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Grant, Michael: Gone 2 – Hunger

Originaltitel:
Gone 2 - Hunger
Autor:

Verlag:

Themen:
, , ,
Reihe:
Gone 2 von 6
Seiten: 496
Preis: 17,95 €, Hardcover
ISBN: 9783473353224
Erscheinungsdatum: November 2010
Bewertung:

Nach dem Ende des ersten Buches hat Sam, der Bürgermeister der FAYZ, immer noch alle Hände voll zu tun. Nachdem die Kinder und Jugendlichen sich hauptsächlich von Keksen und Konservendosen ernährt haben sind Fleisch und Gemüse verdorben, das Essen geht zur Neige. Abhilfe könnten die Felder außerhalb der Stadt schaffen, doch die ernten sich nicht von allein. Sam und sein Team schaffen es trotz aller Bemühungen nicht, genügend arbeitsfähige Kinder für die Ernte zu mobilisieren. Die Überlebenden verbringen ihre Tage lieber damit, vor dem Fernseher zu hocken oder zu spielen, ohne sich dem Ernst der Lage bewusst zu sein. Erschwerend kommt hinzu, dass die Felder nach und nach von Killerwürmern in Beschlag genommen werden, die ein gefahrloses Betreten unmöglich machen, wie einer der Jugendlichen schmerzhaft am eigenen Leib erfahren muss.
Am liebsten würde Sam seinen Job einfach hinschmeißen, da er sich mit der Situation trotz Unterstützung von Astrid und Co. überfordert fühlt. Doch die plötzliche Rückkehr von Caine ins Geschehen lässt Sam kaum zu Atem kommen. Drei Monate war Caine außer Gefecht gesetzt. Und kaum ist wieder auf den Beinen, will er sich das Kraftwerk unter den Nagel reißen, um Druck auf die Stadt auszuüben. Wer den Strom hat, hat die Macht.

Im zweiten Teil der auf sechs Bücher angelegten Reihe passiert wieder so viel in so kurzer Zeit, dass einem selbst kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt. Während Sam z. B. in der Stadt noch mit der Essensbeschaffung zugange ist und Caine seine Pläne schmiedet, hat die Heilerin Lana ganz andere Vorstellungen davon, was zu tun ist. Sie will die Dunkelheit in der Mine vernichten, da diese sie nicht in Ruhe lässt und sie in Gedanken zu sich ruft. Gegen Ende verdichten sich die Handlungsstränge und führen alle Protagonisten hinaus in die karge Landschaft, um eine weitere Katastrophe zu verhindern.

Gleichzeitig entwickelt sich in der Stadt ein Hass auf die Kinder mit Fähigkeiten. Die „Normalos“ bezeichnen diese abfällig als Freaks und als versehentlich ein Normalo getötet wird, eskaliert die Situation. Unter der Führung eines Jungen namens Zil formiert sich eine Gruppe, die sich „Human Crew“ nennt und für Gerechtigkeit sorgen will, indem sie andere normale Kinder gegen die Mutierten aufstachelt und zur Hetzjagd aufruft. Dieser sich aufbauende Konflikt könnte im nächsten Band für reichlich Zündstoff sorgen, wie die kurze Leseprobe bereits vermuten lässt.

Die Geschehnisse in Gone 2 – Hunger bestätigen meine Einschätzung, dass die Reihe sich an Jugendliche ab mindestens 14 Jahre richtet, auch wenn der Ravensburger Verlag auf seiner Website an der Altersempfehlung ab 12 festhält. Allein der Anfang, als ein Jugendlicher vor den Augen seiner Freunde von den Würmern bis auf die Knochen abgenagt wird, ist so grausam, dass ich schockiert war. Michael Grant erspart seinen Protagonisten keine Tortur und scheint dem Horror sehr zugetan zu sein. So lässt er sein Buch auch genretypisch mit einer albtraumhaften Szene enden, die bei mir für Gänsehaut sorgte :-(
Obwohl meine Lektüre des ersten Teils bereits einige Zeit zurückliegt, hatte ich keine Schwierigkeiten, mich wieder in die Geschichte einzufinden. Mindestens so spannend wie Teil 1!


Grant, Michael: Gone 1 – Verloren

Originaltitel:
Gone
Autor:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
Gone 1 von 6
Seiten: 512
Preis: 17,95 €, Hardcover
ISBN: 9783473353163
Erscheinungsdatum: 01.03.2010
Bewertung:

Eines morgens verschwinden plötzlich sämtliche Menschen, die 15 Jahre und älter sind aus Perdido Beach. Von einer auf die andere Sekunde sind sie einfach weg, verpufft. Sam und seine Freunde können sich den Grund nicht erklären. Gleichzeitig umschließt eine undurchdringliche Barriere die Stadt, die nicht nur eine Flucht oder Hilfe von außen unmöglich macht, sondern auch die Gesetze des Universums auf den Kopf zu stellen scheint. Plötzlich gibt es Schlangen mit Flügeln, sprechende Hyänen und einige der Kinder, darunter auch Sam, besitzen übernatürliche Fähigkeiten. Sam bleiben nur 299 Stunden, um einen Ausweg zu finden, denn dann wird er selbst 15 Jahre alt.
Doch wie organisiert man eine Stadt, in der nur Kinder leben und von denen viele noch zu jung sind, um die Situation überhaupt zu erfassen und einige nur darauf aus sind, Chaos und Terror zu verbreiten?

Die Grundidee mit der Barriere hat mich sofort an Stephen Kings „Die Arena“ erinnert…und an den Simpsonsfilm. „Die Arena“ habe ich nicht gelesen, aber mit den Simpsons hat Gone rein gar nichts zu tun. Die Geschichte ist sehr mitreißend geschrieben, der Countdown zu Sams Geburtstag am Anfang jedes Kapitels sorgt noch für zusätzliche Spannung. Das Furchteinflößende an der Geschichte ist, dass ich mir genau vorstellen kann, dass die im Buch beschriebenen Vorkommnisse auch wirklich so passieren könnten (mal von der Sache mit dem Übernatürlichen abgesehen). Menschen sind einfach grausam. Schade finde ich, dass Gone wieder einmal Teil 1 einer Trilogie ist. Momentan scheint es Jugendbuchautoren einfach unmöglich zu sein, ihre Geschichte in einem einzigen Buch unterzubringen. Die Leseprobe am Ende des Buches verheißt aber auf jeden Fall weitere Spannung, sodass ich wohl auch Teil 2 lesen werde.

Ravensburger führt Gone auf seiner Website unter „Jugendbücher ab 12“, ich persönlich würde es aber eher ab 14 empfehlen.