Lesestoff im Februar 2018


Wie war das noch mit den Vorsätzen? Im neuen Jahr wollte ich mehr Bücher vom SuB lesen. Tausend kleine Lügen und Unter Weißen waren ausgeliehen, Hörbücher zähle ich nicht. Bleibt…ein Buch vom SuB. Haha.

Wunder

Mein Weihnachtsgeschenk von Sandy – lustigerweise habe ich ihr die englische Ausgabe geschenkt. Sowohl Buch als auch Film haben mir sehr gefallen und vielleicht musste ich sogar weinen.

Tausend kleine Lügen

Die Miniserie mit Reese Witherspoon, Nicole Kidman und Shailene Woodley in den Hauptrollen (unter dem Titel Big Little Lies) hat bereits einige Preise gewonnen, eine Fortsetzung wurde angekündigt. Ich wollte vor der Serie noch schnell das Buch lesen. Der Roman strotzt nur so vor Intrigen und dunklen Geheimnissen, was ich sehr unterhaltsam fand. Nun bin ich gespannt darauf, wie nah die Serie der Vorlage kommt.

Bad Feminist

Das Buch ist eine Essaysammlung der Autorin und Professorin Roxane Gay, die sich in ihren Texten u. a. mit Feminismus, Rassismus, Politik und Popkultur beschäftigt. Die Essays werden im Englischen hervorragend von Bahni Turpin vertont, Hörempfehlung!

Unter Weißen: Was es heißt, privilegiert zu sein

Das Buch hatte ich schon länger auf dem Schirm, den Black History Month im Februar habe ich dann zum Anlass genommen, es endlich zu lesen. Und es ist nicht untertrieben wenn ich sage, dass ich zwischendurch heulend auf der Couch saß. Ich dachte eigentlich zu wissen, wie schlimm Rassismus ist, aber dann vor Augen geführt zu bekommen, was einer nicht-weißen Person in Deutschland tagtäglich passieren kann, ist nochmal ein anderes Level. Mir war außerdem nicht bewusst, was für ein Privileg es ist, in einem Land mit der richtigen Passfarbe zu leben. Dieses Buch sollte JEDER lesen.

Neuzugänge


Im Februar war ich in London und man höre und staune: ich habe kein Buch gekauft. Drei Neuzugänge sind es aber trotzdem geworden. Vom Königskinder Verlag bekamen wir als Dankeschön für unsere Aktion letztes Jahr zwei Bücher nach Wahl geschenkt. Ich habe mich für Barney Kettles bewegte Bilder von Kate De Goldi und Lieber Daddy-Long-Legs von Jean Webster entschieden.

Alte Freunde von John Niven habe ich für unseren Buchclub gekauft, dann aber feststellen müssen, dass wir ihn doch erst im Juni lesen. Na, glücklicherweise werden Bücher nicht schlecht.

[Neu im Kino] Februar 2018

Die guten Vorsätze haben sich bereits in Luft aufgelöst, deshalb kommt der Beitrag wie gewohnt zu spät. Das macht die Filme glücklicherweise nicht schlechter, aber wie im Falle von The Disaster Artist habe ich leider schon die Chance verpasst, den Film im Kino sehen zu können. Schade eigentlich, denn tatsächlich würde ich alle hier vorgestellten Filme gerne im Kino sehen, das hatte ich auch schon lange nicht mehr.

01.02. | Trailer

The Disaster Artist
01.02. | Trailer

Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone
15.02. | Trailer

Black Panther

In The Disaster Artist erzählt James Franco die Entstehungsgeschichte des besten schlechtesten Films aller Zeiten: „The Room“. Ich habe von dem Film bis heute nur Ausschnitte gesehen und auch nicht wirklich das Bedürfnis, etwas daran zu ändern. Den Trailer zu The Disaster Artist fand ich aber grandios. Ein Film, den man sich wohl am besten auf Englisch anschaut, da ansonsten Tommy Wiseaus „besondere Art“ nicht rüberkommt.

Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone ist der dritte Teil der Maze Runner Trilogie. Beim Gewinnspiel letztens habe ich bereits gesagt, dass mir das dritte Buch nicht mehr besonders gefiel und ich deshalb ganz froh darüber bin, dass sich der Film nicht allzu sehr auf die Vorlage zu stützen scheint. So wird es vielleicht ein unterhaltsamer Actionfilm mit einem hoffentlich runden Abschluss.

Ich freue mich SO SEHR auf Black Panther! Er ist so viel mehr als „nur ein Superheldenfilm“ und ich hoffe, dass er einige Rekorde brechen wird, um Hollywood zu beweisen, dass auch Schwarze Superhelden im Mainstream funktionieren. Außerdem bin ich natürlich auch gespannt darauf, inwieweit Black Panther den Infinity War anteasern wird. Es bleibt spannend.

15.02. | Trailer

Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers
22.02. | Trailer

Die Verlegerin

Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers ist für 13(!) Oscars nominiert. Er wird als surreales Märchen beschrieben und eine der Hauptfiguren sieht aus wie Abe Sapien aus Hellboy und wird vom gleichen Schauspieler gespielt, aber es ist NICHT dieselbe Figur. Verwirrung vorprogrammiert.

In Die Verlegerin spielt Meryl Streep Katharine Graham, die in den 70ern die erste Zeitungsverlegerin der USA wird. Wie Journalisten Skandale aufdecken, scheint beliebter Filmstoff zu sein. Diesmal geht es um den Vietnamkrieg.

Weitere Buchverfilmungen

01. Die kleine Hexe
08. Fifty Shades of Grey – Befreite Lust
22. Docteur Knock – Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen

Oder werft einen Blick auf die Buchverfilmungen der kommenden Jahre.

Lesestoff im Januar 2018


Kaum, zu glauben, dass der erste Monat von 2018 schon wieder vorbei ist, oder? Den Januar habe ich dazu genutzt, meine angefangenen und ausgeliehenen Bücher aus 2017 zu beenden, damit ich frisch ins neue Lesejahr starten kann. Das hat dann auch fast den ganzen Monat gedauert, nur ein Titel war „neu“.

No 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

Eine Empfehlung und Leihgabe von Sandy, mit der ich am Anfang noch nicht ganz warm wurde. Aber nachdem sich die durch eine Samenspende verbundenen Halbgeschwister erstmal gefunden hatten, wurde es interessant und sehr spaßig.

Slasher Girls & Monster Boys

Letztes Jahr kurz vor Halloween begonnen, habe ich das Hörbuch im Januar nach einer größeren Pause beendet. Manche der zahlreichen Kurzgeschichten fand ich großartig, andere hatte ich bereits zehn Minuten nach dem Hören vergessen. Gegruselt habe ich mich nicht, auch wenn es Horrorstories sind.

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Ein Buch, dass ich mir gekauft habe, weil so viele es lieben. Ich war nicht ganz so begeistert. Die kurzen Kapitel lesen sich teilweise wie zusammenhanglose Momentaufnahmen, Schnappschüsse im Leben von zwei Jugendlichen, die im Sommer Zeit miteinander verbringen. Hauptsächlich geht es um Aristoteles‘ Kampf mit sich selbst.

Ich, Eleanor Oliphant

Letztes Jahr irgendwann kamen Sandy, Dani und ich auf die Idee, Ich, Eleanor Oliphant als Notizbuch zu lesen. D. h. jeder bewaffnet sich mit einem andersfarbigen Stift und kritzelt seine Gedanken gleich beim Lesen ins Buch. Ich war die Erste und habe den Roman mit in den Griechenlandurlaub genommen…und danach nicht wieder angefasst, weil mir die Protagonistin mit ihrer Art unsagbar auf die Nerven ging. Erst nach 350 Seiten wurde die Geschichte interessant – das entschädigt aber nicht für die vielen Seiten davor.

Meeting Bill Murray

Autor Gavin Edwards hat in diesem Buch außergewöhnliche Begegnungen mit Bill Murray gesammelt, die alle wirklich passiert sein sollen. Bill Murray scheint eine sehr exzentrische Persönlichkeit zu sein, ist dabei aber gleichzeitig verdammt cool. Es hat Spaß gemacht, die Geschichten zu lesen, aber man sollte das Buch nicht am Stück durchlesen, denn das macht das Buch etwas ermüdend. Eigentlich würde das Buch ganz gut als Klolektüre passen, eine Geschichte pro Besuch ;-)

Der Aufstieg des Mittelfingers

Wie Cover und Titel bereits vermuten lassen, geht es in dem Buch um Beleidigungen. Den Autor des Buchs traf ich auf der Frankfurter Buchmesse, als Vorbereitung bat ich um ein Exemplar seines Sachbuchs. Ich kam nur bis Seite ~100 und las erst im Januar weiter. Wenn ich Autoren persönlich treffe, fällt mir eine Rezension besonders schwer.

Ohne Wenn und Abfall

Auf der Litblog Convention in Köln hat Milena Glimbovski letztes Jahr in einem Workshop von sich und ihrem Buch erzählt. Das hat mich so begeistert, dass ich mir ihr Sachbuch gleich als Rezensionsexemplar bestellt habe. Ausführliche Meinung folgt.

Neuzugänge


2016 hatte ich bereits mal versucht, alle ungelesenen Neuzugänge des aktuellen Jahres regelmäßig auf Instagram festzuhalten. Irgendwann habe ich aufgrund der Masse aufgegeben. Neues Jahr, neues Glück. Diese vier Bücher fanden im Januar den Weg in mein Regal (ungelesen sind sie alle):

Deutschland Schwarz Weiß von Noah Sow
Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo
Rattatatam, mein Herz von Franziska Seyboldt
Wenn Männer mir die Welt erklären von Rebecca Solnit

Ein Blick zurück auf „Das Jahr der Königskinder“

Gemeinsam mit sechs anderen Bloggern habe ich 2017 Das Jahr der Königskinder gefeiert. Initiiert von Dani haben wir zwölf Monate lang unsere Liebe zum Königskinder Imprint mit euch geteilt. Jeden Monat stand nach einer öffentlichen Abstimmung ein Roman im Fokus.

Das sind unsere Top 12

Inzwischen sind nicht nur 2017 und die Aktion vorbei, auch das Imprint selbst steht kurz vor dem Abschied, denn das am 21. März 2018 erscheinende, vier Bücher umfassende Programm wird leider das letzte sein. Es bricht uns allen das Herz, hindert uns aber natürlich nicht daran, weiterhin eine Lanze für die KöKis zu brechen.

Mein liebstes Buch

Leider habe ich bisher von den zwölf Gewinnertiteln erst sieben gelesen. Von diesen sieben bot Salz für die See aber definitiv das intensivste und beeindruckenste Leseerlebnis. Die Geschichte um eine zusammengewürfelte Gruppe, die 1945 auf der Flucht vor der Roten Armee Schutz auf dem Schiff Wilhelm Gustloff sucht, geht einem fürchterlich nahe und lässt einen so schnell nicht mehr los.

Für historische Bücher kann ich mich ansonsten nicht begeistern und obwohl Sandy der Autorin Ruta Sepetys zum Start der Aktion bereits vollkommen verfallen war und von ihr schwärmte, hatte ich noch kein Buch von ihr gelesen. Wem es ähnlich geht, sollte daran schnellstens etwas ändern. Ihr werdet es nicht bereuen! Ich freue mich darüber, noch zwei andere Bücher der Autorin vor mir zu haben.

Dieses Buch hat mich am meisten überrascht

Als im März Das Schloss in den Wolken von Lucy Maud Montgomery gewann, war ich skeptisch. Wie modern kann ein Roman, der in den 20ern geschrieben wurde, schon sein? Ich befürchtete antiquierte Ansichten über Frauen und eine verstaubte Handlung. Stattdessen bekam ich mit Protagonistin Valancy eine selbstbewusste junge Frau, die sich gegen die traditionelle Frauenrolle auflehnt und rebelliert. Ich bin dem Carlsen Verlag dankbar, dass er dieses Buch neu aufgelegt hat und ich diese Geschichte so lesen durfte.

Danke!

Danke an meine Teamkollegen Anni, Ina, Nanni, Nils, Sandy und natürlich ganz besonders Dani, ohne die es diese Aktion nie gegeben hätte. Es hat mir großen Spaß gemacht mit euch die Königskinder zu feiern und besondere Geschichten zu entdecken.

Danke an den Carlsen und Königskinder Verlag für die Unterstützung und die Veröffentlichung der tollen Bücher, die wir lesen durften.

Danke an EUCH, die ihr die Aktion jeden Monat mit eurer Abstimmung unterstützt habt und dass ihr gemeinsam mit uns eure Leidenschaft auf Instagram geteilt habt. Einige von euch haben sich auch von unserer Begeisterung anstecken lassen und mit uns gemeinsam die Königskinder gelesen.

Euer Fazit würde uns natürlich auch interessiern: wie hat euch die Aktion gefallen? Habt ihr durch das #JdKöKi Bücher entdeckt, die euch ansonsten nicht aufgefallen wären? Und wenn ja, welche?