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[Rezension] Der Marsianer

Originaltitel:
The Martian
Autor:

Verlag:

Themen:
,
Reihe:
-
Seiten: 512
Preis: 14,99 €, Trade Paperback
ISBN: 9783453315839
Erscheinungsdatum: 13.10.2014
Bewertung:

Die Handlung

Mark Watney hatte sich seine Astronautenkarriere sicherlich anders vorgestellt. Zusammen mit fünf Kollegen sollte er eine 1-monatige Marsmission absolvieren und danach gefeiert zur Erde zurückkehren. Nur leider wird die Mission bereits am sechsten Tag abgebrochen und Mark allein auf dem Mars zurückgelassen, weil seine Crew ihn für tot hält. Seine Vorräte reichen kaum für ein paar Monate und die nächste bemannte Mission wird erst in vier Jahren auf dem Mars aufsetzen. Ein nahezu hoffnungsloser Überlebenskampf, dem Mark nur mit verrückten Experimenten und viel Einfallsreichtum begegnen kann.

Das war gut

Mark erzählt seine Geschichte mit einer gehörigen Portion Humor, besonders Sarkasmus liegt ihm. Damit konnte ich mich wunderbar identifizieren und habe das ein oder andere Mal laut auflachen müssen.

Ich habe absolut keine Ahnung, ob die wissenschaftlichen Aspekte gut recherchiert wurden und in der Realität möglich sind, aber verdammt, der Autor schafft es auf jeden Fall, dass man als Leser daran glaubt und Mark alles abkauft, was er da zusammenbraut, auseinandernimmt und verbrennt. Ich würde Mark Watney mein Leben anvertrauen!

Egal wie realitätsfern es ist: wie die Menschheit zusammenhält, um einen einzigen Menschen zu retten und dabei keine Kosten und Mühe scheut, ist einfach schön zu lesen. Wäre es nicht toll, wenn das auch im echten Leben so wäre? Da hätte die Nasa Mark Watneys Überleben wohl eher vertuscht, um Geld zu sparen.

Das hat mir nicht gefallen

Nicht gefallen ist vielleicht zuviel gesagt: Mark erklärt sein Vorhaben immer sehr genau und wird dabei verdammt technisch und wissenschaftlich. Das war zeitweise dann doch etwas anstrengend und manchmal hatte ich Mühe, seinen Ausführungen zu folgen, vor allem, wenn ich schon etwas müde war. Aber wie der ganze Kram funktioniert, ist ja eigentlich auch unerheblich, hauptsache et funzt!

Und daraus folgt

Abgesehen von meiner Aufmerksamkeitsschwäche bei Mark Watneys ausschweifenden Erklärungen hat mich Der Marsianer sehr gut unterhalten. Das Setting auf dem Mars ist außergewöhnlich und obwohl über weite Teile des Buches nur eine einzige Figur die Szenen beherrscht, wird es nie langweilig. Wer mal wieder Lust auf was anderes als den Bestseller-Einheitsbrei hat und Science-Fiction mag, der sollte hier schnellstens zugreifen, um das Buch noch vor Kinostart der Verfilmung gelesen zu haben ;)