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[Neu im Kino] Januar 2018

Für 2018 habe ich mir vorgenommen, meine Kinobeiträge wieder disziplinierter und zeitnaher anzugehen. Schauen wir mal, wie gut mir das gelingt. Auch wenn das Interesse an diesen Listen nicht besonders groß zu seien scheint, machen sie mir nämlich viel Spaß :-) Hier also die sieben Filme, die mich im Januar am meisten interessieren/interessiert haben:

04.01. | Trailer

Greatest Showman
04.01. | Trailer

Score – Eine Geschichte der Filmmusik
11.01. | Trailer

Your Name.

Greatest Showman basiert auf der wahren Person P. T. Barnum, hat aber offenbar nicht viel mit der Realität zu tun, sondern bietet stattdessen einen verklärten Blick auf Barnums Museum und Zirkus, in dem er neben Kuriositäten auch echte Menschen ausstellte. Im Film wird daraus eine familienfreundliche Geschichte mit Außenseitern, die sich alle selbst für die Mitwirkung an der Show entscheiden. Der Soundtrack ist grandios (für den Titelsong „This is me“ gabs gerade den Golden Globe) und die Musicalszenen im Film sehen toll aus, aber die Handlung ist recht wirr und die Effekte sind so billig wie in der TV Serie „Once Upon A Time“. Wer Musicals liebt und Realität und Fiktion gut trennen kann, wird an dem Film trotzdem seinen Spaß haben. Ich finde es schade, dass man nicht einfach die Geschichte eines fiktiven Zirkus‘ erzählt, sondern stattdessen einen fragwürdigen Mann glorifiziert. Ich weiß nicht, ob ich mir Greatest Showman angeschaut hätte, hätte ich vorher davon gewusst.

Wie der Titel Score – Eine Geschichte der Filmmusik bereits verrät, geht es in dieser Dokumentation um Filmmusik, ihre Wirkung und die bekannten Komponisten dahinter. Ich LIEBE Filmmusik und diese Dokumentation werde ich mir sicherlich anschauen, sobald sie als Stream oder Blu-Ray verfügbar ist.

Eigentlich sollte Your Name. nur als Event an zwei Tagen im Kino laufen. Offenbar waren die ersten Vorführungen so erfolgreich, dass es jetzt weitere Termine (abhängig vom Kino) geben soll. Nicht schlecht für einen Anime. Der Film erzählt die Geschichte zweier Teenager, die immer wieder die Körper tauschen und sich mit damit arrangieren müssen. Eine US-Realverfilmung ist bereits in Arbeit (natürlich…).

18.01. | Trailer

Die dunkelste Stunde
18.01. | Trailer

Downsizing
25.01. | Trailer

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Für Die dunkelste Stunde wurde Gary Oldman gerade frisch mit dem Golden Globe für den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet. Er spielt Winston Churchill kurz nach seiner Ernennung zum Premierminister 1940. Es geht also mal wieder um den zweiten Weltkrieg. Aber der Trailer sieht ziemlich spannend aus und auch visuell waren einige interessante Einstellungen dabei.

Ich habe keine Ahnung, worum es in Downsizing genau geht (der Trailer verrät da leider auch nicht viel), aber die Idee, Menschen auf 12 cm zu verkleinern, um Platz und Ressourcen zu sparen, finde ich ziemlich cool. Man darf gespannt sein.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri hat bei den Golden Globes gleich vier Preise abgeräumt, unter anderem „Bester Film“. Eine Mutter mietet drei Werbeplakate, um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass im Mordfall ihrer Tochter nicht vernünftig ermittelt wird. Drehbuch und Regie stammen vom Macher von „Brügge sehen… und sterben?“, den ich damals ziemlich gut fand.

25.01. | Trailer

Wunder

Auf den Kinostart von Wunder warte ich nun bereits seit Monaten, mehrmals wurde der Film verschoben. Ich weiß gar nicht mehr, wann er ursprünglich starten sollte. Drehbuch und Regie verantwortet Stephen Chbosky, der Autor von „Vielleicht lieber morgen“. Es geht um den 10-jährigen August, der mit einem seltenen Gendefekt geboren wurde, der zahlreiche Gesichtsoperationen notwendig machte. Zum Start seines fünften Schuljahres besucht er zum ersten Mal eine öffentliche Schule und hofft, trotz seines ungewöhnlichen Aussehens von seinen Mitschülern akzeptiert zu werden. Wahrscheinlich werde ich Taschentücher brauchen.

Weitere Buchverfilmungen

01. Die Betrogene (ARD)
04. Das Leuchten der Erinnerung
04. Die Spur
18. Wir töten Stella

Oder werft einen Blick auf die Buchverfilmungen der kommenden Jahre.

Sechs Bücher, auf die ich mich im ersten Halbjahr 2018 freue

In 2018 werden wieder Millionen neuer Bücher erscheinen, knapp 90.000 davon allein in Deutschland. Diese Masse an Text macht es notwendig, als Leser kräftig auszusieben. Ich habe noch gar keinen richtigen Überblick darüber, welche Bücher uns im neuen Jahr erwarten, aber diese sechs Titel haben bereits meine Aufmerksamkeit geweckt. Ein neues Buch pro Monat zu lesen ist ein niedrig angesetztes Ziel, aber immerhin warten ja noch hunderte ungelesene „alte“ Bücher in meinen Regalen.


Let’s Talk About Love | Claire Kann | Swoon Reads | 23.01.2018 | englischsprachig
Die Gabe | Naomi Alderman | Heyne | 12.03.2018
We were eight years in power | Ta-Nehisi Coates | Hanser | 12.03.2018

Let’s Talk About Love schaffte es noch sehr kurzfristig auf diese Liste, nachdem @herrbooknerd auf Twitter eine Liste mit Buchempfehlungen postete. Die Protagonistin ist biromantisch und asexuell. Ich bin noch skeptisch, inwieweit die Asexualität in dem Buch wirklich eine Rolle spielen wird. Denn seien wir mal ehrlich: 90 % der Teenies in amerikanischen Love-Storys sind auf dem Papier doch asexuell. Immer schön züchtig bleiben, vielleicht mal Händchen halten. Ich bin gespannt, wie die Autorin Claire Kann hier etwas Besonderes schaffen will.

Vor einer Weile geisterte die englische Originalausgabe von Die Gabe durch die Social Media Kanäle und erregte auch meine Aufmerksamkeit. „Die Gabe“ äußert sich in elektrischen Stromstößen, die Frauen auf der ganzen Welt plötzlich aussenden können. Da Margaret Atwood dem Buch ihre (wahrscheinlich gekaufte) Empfehlung ausspricht, setze ich darauf, dass es sich nicht um eine einfache Superheldengeschichte handelt, sondern sich die Autorin mit den Auswirkungen dieser neuen Machtverhältnisse auseinandersetzt. Das könnte interessant werden!

We were eight years in power sammelt mehrere Essays des Autors Ta-Nehisi Coates zur Obama-Ära. Schon merkwürdig, die deutsche Politik interessiert mich meistens recht wenig, aber über den 44. Präsident der Vereinigten Staaten und seine Arbeit möchte ich Essays lesen. Freiwillig. Pff.

Feminist Fight Club | Jessica Bennett | Lübbe | 29.03.2018
Wie man die Zeit anhält | Matt Haig | dtv | 20.04.2018
Leah on the Offbeat | Becky Albertalli | Balzer + Bray | 24.04.2018 | englischsprachig

Schon seit die deutsche Version von Feminist Fight Club angekündigt wurde, machen mir die Kollegen aus dem Buchclub den Mund wässrig, dass dieses Buch total toll sei. Bei mir hats gewirkt, ich will das Buch unbedingt lesen! Und Tipps, wie man sich am besten im Büro behauptet, können wir wahrscheinlich alle gut gebrauchen!

Von Wie man die Zeit anhält hörte ich zuerst durch die angekündigte Verfilmung mit Benedict Cumberbatch. In dem Buch geht es um einen Geschichtslehrer, der über 400 Jahre alt ist, also ganz offensichtlich gelernt hat, „wie man die Zeit anhält“. Der Plot erinnert stark an den Film „Für immer Adaline“ – mal sehen, was Matt Haig draus macht.

Leah on the Offbeat von Becky Albertalli ist natürlich Pflichtlektüre. In dieser Fortsetzung zu „Simon vs the Homo Sapiens Agenda“ (Deutsch: Nur drei Worte) spielt Simons beste Freundin Leah die Hauptrolle. Fortsetzung! Mehr will ich eigentlich gar nicht wissen. Ich erwarte nicht weniger als genauso gute Unterhaltung wie bei Ihren ersten beiden Büchern, Frau Albertalli! No pressure!

Welche Titel stehen auf euren Merklisten für 2018? Gibt es Must-Reads, die ich auf keinen Fall verpassen sollte und die auf meiner Liste fehlen? Immer her mit den Tipps!

Jahresrückblick 2017: Tops, Flops und der Rest

Es ist wieder Zeit für einen Rückblick auf das vergangene Lesejahr. Wie viele Bücher hat man gelesen? Wie viele neue Bücher haben den Weg ins heimische Bücherregal gefunden und welche waren die Tops/Flops des Jahres? Ich liebe es, am Jahresende die gepflegte Tabelle auswerten zu können und Grafiken zu erstellen. Diesmal habe ich mich an einer Statistik im Stil einer Infografik versucht. Was haltet ihr davon?



Beim Auswerten meiner Statistik habe ich festgestellt, dass ich nur 16 Bücher aus meinem eigenen Regal gelesen habe, der Rest war von verschiedenen Quellen geliehen. Kein Wunder, dass es mit dem Subabbau nicht klappt, wenn das Gras auf der anderen Seite immer grüner ist! Für 2018 nehme ich mir deshalb vor, mehr eigene Bücher zu lesen. Außerdem möchte ich mehr Sachbücher lesen (das sage und schreibe ich ständig, klappt aber nicht). Ein bisschen Bildung schadet nie.

Bücher kritischer auswählen tue ich eigentlich schon, aber da mir 55 Neuzugänge immer noch zu hoch sind, möchte ich da noch stärker drauf achten. Und last but not least keine Rezensionsexemplare mehr! Ich fordere sowieso nur selten welche an, aber die letzten zwei liegen immer noch halb gelesen hier.

Ich wünsche euch ein fantastisches Lesejahr 2018! Habt ihr auch Lesevorsätze? Und auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch im neuen Jahr besonders?

[Neu im Kino] November 2017

Nachdem ich es im Oktober komplett versäumt habe, meine Kinoübersicht online zu bringen, bin ich im November noch verhältnismäßig früh dran. Aber wie immer ist das Motto: Zu viele Filme, zu wenig Zeit. Welche Filme sprechen euch an?

02.11. | Trailer

The Secret Man
02.11. | Trailer

Professor Marston & The Wonder Women
09.11. | Trailer

Mord im Orient Express

The Secret Man erzählt den Watergate-Skandal von 1972 aus der Sicht des Informanten „Deep Throat“ Mark Felt, der Journalisten die entscheidenden Informationen zur Affäre lieferte. Von Watergate hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört, aber mit den genauen Hintergründen habe ich mich nicht beschäftigt. Ich mag FBI-Geschichten, deswegen werde ich mir den Film sicherlich irgendwann mal ansehen.

Professor Marston & The Wonder Women ist ebenfalls ein biographischer Film, der sich um den Schöpfer von Wonder Woman dreht. Da ich bis auf den Wonder Woman nicht viel über diese Comicfigur kenne, bin ich sehr gespannt auf diese Entstehungsgeschichte bzw. den Erfinder dahinter.

Mord im Orient Express ist die gleichnamige Neuverfilmung des bekannten Agatha-Christie-Romans. Der Film wartet mit einem beeindruckenden Starensemble (u. a. Johnny Depp, Daisy Ridley, Judy Dench u. v. m.) und einer wunderschönen Kulisse auf, inhaltlich konnte mich der Film aber nicht so überzeugen. Für Kenner der Vorlage wird die Auflösung des Falls sowieso klar sein, aber selbst wenn man den Roman nicht gelesen hat, ist ziemlich schnell offensichtlich, was Sache ist, das fand ich etwas schade. Christie-Kenner kritisieren anscheinend, dass der Hercule Poirot aus dem Film wenig mit der Buchvorlage zu tun hat.

09.11. | Trailer

Suburbicon
16.11. | Trailer

Justice League
16.11. | Trailer

The Big Sick

Suburbicon ist der neue Film der Coen-Brüder, der gemeinsam mit George Clooney entstand, der auch Regie führt. Die Hauptrollen spielen Matt Damon, Julianne Moore und Oscar Isaac. Das Leben einer Familie wird bei einem Einbruch auf den Kopf gestellt und danach scheint das Chaos zu regieren und einige Tote zu fordern. Sieht ziemlich verrückt aus.

Nach dem gelungenen Film Wonder Woman habe ich mich trotz vorheriger Enttäuschungen auf Justice League gefreut und werde den Film auch Anfang Dezember sehen. Aber nachdem ich alle Trailer gesehen habe, bin ich schon wieder etwas ernüchtert…diese CGI-Schlacht sieht mehr nach Computerspiel als nach Realität aus und kann mich so gar nicht vom Hocker reißen. Ich hoffe sehr, dass sich der erste Eindruck nicht bestätigt. Und wenn, hoffe ich immerhin auf viel Screentime für Wonder Woman. Seufz.

Von The Big Sick habe ich letzten Monat das erste Mal gehört, der Film war in den USA im Sommer wohl ein Überraschungserfolg. Kumail Nanjiani und Emily V. Gordon erzählen mit ihrem Drehbuch das erste Jahr ihrer Liebesgeschichte nach. Seine Familie erwartet, dass er eine pakistanische Frau heiratet, während er sich in eine Weiße verliebt. Als sie ins Koma fällt, muss er sich mit beiden Familien auseinandersetzen. Der Trailer hat mich sofort angesprochen und ich hoffe wirklich, dass ich den Film im Kino sehen kann. Aktuell läuft er in der Nähe leider nur in einem Filmkunstkino in Düsseldorf.

23.11. | Trailer

Battle of the Sexes
23.11. | Trailer

Detroit
30.11. | Trailer

Coco – Lebendiger als das Leben

Ganz schön viele biographische Filme diesen Monat. Auch Battle of the Sexes ist so einer, unnötiger deutscher Untertitel inklusive („Gegen jede Regel“ – gleichzeitig auch ein Footballfilm aus dem Jahr 2000). Emma Stone und Steve Carell verkörpern die Tennisspieler Billie Jean King und Bobby Riggs, die 1973 in einem Schaukampf gegeneinander antraten. Ich habe mit Tennis nicht viel am Hut, mag aber beide Hauptdarsteller und der Trailer sah sympathisch aus.

Auch Detroit basiert auf wahren Ereignissen. Regisseurin Kathryn Bigelow stellt eine Begebenheit während der 67er Aufstände in Detroit nach. John Boyega, Anthony Mackie und Will Poulter spielen mit. Ich habe noch keine Kritiken gesehen, bin aber verwundert, dass sowohl Drehbuchautor als auch Regisseurin Weiße sind.

Unnötige Untertitel, zweiter Teil. Coco – Lebendiger als das Leben ist der neue Disney/Pixar Film. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass der Frozen-Vorfilm „Olaf taut auf“ aggressiver beworben wird als der Hauptfilm selbst, aber vielleicht täusche ich mich. Der Protagonist Miguel verirrt sich am Tag der Toten in die Unterwelt und hat dort die Gelegenheit, gemeinsam mit seinen Vorfahren ein Familiengeheimnis zu lüften. Durch das Totenfest bedingte optische Ähnlichkeiten zu „Manolo und das Buch des Lebens“ sind nicht von der Hand zu weisen, inhaltlich kann ich es nicht beurteilen, da ich Manolo leider nicht gesehen habe. Ich freue mich auf gewohnt schöne Disneyunterhaltung.

30.11. | Trailer

Flatliners

Flatliners ist ein Remake des gleichnamigen Films von 1990. Damals spielten Kiefer Sutherland, Julia Roberts und Kevin Bacon mit. Heute sind es Ellen Page (Juno), Diego Luna (Rogue One) und Nina Dobrev (The Vampire Diaries). Keine Ahnung, wieviel der neue mit dem alten Film wirklich noch zu tun hat, aber der grobe Rahmen ist auf jeden Fall gleich: die Protagonisten experimentieren mit Nahtoderfahrungen und sind dabei ein bisschen zu risikofreudig. Der Trailer ist für meinen Geschmack schon ein bisschen zu gruselig, aber vielleicht gehe ich trotzdem rein.

Weitere Buchverfilmungen

09. Hexe Lilli rettet Weihnachten
09. Simpel
23. Paddington 2
30. Genauso anders wie ich

Oder werft einen Blick auf die Buchverfilmungen der kommenden Jahre.