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[Rezension] A Little Something Different

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,
Reihe:
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Seiten: 272
Preis: $ 9.99, Taschenbuch
ISBN: 9781250061454
Erscheinungsdatum: 26.08.2014
Bewertung:

Die Handlung

Als sich Lea und Gabe das erste Mal am College begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Das sehen alle – von Leas und Gabes Freunden bis hin zur Starbucksbedienung und der Dozentin ihres Kreatives Schreiben Kurses. Nur Lea und Gabe selbst stehen auf dem Schlauch. Schweigen, Missverständnisse und Schüchternheit begleiten die beiden Studenten durch zwei Semester, während der Leser aus den Augen von 14 Erzählern ihre Geschichte verfolgt.

Das war gut

Eine Geschichte, die in Momentaufnahmen komplett aus der Sicht von Nebenfiguren erzählt wird, das hatte ich so noch nie. Und die Idee funktioniert erstaunlich gut. Freunde, die Kellnerin eines Restaurants, ein Busfahrer und sogar eine Parkbank und ein nimmersattes Eichhörnchen kommen zu Wort, wenn sie Lea und/oder Gabe begegnen. Und fast jeder von ihnen drückt die Daumen, dass die zwei Spätzünder es endlich auf die Reihe bekommen und sich ihre Gefühle gestehen. Das ist einfach zu niedlich.

Sandy Hall streut die ein oder andere nerdige Referenz ein. So zitieren Lea, Gabe und die Dozentin Inga direkt auf den ersten Seiten z. B. Once More, with Feeling (Na, wer erkennt es?). Damit hatte das Buch mein Herz eigentlich direkt gewonnen.

Das Buch geht ganz ungezwungen mit sexueller Orientierung um. Inga ist mit einer Frau zusammen und Leas bester Freund Danny ist schwul. Diese Informationen fließen einfach nebenbei ein und haben mit der Handlung nichts zu tun. Ich mag diese Selbstverständlichkeit. Mindestens eine der Figuren ist außerdem nicht weiß, was auch nur kurz in einem Nebensatz erwähnt und nicht groß zum Thema gemacht wird.

Das hat mir nicht gefallen

Ich fand es etwas schade, dass die 12 menschlichen Erzähler nur Mittel zum Zweck waren. Über sie selbst erfährt man leider gar nichts, der Leser bekommt nur ihre Sicht der Dinge auf Lea und Gabes Beziehung zu sehen. Bei der Masse an Personen kann man dem aber wohl auch gar nicht anders gerecht werden bzw. liegt der Fokus des Buches ja ganz klar auf Lea und Gabe.

Und daraus folgt

Mit „Kriegen sie sich, kriegen sie sich nicht?“ Büchern bin ich auch schon ordentlich auf die Nase gefallen. Meist finde ich die Reise unglaublich langweilig und nervig. Aber bei A Little Something Different war das überhaupt nicht so. Stattdessen hatte ich beim Lesen ein ähnlich konstantes „Awwwww“ Gefühl wie schon bei Simon vs the Homo Sapiens Agenda. Ich kann gar nicht sagen, ob die Geschichten so besonders sind oder ich gerade einfach nur in der Stimmung dafür bin. Aber: awwwwww war das nieeeeeeedlich! Und das Beste? In weniger als zwei Wochen erscheint das Buch bei Sauerländer unter dem Titel Klar ist es Liebe auch auf deutsch!