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[Rezension] Einfach himmlisch

Originaltitel:
Bonkers
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, , ,
Reihe:
-
Seiten: 464
Preis: 6,99 €, E-Book
ISBN: 9783426432907
Erscheinungsdatum: 29.10.2014
Bewertung:

Die Handlung

Lisas Leben ist nicht gerade von Glück geprägt: sie hat mit einer schmerzhaften Krankheit zu kämpfen, die ihr komplettes Leben bestimmt. Und dann stirbt sie auch noch bei einem Verkehrsunfall, den sie selbst verursacht hat. Lisa erwacht im Himmel und wird von einem „Azubi“ namens George, der Mitleid mit ihr hat, wieder auf die Erde geschickt. Nur leider sollte eigentlich Lisas Unfallgegnerin wieder zurückgeholt werden und so erwacht Lisa in deren Körper, statt in ihrem eigenen.

Das war gut

Die Ausgangssituation finde ich sehr spannend: was wäre, wenn das wirklich möglich wäre? Könnte man seine Familie und Freunde davon überzeugen, dass man noch dieselbe Person nur in einem anderen Körper ist?

Die Annäherung zwischen Lisa und Dan, ihrem durch den Körpertausch neu gewonnenen Ehemann, verläuft langsam und vorsichtig. Alles andere hätte ich den Figuren auch nicht abgekauft.

Das hat mir nicht gefallen

Das Buch hat mich zwar ganz gut unterhalten, aber die Charaktere haben mich nicht sonderlich bewegt. Ich konnte mir denken, wie das Buch ausgehen würde und selbst eine überraschende Wendung hätte mir nicht sonderlich viel ausgemacht.

Ich hätte mir mehr Himmel gewünscht. Vielleicht einen Konflikt in der Art, dass George seinen Fehler korrigieren muss und die Charaktere auf der Erde dies verhindern wollen. Aber dass Lisa fälschlicherweise zurückgeschickt wurde, ist überhaupt kein Problem.

Und daraus folgt

Einfach himmlisch ist ein typischer Vertreter des Chick Lit Genres. Eine romantische Komödie, ein bisschen Drama, eine Prise Erotik. Ein netter Zeitvertreib für zwischendurch, aber viel wird von der Geschichte nicht hängen bleiben, dafür sind die Charaktere zu austauschbar.


[Rezension] Pain of Today

Originaltitel:
-
Autor/in:

Verlag:

Themen:

Reihe:
Promises of Forever 2
Seiten: 240
Preis: 2,99 €, E-Book
ISBN: -
Erscheinungsdatum: 15.08.2014
Bewertung:

Die Handlung

Bree, ihres Zeichen beste Freundin von Violet aus Lines of Yesterday, liebt das Leben, ihre Freunde und unkomplizierte One-Night-Stands. Gefühle sind nicht ihr Ding, versucht sie sich zumindest einzureden, obwohl sie heimlich schon seit Jahren für Violets Jetzt-Ex-Freund Jared schwärmt. Als sie nach einer Party und viel Alkohol mit ihm im Bett landet, ist ihr schlechtes Gewissen riesig. Dass Bree am nächsten Morgen dann ausgerechnet Violets Teamkollegen Rob über den Weg läuft, der sie vor ein paar Monaten gnadenlos abblitzen ließ, macht die Sache nicht unbedingt besser. Und wie das Schicksal so spielt, läuft sie ihm von da an ständig über den Weg.

Das war gut

Auch dieses Buch ist wieder sehr kurzweilig. Mir ist nicht mal aufgefallen, dass es vom Umfang her länger als Lines of Yesterday ist. Die Figuren sind wieder (fast) alle sympathisch und auch realistisch ausgearbeitet.

Bree und Rob sind kein lahmer Aufguss von Violet und Devin, sondern eigenständige Charaktere, die sich gut von dem Protagonistenpaar aus Band 1 unterscheiden. Ist ja leider auch nicht immer selbstverständlich.

Ich fand es sehr gut, dass im Gegensatz zu 0-8-15 Liebesgeschichten Brees „Lebensstil“ nicht verurteilt wird und auch nicht im Zentrum steht. Sie macht was ihr gefällt und kümmert sich (zumindest bei den meisten) nicht darum, was die Leute denken.

Das hat mir nicht gefallen

Das ewige Hin und Her und Gejammer war mir dann doch zu viel des Guten. Katy Perrys „Hot N Cold“ passt wie die Faust aufs Auge, wenn man Robs Verhalten beschreiben möchte. In der Rezension zum Vorgänger war ich noch sehr dankbar für das Fehlen des Bad Boys ohne Last der Welt auf den Schultern. Ein Bad Boy ist Rob nicht, aber die Last trägt er über weite Strecken des Buches mit sich herum, ohne mal den Mund aufzumachen. SEUFZ!

Und daraus folgt

Immer noch unterhaltsam, immer noch angenehm zu lesen, aber leider nicht so gut wie Teil 1, da mir das Dramarama nicht ganz so gefallen hat, besonders zum Ende hin. Für Teil 3 würde ich mich ja über Addison als Hauptfigur freuen. War ihre Collegewahl vielleicht ein Teaser darauf? Schön wärs :)

Die Reihe

Lines of Yesterday Pain of Today Hope of Tomorrow (Promises of Forever, #3)


[Rezension] Lines of Yesterday

Originaltitel:
-
Autor/in:

Verlag:

Themen:

Reihe:
Promises of Forever 1
Seiten: 200
Preis: 2,99 €, E-Book
ISBN: -
Erscheinungsdatum: 06.2014
Bewertung:

Die Handlung

Violets Leben ist bereits vollkommen durchgeplant. Jura studieren, Anwältin werden, ihren Freund Jared heiraten. Nur sind das alles nicht wirklich Violets Pläne, sondern die ihrer Mutter und Jareds. Das Schicksal hat jedoch andere Pläne, denn an ihrem ersten Tag am College läuft Violet ihrem attraktiven Kindheitsfreund Devin über den Weg, der ihrem Wiedersehen schon lange entgegengefiebert hat.

Das war gut

Die Charaktere sind durchweg sympathisch und könnten einem jederzeit wirklich auf der Straße begegnen. Die Autorin verzichtet auf die üblichen Klischees: es gibt keinen mysteriösen, schweigsamen Bad Boy mit der Last der Welt auf den Schultern und Violets Freund Jared ist kein Arschloch, sodass eine Trennung unvermeidlich ist, sondern stattdessen ein netter Kerl. DANKE!

Auch beim Genrestempel New Adult habe ich Klischees befürchtet. Zu oft bedeutet diese Zuordnung gleichzeitig „Softporno“ und nicht mehr, worauf bei Lines of Yesterday glücklicherweise verzichtet wird. Vielmehr ist es eine romantische Liebesgeschichte am College. Das gefällt mir viel besser so :)

Devin und Violet haben eine gemeinsame Vergangenheit, was eine willkommene Abwechslung zum „Liebe auf den ersten Blick“ Einerlei ist!

Das hat mir nicht gefallen

Die Disneyvergleiche sind an und für sich eine lustige Idee, wurden aber nach einer Weile langweilig, weil sie sich alle ähnelten. Genauso ist mir vermehrt die Formulierung „Ich schluckte hart“ aufgefallen. Da musste ich im weiteren Verlauf immer hart schlucken, wenn ich das gelesen habe ;) Weniger ist mehr.

Und daraus folgt

Lines of Yesterday ist eine unterhaltsame und kurzweilige Geschichte, die sich perfekt als entspannte Sommerlektüre eignet. Die Figuren sind glaubwürdig, nah am echten Leben angesiedelt und die Handlung frei von künstlichen Dramen. Was will man mehr? Wer auf der Suche nach einem leichten Roman für zwischendurch ist, der ist mit dem Buch auf jeden Fall gut bedient.

Die Reihe

Lines of Yesterday Pain of Today Hope of Tomorrow (Promises of Forever, #3)


Riemer, Martina: Glasgow Rain

Originaltitel:
-
Autor/in:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 298
Preis: 2,99 €, E-Book
ISBN: -
Erscheinungsdatum: 18.03.2014
Bewertung:

Die Handlung

Endlich bricht für Vic das letzte Highschool Jahr an und sie kann es kaum erwarten, die lästige Schuluniform einzumotten. Doch es beginnt anders als gedacht: Sie trifft immer wieder auf Rafael, einen mysteriösen Schüler, der plötzlich überall auftaucht. Trotzdem schafft er es, sich nicht nur in ihr Leben zu schleichen, sondern auch in ihr Herz.
Wäre da nicht ein großes Problem: Seit sie ihn besser kennengelernt hat, bekommt sie das beklemmende Gefühl nicht los, ständig beobachtet zu werden. Zusätzlich jagen ihr die Frauenmorde, die in den letzten Wochen Glasgow überschatten, eine große Angst ein, bis sich Vic nicht mehr sicher ist, ob sie verrückt wird oder ob tatsächlich etwas vor sich geht. Bald verliert sich Vic in dem Gefühl der Verfolgung und der Liebe zu Rafael. Aber ist er wirklich der, für den sie ihn hält? Sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann oder wer ein falsches Spiel mit ihr treibt.
Kann die Liebe bestehen, wenn die Angst einem die Luft abschnürt?

Quelle: Martina Riemers Autorenwebsite

Das war gut

Schwierig. Mit der Liebesgeschichte hätte ich mich vielleicht noch anfreunden können, aber diese Szenen und die mit Vics und Rafaels Freunden (die ich allesamt viel interessanter als die Gegner fand) werden leider immer wieder von dem Mysteryteil des Plots unterbrochen. Schade.

Das hat mir nicht gefallen

Insta Love! Auf der einen Seite hassen die beiden Figuren sich, auf der nächsten ist es schon unsterbliche Liebe…

Die künstlichen Missverständnisse und die übertriebene Eifersucht. Rafael unterhält sich mit einer gutaussehenden Freundin, schon ist Vic rasend eifersüchtig. Rafael beteuert, dass sie nur eine Freundin ist und trotzdem dreht Vic durch, als sie die beiden erneut reden sieht. Reden. Keine verfängliche Situation oder so. Sie kennt ihn da außerdem gerade mal ein paar Tage und ist schon so besitzergreifend. Ich will gar nicht davon anfangen, dass sie Rafael – eigentlich ein völlig Fremder – finanzielle Unterstützung anbietet und sich dann wundert, warum er diese nicht annehmen will.

Die brutalen Umschreibungen. Ständig fühlt sich Vic, als würde ihr die Kehle zugeschnürt, in den Magen geboxt oder Eingeweide herausgerissen. Zudem wird ihr davon so schwindelig, dass sie sich mitunter am Tisch festhalten muss, um nicht zusammenzusacken. Und hier geht es nicht um Misshandlungen, sondern Vics Gefühlswelt. Ganz schön gefährlich.

In Glasgow geht ein Frauenmörder um, der seine Opfer auf brutale Weise tötet. Das ist ja auch wirklich furchtbar, aber die Frauen sind alle 31 Jahre alt, also wieso bitte macht sich Vic Sorgen, sie könnte die Nächste sein? Dafür ist sie doch viel zu jung!

Allgemein wirken viele Szenen wie aus einem B-Movie, einfach völlig überzogen. Da gibt es eine Figur, der eigentlich nur noch der Nadeleinstreifenanzug und Ringe an den Fingern fehlen, um zum schmierigen italienischen Mafiaboss zu werden, so wie er seine „Gefolgschaft“ durch Fingerschnippen befehligt. Meiner Meinung nach passte diese Überspitztheit da einfach nicht rein.

Und daraus folgt

Mir hat die Geschichte leider überhaupt nicht gefallen. Es kam mir vor, als lese ich zwei unterschiedliche Bücher: auf der einen Seite die Liebesgeschichte zwischen dem reichen Mädchen und dem armen Sohn des Hauspersonals, auf der anderen Seite eine Art Verschwörungsthriller inklusive geheimer Bünde und düsterer Prophezeiungen. Und dazwischen High School Szenen mit eifersüchtigem Ex-Freund, der ganz offensichtlich sein Hirn in der Schublade zuhause vergessen hat. Das wollte sich für mich einfach nicht zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Den zweiten Stern gibt es für die – bis auf die gewaltsamen Gefühlsdarstellungen – doch recht angenehme Erzählweise der Autorin.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Fans des New Adult Genres und einer Affinität für überdrehte Geschichten ihren Spaß mit Glasgow Rain haben werden. Für mich war es leider nichts.