Archiv der Kategorie: Rund ums Buch

Interessante oder weniger interessante Ansichten zu Büchern. Meistens sind es Coververgleiche, die ich poste.

DJLP17: Wer gewinnt?

Heute um 17:30 Uhr geht’s los, im Saal Harmonie der Messe Frankfurt wird der Deutsche Jugendliteraturpreis in insgesamt sieben Kategorien verliehen. Aber wer macht am Ende das Rennen? In den Kategorien Bilderbuch, Kinderbuch und Sachbuch kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich keins der Bücher gelesen habe und ich mich in den Bereichen auch wenig auskenne.

Für den Sonderpreis Gesamtwerk 2017 gibt es keine Nominierungen und auch vom Sonderpreis Neue Talente 2017 habe ich keinen Titel gelesen – meine völlig ins Blaue hineingeratene Vermutung ist, dass Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen gewinnt. Das Buch liegt nämlich noch auf meinem Schreibtisch und ich möchte es lesen, außerdem habe ich bisher nur Gutes gehört. Sehr qualifizierte Einschätzung also ;-)

Alle Nominierten findet ihr auf der Website des Deutschen Jugendliteraturpreises.

Nominierte Titel im Jugendbuch

Vierzehn Warten auf Gonzo Eins Eisvogelsommer Der Geruch von Häusern anderer Leute

Da ich Eisvogelsommer nicht gelesen habe, fällt es für mich aus der Wertung raus, sorry. Ebenso Warten auf Gonzo, das für mich von den verbleibenden fünf Titeln der schwächste war. Vierzehn würde ich den Preis sehr gönnen, aber im Vergleich zu den anderen Büchern hat das Buch am wenigsten zu sagen.

Eins, Der Geruch von Häusern anderer Leute und Im Jahr des Affen bleiben übrig. Ich kann mich zwischen diesen Büchern nicht entscheiden, sie sind für ich alle verdiente Gewinner. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Im Jahr des Affen bei der Jury die Nase vorn hat, weil das Thema Flüchtlinge noch immer das Land bewegt. Ich bin sehr gespannt und lasse mich überraschen!

Nominierte Titel für den Preis der Jugendjury

Vierzehn Wir beide wussten, es war was passiert Eins Mein bester letzter Sommer Mit anderen Worten: ich

Beim Preis der Jugendjury fällt mir die Entscheidung leicht, denn sie ist verdammt subjektiv: Nur drei Worte muss einfach gewinnen! Ich habe das Buch geliebt und gönne es der Autorin von Herzen. Sehr gut vorstellen könnte ich mir nach meinem Re-Read aber auch, dass Mit anderen Worten: ich gewinnt. Aber da ich aus dem Alter nun auch schon eine Weile raus bin, habe ich keine Ahnung, wie die heutigen Jugendlichen so ticken und welches Buch sie letztendlich ausgewählt haben. Es bleibt spannend!

Was glaubt ihr, welche Bücher das Rennen machen?

DJLP17: Die besten Jugendbücher 2017


Bereits zum 61. Mal wird am 13. Oktober auf der Frankfurter Buchmesser der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen. Der Preis wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet, die Preisträger bestimmt eine vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. gewählte Kritikerjury.

Im Gegensatz zum Deutschen Buchpreis, für den nur deutschsprachige Werke nominiert werden können, sind beim Deutschen Jugendliteraturpreis auch Einreichungen internationaler Literatur möglich, sofern diese ins Deutsche übersetzt wurde. Insgesamt gibt es fünf Kategorien: Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch und Preis der Jugendjury. Außerdem gibt es noch den Sonderpreis für das Gesamtwerk und zum ersten Mal in diesem Jahr den Sonderpreis „Neue Talente“, mit dem deutsche AutorInnen gefördert werden sollen, die im Vorjahr „mindestens ein herausragendes literarisches Werk“ veröffentlicht haben.

Ich werde die Verleihung dieses Jahr zum vierten Mal besuchen und habe mir erstmals vorgenommen, möglichst viele der Titel vorher zu lesen. Da mein „Zuhause“ das Jugendbuch ist und ich mit den anderen Kategorien nicht so viel anfangen kann, verlinke ich euch an dieser Stelle die Beiträge einiger Blogkollegen, die bereits über den Preis berichtet haben:

Influenza Bookosa (Bilderbuch)
Damaris liest (Kinderbuch)
Favolina und Junior (Sachbuch)

Bei Brösels Bücherregal könnt ihr den nominierten Titel Eins übrigens gerade inklusive persönlicher Signierung der Autorin gewinnen.

Weitere Informationen zum Deutschen Jugendliteraturpreis findet ihr auch auf der offiziellen Seite.

Nominierte Titel im Jugendbuch

Vierzehn Im Jahr des Affen Warten auf Gonzo
Eins Eisvogelsommer Der Geruch von Häusern anderer Leute

Bis auf Eisvogelsommer (Rezension bei lost pages) habe ich hier tatsächlich alles gelesen und würde auch fast allen gelesenen Titeln den Preis ohne Widerspruch gönnen. Jedes Werk ist auf seine eigene Art besonders:

In Vierzehn hat mich insbesondere die ungewöhnliche Erzählperspektive begeistert, außerdem hat die Geschichte einen großen Sog entfacht, obwohl das Buch nur so kurz ist.

An Im Jahr des Affen mochte ich den Gruß aus den 90ern und die Frage danach, was eigentlich Heimat bedeutet.

Mit Warten auf Gonzo habe ich mich etwas schwergetan. Den Protagonisten fand ich schwierig, er macht aber im Laufe des Buches eine interessante Entwicklung durch.

Auch wenn ich mit der Versform in Eins nichts anfangen kann (für mich sind das einfach nur Sätze, die künstlerischer angeordnet werden), hat mich die Geschichte der beiden siamesischen Zwillingsmädchen sehr berührt und auch zum Weinen gebracht. Ein Appell für mehr Akzeptanz und Mut.

Der Geruch von Häusern anderer Leute bringt dem Leser das Leben im Alaska der 70er näher. Es sind völlig verschiedene Geschichten unterschiedlicher Charaktere, die aber alle irgendwie früher oder später zusammenfinden und es war großartig. Ich habe das Buch dank Leseflaute insgesamt vier Monate lang gelesen und ein schlechtes Gewissen deswesen. Sicherlich würde ich es noch viel besser finden, wenn ich den Roman an einem Stück gelesen hätte. Das werde ich irgendwann nachholen müssen!

Nominierte Titel für den Preis der Jugendjury

Vierzehn Wir beide wussten, es war was passiert Nur drei Worte
Eins Mein bester letzter Sommer Mit anderen Worten: ich

Den Preis der Jugendjury verleiht, wie der Name schon sagt, eine Jury, die aus Jugendlichen besteht. Genauer gesagt handelt es sich um Mitglieder von sechs Leseclubs, die in ganz Deutschland verteilt sind. Jeder Leseclub stellt einen Titel zur Wahl, danach wird abgestimmt. Neben den bereits oben nominierten Vierzehn und Eins habe ich von dieser Liste noch Nur drei Worte und Mit anderen Worten: ich gelesen.

Nur drei Worte habe ich vor zwei Jahren im englischen Original als Hörbuch gehört und war begeistert von dem zuckersüßen Roman, der statt des „Problemthemas“ Homosexualität die Liebesgeschichte in den Vordergrund rückt. Ich freue mich riesig auf die kommende Verfilmung, die nächstes Jahr im März anlaufen soll.

In Mit anderen Worten: ich berichtet die Ich-Erzählerin Sam von ihrem Leben mit Zwangsstörungen und wie ein geheimer Dichterclub ihr dabei hilft, zu sich selbst zu finden. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass die Autorin Medikamente und Therapie als notwendig und wichtig darstellt und Liebe hier nicht das Allheilmittel für alles ist.

Bis zur Verleihung

…werde ich jeden Tag eins der Bücher rezensieren und am Ende meinen Tipp abgeben, wer denn wohl gewinnen könnte. Wie in den Vorjahren werde ich die Verleihung außerdem am Freitag ab 17:30 Uhr wieder live auf Twitter begleiten, dieses Jahr unter dem Hashtag djlp17.

Welche Bücher von der Liste habt ihr bereits gelesen? Und was denkt/hofft ihr, wer das Rennen machen wird?

Guten Freunden gibt man ein gemeines Geschenk

Es geht mit großen Schritten auf Weihnachten zu, habt ihr schon alle Geschenke? Ich gehöre eher zu den Leuten, die sich im Dezember erst Gedanken machen, statt bereits Monate vorher alles zu horten. Wahrscheinlich würde ich die Sachen eh nicht mehr wiederfinden, wenn ich sie im Schrank lagern würde…

Wer mich auch nur ein bisschen kennt weiß, dass ich kein Mensch bin, der bei Facebook tägliche Motivationssprüche postet und auf der Straße „Das Leben ist schön!“ ruft. Wenn ihr von mir eine Geburtstagskarte bekommt, dann steht darauf keine Lebensweisheit, sondern eine liebevolle Beleidigung. Wenn ihr also auf der Suche nach netten Geschenktipps für nette Menschen seid, dann auf zu Bröselchen und Lotta.

Aber darfs vielleicht auch etwas fieser sein?

Bei der Grafik Werkstatt habe ich mich auf den ersten Blick in die Bamboo-To-Go-Becher verliebt. Optisch ist die ganze Serie ein absolutes Highlight, aber letztendlich muss der Spruch ja auch zu mir passen, also ist es Ich bin aufgestanden und angezogen. Was wollt ihr denn noch? geworden. Die Farbkombi hat natürlich auch ein bisschen reingespielt. Total überraschend, oder? Freunde mit Geschmack freuen sich aber auch über ’nen Scheiß muss ich! oder Nett kann ich auch, bringt aber nix.


Das Notizheft, Cardboard und Spiralbuch habe ich mir übrigens nicht selbst ausgesucht. Offenbar sind die Mitarbeiter des Verlags sehr gute Menschenkenner und das Kennenlernen auf der Buchmesse hat gereicht, um mich genau richtig einschätzen zu können XD
Die ersten zwei Teile eignen sich z. B. super als kleines Extra im Wichtelpaket, wenn noch ein paar Euro Luft ist. Auch hier gibt es wieder ein paar schöne Sprüche. Ich mein, wer will schon Liebe muss nicht perfekt sein. Sondern echt., wenn man auch Lächle, du kannst sie nicht alle töten. haben kann??

Lesezeichenkalender von Groh

Auch beim Groh Verlag bin ich fündig geworden. Letztes Jahr hat mir die liebe Dani einen Lesezeichenkalender mit motivierenden Sprüchen geschenkt. Die Lesezeichen sind optisch sehr schön, deshalb war das ok ;-) Dieses Jahr habe ich mir aber selbst einen aussuchen dürfen und wer hätt’s gedacht? Ich hab mir den einzigen mit den gemeinen Sprüchen ausgesucht, ’n Scheiß muss ich 2017.

Ihr seht, die Sprüche wiederholen sich, aber grafisch gehen die Verlage alle anders ran. Ich freue mich schon darauf, die Lesezeichen ausschneiden zu könenn, davon kann man ja nie genug haben. Bei mir verschwinden die komischerweise immer, geht’s euch auch so?

Leseaccessoires von Moses

Na gut, ich habe kein Herz aus Stein. Manchmal verschenke ich auch nette Sachen. Ich liebe z. B. die Lesezeichen mit Gummiband von moses. davon habe ich bestimmt sechs Stück (und die Hälfte steckt verschollen in Büchern). Genauso gerne verschenke ich sie, weil mir die Motive so gut gefallen und ich das Gefühl habe, dass sie die Bücher durch das Band besser schützen. Psychologie ist alles.

Im aktuellen Programm hat moses. das libri_x Programm erweitert. Das gibt’s schon ewig und ich kenne es noch aus meiner Zeit als Buchhändlerin. Die Buchtaschen und -umschläge schaue ich mir auch heute noch eigentlich bei jedem Buchhandlungsbesuch an. Neu sind jedenfalls die Lesefan Artikel, die die Liebe zum Lesen feiern. Die Buttons, der Magnet und die Buchtasche sind aus der Reihe, außerdem gibt es noch zwei Tassenmotive. Perfekt für alle Buchverrückten also und ich werde sicherlich im nächsten Jahr noch einige Kleinigkeiten von libri_x verschenken, als kleine Gimmicks zu einem Buch zum Beispiel.

Achso, wenn ihr auf der Suche nach einem größeren Geschenk seid: den Buchständer finde ich auch ziemlich cool. Gibt’s in schwarz, rot und grün. Im Katalog ist er auch in weiß abgebildet, im Shop habe ich ihn jetzt leider nicht mehr gefunden. So einen werde ich mir auch noch für die Küche zulegen <3

Abspann

Bis auf zwei der Moses Lesezeichen wurden mir alle Produkte auf den Fotos kostenlos zur Verfügung gestellt. Den Großteil durfte ich mir selbst aussuchen und alle Artikel treffen genau meinen Geschmack, sonst würde ich sie euch nicht vorstellen. Ich wurde nicht dazu gezwungen, die Produkte positiv zu besprechen und habe kein Geld für den Beitrag erhalten.

Die Achterbahn der Buchmessegefühle

Vom 19. bis 23. Oktober fand wieder die jährliche Frankfurter Buchmesse statt. Gemeinsam mit Dani war ich wie viele andere Blogger natürlich auch wieder vor Ort, um zu netzwerken, Informationen über kommende Neuerscheinungen zu erhalten und Veranstaltungen zu besuchen.

Viel konkretes zu berichten gibt es nicht, die Verlagsprogramme für das Frühjahr erscheinen erst im November oder später. Deshalb dachte ich mir, ich lasse meine Buchmessetage in kurzen Stichworten Revue passieren.


Sandy, Dani und ich als Buchentdecker | Ramona, Dani und ich

Belustigt hat mich der Auftritt von Denis Scheck zurückgelassen. Ich mag seine spitze Zunge, auch wenn er Bücher verreißt, die mir vielleicht gefallen.

Dankbar war ich für meine lieben Bloggerkolleginnen, deren Gesellschaft immer sehr angenehm ist und die in überfordernden Situationen mit vielen unbekannten Menschen Halt bieten.

Deprimiert hat mich das Gefühl, auf der Messe fehl am Platz zu sein, weil ich keine Verlagskontakte pflege und nur als Begleitung bei Terminen dabei war.

Energiegeladen startete ich in den ersten Messetag, der mit nur wenigen Termine ganz entspannt war und Zeit zum Stöbern ließ.

Frustrierend fand ich es, wie schwer es ist, neue Kontakte zu knüpfen, wenn man nicht mit einem bekannten Blognamen aufwarten kann und/oder nicht extrem extrovertiert auftritt.

Nervös war ich am Messesamstag, denn erstmalig habe ich die Gänge als Cosplayerin durchstreift (Jillian Holtzmann aus Ghostbusters, es gibt leider keine Fotos).

Neugierig haben mich die neuen Verlagsprogramme gemacht, die wir in Terminen vorgestellt bekommen haben. Besonders bei Magellan und Loewe habe ich mir einige spannende Titel notiert, aber auch bei Droemer Knaur und Fischer wird einiges auf meine Wunschliste wandern.

Stolz war ich darauf, auch mal über meinen Schatten gesprungen zu sein. Und deshalb tauche ich kurz in Leas Buchmessevideo auf (ich bin die Verrückte mit der lila Latzhose).

Zweifelnd lässt mich die diesjährige Buchmesse zurück. Ich werde in der nächsten Zeit in mich gehen müssen, ob ich in Zukunft noch Buchmessen besuchen werde, oder lieber das Geschehen von zuhause verfolge. Und auch über meinen Blog muss ich mir Gedanken machen.


Wir hatten verdammt viel Spaß mit dem Bildschirm des neuen Lübbe-Imprints be