwochenende bietet sich dafür ja an. Auf Instagram findet ihr alle Fotos zur Aktion. Heute startet dann auch schon die Abstimmung für Mai.

Zur Erinnerung: Was ist #JdKöKi?

Jeden Monat möchten wir ein Buch aus dem Königskinder Imprint in „königlichem Glanz“ erstrahlen lassen. Wir werden das Buch lesen und über den Monat verteilt immer wieder über unsere sozialen Kanäle über das Buch sprechen und Fotos posten. Dadurch möchten wir euch zeigen, warum wir die Bücher so besonders finden und euch im Idealfall ebenso für die Geschichten begeistern.

Ihr sollt aber nicht nur passive Mitleser sein! Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr die Bücher mit uns gemeinsam lest und eure Liebe für die Königskinder unter dem Hashtag #JdKöKi mit uns teilt. Deshalb möchten wir euch gerne mit entscheiden lassen, welches Buch als nächstes königlich geehrt wird. Dazu hat sich jeder von uns einen Titel aus dem Königskinder Verlag ausgesucht und zur Wahl gestellt:

Anni (Bücherstapel)

Mein Kandidat für Mai soll Löffelglück von Tracy Holczer sein. Warum? Es war neben „Der Koffer“ schon mein Favorit im letzen Monat. Wenn ich den Inhalt lese denke ich an eine zuckersüße Geschichte, die man nur gern haben kann. Eine Mumie mit Brille und ein Suppenrestaurant namens Löffel? Ich mag das Buch jetzt schon!

Dani (Brösels Bücherregal)

Ich entscheide mich für: Die wahre Geschichte von Regen und Sturm von Ann M. Martin. Das erste Adjektiv, das mir für dieses Kinderbuch einfällt ist: stark. Ein starkes Kinderbuch, dass ich schon so oft empfohlen habe, weil es sich beim Lesen ganz nah an die Herzgegend lehnt. Ein Buch über Worte, die Liebe zu Worten, Freundschaft, Familie und so viel mehr. Ein Buch, das gegen Ende das Kinn zittern und die Augen glänzen lässt.

Ina (Ina’s Little Bakery)

Ich nehme die Nominierung für den Jugendliteraturpreis 2017 *yay* zum Anlass, Der Geruch von Häusern anderer Leute endlich aus seiner Folie zu befreien und zu lesen. Es klingt außergewöhnlich und so wie ein echtes Herzensbuch eben klingen muss :)

Nanni (Fantasie und Träumerei)

ich nominiere Wörter auf Papier von Vine Vawter, weil es meine erste große Königskinder-Liebe war und weil es voller Herzensmomente steckt. Es ist eine Art Biografie des Autors, der wegen seines Stotterns vielen Hürden begegnete. Herausforderungen, denen er mutig ins Auge blickte.

Nils (Instagram @bunteschwarzweisswelt)

Mein Kandidat ist Milchmädchen von G.R. Gemin. Ich finde das Buch hört sich einfach nur unglaublich toll an! Ich bin total neugierig, was es mit dem Dorf auf sich hat.

Sandy (Nightingale’s Blog)

Bei mir soll es Im Jahr des Affen von Que Du Luu sein, welches ja auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden ist. Ich würde das Buch gerne lesen, weil mich der kulturelle Aspekt und das Thema Anderssein sehr interessiert. Es klingt nach einer bunten, quirligen Geschichte mit viel Herz.

Meine Wahl

Ich möchte für Mai nochmal Das Fieber nominieren. Nach „Das Schloss in den Wolken“ habe ich Lust darauf, gleich nochmal in die Vergangenheit einzutauchen, auch wenn die beiden Bücher von der Handlung her wohl unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich verspreche mir von dem Buch eine emotionale und spannende Lektüre.

Die Abstimmung

Wir würden uns freuen, wenn ihr einem der Bücher eure Stimme gebt (und dann vielleicht auch mitlest). Das Formular ist vom 14. April bis 18. April geöffnet!

Hier geht’s zur Abstimmung!

[Rezension] Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eine Gentlemans

Originaltitel:
The Gentleman's Guide to Vice and Virtue
Autor:

Verlag:

Themen:
, , ,
Reihe:
-
Seiten: 496
Preis: 19,99 €, Hardcover
ISBN: 9783551560384
Erscheinungsdatum: 24.03.2017
Bewertung:

Der junge Adelige Henry ist das schwarze Schaf der Familie Montague. Für gewöhnlich trifft man ihn nackt oder betrunken an, oft auch beides gleichzeitig. Nachdem das renommierte Eton College ihn aufgrund von unsittlichem Verhalten rausgeworfen hat, gibt sein prügelnder Vater ihm noch eine Chance, seinen Ruf zu retten: ein Jahr lang soll er auf seiner Cavaliersreise durch das europäische Festland Anstand zeigen, Kontakte knüpfen und seinen kulturellen Horizont erweitern, bevor er zum Oberhaupt der Familie ernannt wird. Begleitet wird er dabei neben einem Tutor von seinem besten Freund und heimlichen großen Liebe Percy und seiner jüngeren Schwester Felicity.

Neben seinen Gefühlen für Percy kämpft Henry auf dieser Reise gegen seine Schwester, Wegelagerer, Piraten, sich selbst und um sein Leben. Außerdem muss er feststellen, dass auch Percy und Felicity so einige Geheimnisse haben.

Cavaliersreise spielt im 18. Jahrhundert, ist aber nicht mal halb so verstaubt, wie das Setting vermuten lässt. Die Autorin Mackenzi Lee stattet den Abenteuerroman mit einer bunten Charaktermischung aus. Hauptfigur Henry, der verwöhnte Adelsjunge, der sich gleichermaßen mit Frauen und Männern vergnügt und dem Alkohol sehr zugeneigt ist, entspricht dem Klischee des reichen Nichtsnutzes. Viel spannender dagegen sind seine Reisebegleiter. Percy stammt aus gutem Hause, hat es als gemischtrassiger Engländer aber sehr schwer, von seinen Mitmenschen anerkannt zu werden. Er steht dadurch oft im Schatten von Henry, hat aber trotzdem eine eigene starke Meinung und zeigt das auch. Felicity, Henrys jüngere Schwester, soll eigentlich nur bis zu einem Mädcheninternat mitreisen, entpuppt sich allerdings im Laufe der Geschichte als wertvolles Mitglied des Trios. Sie kämpft für Gleichberechtigung und will Ärztin statt Ehefrau werden.

Die Rufe nach Diversity in Büchern werden immer lauter. Glücklicherweise haben das auch die Verlage erkannt und geben Autoren wie Mackenzi Lee eine Plattform. Ihr Buch beweist, dass sich ein spannender Abenteuerroman und kritische Themen wie Sexualität und Feminismus nicht ausschließen, sondern ergänzen können. Ich hoffe sehr, dass Cavaliersreise auch in Deutschland sein Publikum findet und wir noch weitere Bücher der Autorin zu lesen bekommen. Ich freue mich drauf.