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Hoshi wa Utau

Sakuyas 18. Geburtstag verläuft ganz anders als geplant. Untypisch für ihn schlägt ihr Cousin und Mitbewohner Kanade eine Feier vor und lädt dann auch noch einen Freund namens Chihiro ein, den Sakuya nicht kennt. Deshalb geht sie natürlich davon aus, dass er ein Bekannter von Kanade ist. Erst als er sich bereits verabschiedet hat erkennen die beiden, dass Chihiro ein Fremder war und sie ihn beide noch nie gesehen haben. Sakuya ist fasziniert von dem mysteriösen Fremden, der ihr Herz zum Klopfen bringt und beschließt, ihn zu suchen. Doch als sie ihn endlich findet, ist er charakterlich vollkommen verändert. Der liebenswerte junge Mann, als den sie ihn kennengelernt hat, sieht sie mit tieftraurigen Augen an, erklärt die Realität für bedeutungslos und wirft Sakuya an den Kopf, sie nicht ausstehen zu können. Sakuya nimmt diese Begegnung sehr mit, denn sie hat sich in Chihiro verliebt und versteht nicht, womit sie diese Ablehnung verdient hat. Und als wäre die Situation nicht schon vertrackt genug, taucht Chihiro ein paar Tage später als neuer Schüler in ihrer Klasse auf. Wie soll das gutgehen?

Wer Natsuki Takayas Serie Fruits Basket bereits kennt weiß, dass die Mangaka in ihren Geschichten eher leise Töne anschlägt und keine actionreichen Manga zeichnet. Und so ist auch Hoshi wa Utau eine Geschichte, die sich Zeit lässt, langsam entwickelt und von ihrer träumerischen Atmosphäre lebt.

Titel:
Hoshi wa Utau

Twinkle Stars
Erscheinungsjahr(e)
2007 – 2011

seit 2010
Bände:
11

bisher 3

Charaktere

Hoshi wa Utau: Shiina Sakuya Sakuya Shiina feiert im ersten Kapitel ihren 18. Geburtstag und bekommt Besuch von Chihiro, den sie aber gar nicht kennt. Sie verliebt sich in den mysteriösen Jugendlichen, doch er macht ihr unmissverständlich klar, dass er er sie nicht leiden kann, sodass Sakuya nicht weiß wie sie mit ihm umgehen soll. Sakuya liebt die Sterne und hat mit Hijiri und Yuri den „Freundeskreis zur Förderung der Sternguckkunst“ gegründet. Sie wohnt bei ihrem Cousin Kanade, weil ihr Vater sie aus dem Haus geworfen hat.
Hoshi wa Utau: Aoi Chihiro Chihiro Aoi taucht ganz unvermittelt an Sakuyas Geburtstag auf und schenkt ihr ein Kleid, obwohl Sakuya keine Ahnung hat, wer er überhaupt ist. Später verhält er sich Sakuya gegenüber sehr abweisend und behauptet, sie nicht leiden zu können. Kurz darauf kommt er als neuer Schüler an Sakuyas Klasse, was es für sie natürlich schwierig macht, sich von ihm fernzuhalten, besonders nachdem er eher unfreiwillig Mitglied ihres Sternenclubs wird.
Hoshi wa Utau: Honjo Hijiri Hijiri Honjo, Spitzname Sei-chan, ist die beste Freundin von Sakuya und stammt aus einem reichen Haushalt. Gemeinsam mit Sakuya und Yuri hat sie den Freundeskreis zur Förderung der Sternguckkunst gegründet. Sie gilt zusammen mit der Schülersprecherin als Schulschönheit. Ihr hübsches Äußeres täuscht aber nicht über ihre sarkastische und gifte Art hinweg, die sie allen außer Sakuya gegenüber an den Tag legt.
Hoshi wa Utau: Murakami Yuri Yuri Murakami ist der dritte im Bunde der Sternenclubgründer. Für sein Alter ist er recht klein geraten und kann Kommentare, die auf seine Größe abzielen, nicht leiden. Insgesamt ist er ein eher aufbrausender Charakter, der sich schnell angegriffen fühlt, sich andererseits wenn nötig aber auch mit Worten und Fäusten für seine Freunde einsetzt. Er ist ganz offensichtlich in Sakuya verliebt, traut sich aber nicht, ihr seine Gefühle zu gestehen.
Hoshi wa Utau: Miyako Kanade Kanade Miyako ist Sakuyas Cousin. Sie wohnt bei ihm, weil ihr Vater sie vor die Tür gesetzt hat. Kanade verlässt das Haus nicht und hat keinen Job, stattdessen beschäftigt er sich mit Töpfern und kümmert sich einigermaßen um den Haushalt. Er lässt Sakuya für sich schuften, was bei den Leuten für Gerede sorgt. Yuri kann ihn nicht leiden und bezeichnet ihn als Nulpe.
Hoshi wa Utau oder Twinkle Stars, wie die Serie in Deutschland heißt, kann definitiv nicht mit Natsuki Takayas vorheriger Serie Fruits Basket mithalten, bietet Fans der Mangaka aber trotzdem gewohnt solide Unterhaltung. Leider wirken einige der Charaktere wie Abklatsche aus eben jenem Fruits Basket. Sakuya scheint Toru mit kurzen Haaren zu sein, während Yuri ähnlich gestrickt ist wie Kyo. Und Hijiri könnte mit ihrer sarkastischen Art durchaus als Hanajimas dunkle Schwester durchgehen. Mir gefällt Twinkle Stars trotzdem bisher ganz gut und ich bin gespannt darauf, wieso Chihiro anfangs zu Sakuyas Geburtstag gekommen ist und wieso er sich ihr gegenüber so abweisend verhält.

Eien no Honey

In Eien no Honey geht es um das Mädchen Honey, das ihrem etwas vertrottelten und unbeholfenen Vater Keita dabei hilft, der Frau im Fotogeschäft näher zu kommen, in die er verliebt ist. Dabei wirken die Verhältnisse wie umgekehrt, denn Honey führt sich erwachsener auf als sie ist und ihr Vater wirkt dagegen eher wie ein Kleinkind. Honey zwingt ihren Vater dazu, einen komplett neuen Menschen aus sich machen zu lassen. Er bekommt einen neuen Haarschnitt, die Brille kommt weg und er wird neu eingekleidet. So soll er Yamanami, die Frau aus dem Geschäft, fragen ob sie mit ihm ausgeht. Trotz seiner Unbeholfenheit gelingt es Keita, sich mit Yamanami zu verabreden. Für Honey hat ihre Kuppelei allerdings einen weitaus wichtigeren Grund als einfach nur eine neue Frau für ihren Vater zu finden. Sie wünscht sich eine Stütze für ihn, die ihn unterstützt und tröstet, wenn er wieder in die Realität zurückfindet und etwas wichtiges erkennt, was er bisher verdrängt hat…

Titel:
Eien no Honey

Erscheinungsjahr(e)
2004

Bände:
keiner, Kurzgeschichte*

*2010 wurde die Geschichte im Manga Hitoritachi mit abgedruckt.

Charaktere

Eien no Honey: Ozuka Honey Ozuka Honey ist ein kleines Mädchen, dass sich die meiste Zeit über erwachsener verhält, als es eigentlich ist. Ohne sie ist ihr Vater aufgeschmissen. Sie scheint alles zu durchschauen und gibt ihrem Vater Tipps, wie er Yamanami, in die er verliebt ist, erobern kann. Honey wirkt so, als wäre sie von dem Verhalten ihres Vaters genervt und er ihr lästig, aber in Wirklichkeit liebt sie ihn über alles. Sie liebt ihn so sehr, dass sie bei ihm bleibt, obwohl sie längst tot ist. Sie ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Aber weil sie sich Sorgen um ihren Vater macht, bleibt sie bei ihm. Bis er alleine zurecht kommt.

Eien no Honey: Ozuka Keita Ozuka Keita ist Honeys Vater und arbeitet als freiberuflicher Fotograf. Seine Frau hat ihn verlassen, als Honey noch ein Baby war. Er ist sehr tollpatschig und scheint ohne seine Tochter vollkommen aufgeschmissen zu sein. Er verliebt sich in Yamanami, die in dem Fotogeschäft arbeitet, in dem er immer seine Filme entwickeln lässt. Mit Honeys Ratschlägen schafft er es, Yamanami näher zu kommen. Er fällt aus allen Wolken, als auf einem Foto, auf dem eigentlich auch Honey sein müsste, nur er und Yamanami zu sehen sind. Er hatte Honeys Tod verdrängt und deshalb überhaupt nicht bemerkt, dass nur er Honey sehen konnte. Am Ende ist er jedoch soweit, Honey loszulassen, sodass sie gehen kann und er gründet mit Yamanami eine neue Familie.

Eien no Honey: Yamanami Yamanami, ihr Vorname wird nicht erwähnt. Sie arbeitet in dem Fotogeschäft, in dem Honeys Vater seine Bilder entwickeln lässt. Sie bewundert seine Arbeiten. Erst durch sie erkennt Keita, dass seine Tochter nicht mehr am Leben ist. Yamanami wird Keitas Frau und die beiden bekommen ein Kind, das vielleicht sogar Honeys Wiedergeburt ist.


Eien no Honey ist einer der schönsten Mangakurzgeschichten, die ich je gelesen habe. Mir kamen wirklich Tränen in die Augen, denn im letzten Drittel der Geschichte gibt es eine für mich sehr überraschende Wendung. Die schönen Zeichnungen unterstützen den positiven Eindruck. Einfach ein rundum perfekte Kurzgeschichte, der auf den letzten Seiten unglaublich traurig ist.