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[Rezension] Das Mädchen, das Geschichten fängt

Originaltitel:
The Archived
Autor:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
The Archived 1 von 2
Seiten: 432
Preis: 13,99 €, Trade Paperback
ISBN: 9783453410336
Erscheinungsdatum: 14.07.2014
Bewertung:

Die Handlung

In Mackenzie Bishops Welt wird nach dem Tod eines Menschen dessen Lebensgeschichte archiviert. Diese Lebensgeschichte wird Chronik genannt und sieht aus wie die Person, die sie einmal war. In den Schubladen des Archivs schlafen die Chroniken friedlich – jedenfalls meistens. Wenn eine Chronik aufwacht, kommt Mackenzie ins Spiel. Sie ist eine Wächterin und muss die entlaufenen Geschichten schnellstmöglich wieder einfangen, bevor sie wahnsinnig werden und aus der Zwischenwelt von Archiv und Wirklichkeit entkommen können.

Das war gut

Die Idee, die Lebensgeschichten der Menschen in körperlicher Form in einem Archiv abzulegen, ist sehr faszinierend und originell, auch wenn ich mich frage, welchen Sinn das haben sollte :D Die Autorin hat auf jeden Fall eine einzigartige Welt entworfen, die einem so noch nicht begegnet ist. Das passiert leider inzwischen viel zu selten.

Es macht sehr viel Spaß, das ehemalige Coronado Hotel zusammen mit Mac zu erkunden und in Wänden und Fußböden dessen Geschichte zu lesen. Diese Fähigkeit hätte ich auch gerne! Allerdings ohne die Nebenwirkungen.

Das Archiv selbst natürlich. Voller verwinkelter Räume, einem Haufen mehr oder weniger netten Bibliothekare, einer mysteriösen Aura und vollgestopft mit Geschichte und Geheimnissen. Wie gerne würde ich das mal in echt sehen!

Das hat mir nicht gefallen

Wes bleibt mir zu blass. Er ist der typische mysteriöse männliche Protagonist, der verführerisch lächelt, immer zur Stelle und auf seine ganz individuelle Art und Weise attraktiv ist (Wers mag: Eyeliner sieht für mich nur an Johnny Depp und Nestor Carbonell gut aus und die stacheligen Haare fand ich auch nicht so sexy). Ansonsten erfährt man leider kaum was über ihn. Vielleicht ändert sich das im zweiten Band.

Ich möchte mehr Informationen zum Archiv! Warum existiert ist und wieso müssen die Chroniken aufbewahrt werden? Was lesen die Bibliothekare in ihnen und wofür benötigen sie es? Auch hier hoffe ich auf den zweiten Band.

Und daraus folgt

Victoria Schwabs Bücher werden anscheinend nicht ohne Grund in den Himmel gelobt, denn Das Mädchen, das Geschichten fängt war echt toll! Ich freue mich schon darauf, Mackenzie im zweiten Band wieder bei der Jagd nach Chroniken zu begleiten. Will sagen: Heyne, wo bleibt die Ankündigung für Band 2?? Und wenn ihr schon dabei seid, macht Victoria Schwab doch gleich zur weiblichen Cody McFadyen und kauft ihr auch Band 3 ab. Ich würds lesen!

Die Reihe

Das Mädchen das Geschichten fängt The Unbound (The Archived, #2)


[Rezension] Lines of Yesterday

Originaltitel:
-
Autor:

Verlag:

Themen:

Reihe:
Promises of Forever 1
Seiten: 200
Preis: 2,99 €, E-Book
ISBN: -
Erscheinungsdatum: 06.2014
Bewertung:

Die Handlung

Violets Leben ist bereits vollkommen durchgeplant. Jura studieren, Anwältin werden, ihren Freund Jared heiraten. Nur sind das alles nicht wirklich Violets Pläne, sondern die ihrer Mutter und Jareds. Das Schicksal hat jedoch andere Pläne, denn an ihrem ersten Tag am College läuft Violet ihrem attraktiven Kindheitsfreund Devin über den Weg, der ihrem Wiedersehen schon lange entgegengefiebert hat.

Das war gut

Die Charaktere sind durchweg sympathisch und könnten einem jederzeit wirklich auf der Straße begegnen. Die Autorin verzichtet auf die üblichen Klischees: es gibt keinen mysteriösen, schweigsamen Bad Boy mit der Last der Welt auf den Schultern und Violets Freund Jared ist kein Arschloch, sodass eine Trennung unvermeidlich ist, sondern stattdessen ein netter Kerl. DANKE!

Auch beim Genrestempel New Adult habe ich Klischees befürchtet. Zu oft bedeutet diese Zuordnung gleichzeitig „Softporno“ und nicht mehr, worauf bei Lines of Yesterday glücklicherweise verzichtet wird. Vielmehr ist es eine romantische Liebesgeschichte am College. Das gefällt mir viel besser so :)

Devin und Violet haben eine gemeinsame Vergangenheit, was eine willkommene Abwechslung zum „Liebe auf den ersten Blick“ Einerlei ist!

Das hat mir nicht gefallen

Die Disneyvergleiche sind an und für sich eine lustige Idee, wurden aber nach einer Weile langweilig, weil sie sich alle ähnelten. Genauso ist mir vermehrt die Formulierung „Ich schluckte hart“ aufgefallen. Da musste ich im weiteren Verlauf immer hart schlucken, wenn ich das gelesen habe ;) Weniger ist mehr.

Und daraus folgt

Lines of Yesterday ist eine unterhaltsame und kurzweilige Geschichte, die sich perfekt als entspannte Sommerlektüre eignet. Die Figuren sind glaubwürdig, nah am echten Leben angesiedelt und die Handlung frei von künstlichen Dramen. Was will man mehr? Wer auf der Suche nach einem leichten Roman für zwischendurch ist, der ist mit dem Buch auf jeden Fall gut bedient.

Die Reihe

Lines of Yesterday Pain of Today Hope of Tomorrow (Promises of Forever, #3)


Darnell, Melissa: Herzblut – Gegen alle Regeln

Originaltitel:
Crave
Autor:

Verlag:

Themen:
, , ,
Reihe:
The Clann 1 von 4
Seiten: 400
Preis: 12,99 €, Trade Paperback
ISBN: 9783862785131
Erscheinungsdatum: März 2013
Bewertung:

Die Handlung

Seit der vierten Klasse wir Savannah von ihren ehemals besten Freunden und sämtlichen anderen Mitgliedern des Clanns geschnitten und mit Hass überschüttet. Erst als Savannah schwer krank wird und danach merkwürdige Fähigkeiten entwickelt, enthüllen ihre Eltern den Grund dafür: Die Nachfahren des Clanns besitzen alle magische Kräfte und haben Savannahs Mutter und Großmutter verstoßen. Aber natürlich kommt es, wie es kommen muss: Savannah ist schon immer in ihren besten Freund aus Kindertagen, Tristan, verliebt. Und auch er hat Gefühle für sie, obwohl die beiden sich voneinander fernhalten sollen.

Das war gut

Auch wenn die Idee nicht gerade neu ist, gefiel mir Savannahs und Tristans Traumverbindung sehr gut. Überhaupt sind die magischen Fähigkeiten im Buch interessant, aber leider unterrepräsentiert. Vampire und Hexen sind in Melissa Darnells Buch Erzfeinde. Cool. Aber warum? In dem Zusammenhang finde ich Savannahs Familiengeschichte auch faszinierend. Was mich an den Folgebänden reizen würde ist die Frage, ob sie wirklich einzigartig ist, oder es noch Andere wie sie gibt.

Das hat mir nicht gefallen

Wo soll man da anfangen? Die Figuren sind alle so stereotyp gestaltet, dass es mir nur noch ein lahmes Gähnen entlockt. Savannah, das unschuldige Mädchen von nebenan, das doch eigentlich nur von allen gemocht werden will und die Schuld für alles bei sich selbst sucht. Tristan, der mysteriöse, gutaussehende Typ, den alle wollen und der allein durch seine (wenn auch nicht ganz freiwillige) abweisende Haltung zum Objekt der Begierde wird. Die Nebenfiguren beinhalten das männliche Macho-Arschloch, zickige Lästermädchen und eine Handvoll Eltern, die ihre Kinder am liebsten wie Marionetten lenken und denen man nicht vertrauen kann oder will.

Savannah. Sind Teenager wirklich so dumm? Alle ihre inneren Zwiegespräche enden mit „Nein, ich kann nicht mit meinen Eltern reden WEIL.“ Weil die Autorin das so will und es ja viel zu einfach ist, etwas durch ein Gespräch mit Erwachsenen zu lösen und das Buch dann viel zu schnell zuende wäre. Auch mit Tristan spricht sie nicht. Generell hatte ich eher das Gefühl, dass die zwei nicht freiwillig ineinander verliebt sind, sondern ihre Liebe allein von ihren Genen, Fähigkeiten oder sonstigem ausgeht. Keine besonders romantische Vorstellung.

Und daraus folgt

Dieses Buch ist viel zu lang. Man hätte die Handlung gut und gerne um die Hälfte straffen können und sich dabei vielleicht sogar eine der Fortsetzungen gespart. Dass Savannah ein Hobby hat ist ja schön und gut, trägt aber nicht viel zu den eigentlichen Hauptthemen des Buches – Der Clann, Hexen, Vampire, möglicher Krieg – bei. Die Liebesgeschichte ist für mich nicht nachvollziehbar genug. Warum verlieben sich die beiden ineinander? „Weil sie es nicht dürfen!“ reicht mir nicht als Grund. Auch wird mal wieder mit Erklärungen gegeizt, damit noch genug Stoff für die folgenden Bände übrig ist (?)

Die folgenden Bücher werden leider ohne mich als Leserin auskommen müssen, denn wenn sie genauso gestreckt sind wie Teil 1, kann ich gut darauf verzichten.

Die Reihe

Herzblut - Gegen alle Regeln Herzblut - Stärker als der Tod Herzblut - Wenn die Nacht stirbt Capture (The Clann #4)


Gesamtprogramm Darkiss


Rush, Jennifer: Escape

Originaltitel:
Altered
Autor:

Verlag:

Themen:
, , ,
Reihe:
Altered 1 von 3(?)
Seiten: 320
Preis: 12,95 €, Trade Paperback
ISBN: 9783785575161
Erscheinungsdatum: 16.01.2013
Bewertung:

Die Handlung

Ich empfehle euch, sofern noch nicht geschehen, den deutschen Klappentext nicht zu lesen, da er zuviel von der Handlung verrät. Deshalb an dieser Stelle nur so viel: es geht um die Jugendliche Anna, die zusammen mit ihrem Vater ein genetisches Projekt betreut, das aus den vier jungen Männern Sam, Trev, Cas und Nick besteht, die in einem Labor in Annas Keller leben. Als die Jungs von der „Sektion“ abgeholt werden sollen, fliehen sie zusammen mit Anna und machen sich auf die Suche nach Sams Vergangenheit.

Das war gut

Ich habe das Buch im Rahmen einer Notizbuchrunde gelesen und hatte sehr viel Spaß daran, das Buch mit meinen Gedanken vollzukritzeln. Vielleicht war es deshalb auch ganz gut, dass es mir nicht so gut gefallen hat, sonst hätte ich vielleicht nicht so viel zu sagen gehabt ;)

Mir gefällt die Grundidee sehr gut, eine Art Bourne Identität für Jugendliche zu schaffen. Ich hätte mir aber mehr Erklärungen gewünscht. Zu welcher Zeit spielt z. B. die Handlung? Es wirkt nicht wie eine zukünftige Gesellschaft und ich möchte mir einfach nicht vorstellen, dass in den heutigen USA Menschenversuche von der Regierung abgesegnet werden.

Die fünf Hauptcharaktere waren für mich gut unterscheidbar, alle hatten ihren eigenen Kopf und wirkten nicht wie der Klon des jeweils anderen. Besonders gefallen haben mir Trev, Annas bester Freund (soweit das unter den Umständen möglich ist…), und Nick, der zwar ständig miese Laune hat, dafür aber als einziger die bittere Wahrheit ausspricht.

Das hat mir nicht gefallen

Leider verrät der deutsche Klappentext bereits im Vorfeld das wohl größte Geheimnis des Buches, was der Geschichte einen Großteil der Spannung nimmt. Für mich waren die daraufhin folgenden Wendungen nicht wirklich überraschend, da ich mir diese ja schon aus der vorweggenommenen Enthüllung denken konnte. Lieber Verlag, wieso macht ihr mir als Leser das Buch so kaputt?

Schon auf Seite 3(!) bekommt man Edward Nr. 3543680423466 der Literatur präsentiert. „Selbst seine Narben waren perfekt.“ KOTZ! Ich habe sowas von keine Lust mehr auf diese geheimnisumwitterten, perfekten fanserviceorientierten Männer, die sich bereitwillig die Klamotten vom Leibe reißen und an denen einfach alles unglaublich ist, nur damit die geneigte Leserin die Seiten vollsabbern kann. Es reicht!

Anna hat ein total gestörtes Verhältnis zu Sam. Wie kann man jemanden fünf Jahre lang in seinem Gefängnis besuchen und glauben, derjenige ist ein Freund, obwohl er doch ein Gefangener ist? Stockholm-Syndrom mal andersrum, oder wie?

Die Autorin dreht und wendet die Geschichte so, wie es ihr gerade passt: um die Spannung zu erhöhen, verwendet Anna im Labor ein Betäubungsmittel, das nur wenige Minuten wirkt, obwohl es doch auch Mittel gibt, die ihre Arbeit sehr viel sicherer machen würden. Auf der einen Seite wissen die Figuren unglaublich wenig, auf der anderen Seite sind sie in manchen Dingen plötzlich allwissend, wenn es in die Handlung passt. Das führt dann z. B. zum Tod von acht Agenten, ohne dass man weiß, ob sie überhaupt was Böses wollten. Ihre Absichten konnten sie nämlich nicht mehr erklären, bevor sie ermordet wurden. An einer Stelle weiß Anna dann anscheinend ganz plötzlich, dass eine Person tot ist, ohne es wissen zu können. Ach, ich könnte ewig so weitermachen. Für den Fanservice sperren sich zwei Charaktere in einem Badezimmer ein, weil sie es dunkel brauchen. Dabei wird ein paar Sätze vorher gesagt, dass es auch im größeren Hotelzimmer fast stockduster ist…allgemein habe ich das Gefühl gehabt, dass die Autorin nicht wirklich darüber nachgedacht hat, was sie da tut, sondern solche Sachen eher nach dem Kriterium „Coolness“ mit reingenommen hat.

Und daraus folgt

Dieses Buch ist nichts für mich, obwohl die Grundzutaten in der richtigen Mischung zu einem meiner Lieblingsbücher hätten werden können. Spaß gemacht hat es trotzdem, denn normalerweise ärgere ich mich im Stillen über schlechte Bücher. Diesmal konnte ich meine Meinung ganz ungeniert direkt ins Buch schreiben, was ich normalerweise ja nie machen würde. Gerne mehr davon :D

Die Reihe

Forged (Altered, #0.5) Escape (Altered, #1) Betrayed (Altered, #1.5) Hide (Altered, #2) Reborn (Altered, #3) Played (Altered, #3.5)