Lesestoff im September 2017


Nachdem ich mir Anfang des Monats das Ziel gesetzt hatte, möglichst viele Jugendbuchpreis-Nominierte zu lesen, klappte es auch endlich mal wieder mit dem regelmäßigen Lesen. Hoffentlich läuft das im Oktober auch so gut, ich habe mir nämlich einen ehrgeizigen Lesestapel zusammengesucht!

Giants: Sie sind erwacht und Giants: Zorn der Götter

Nachdem ich mich schon vor langer Zeit in die wunderschönen Originalausgaben verliebt hatte, habe ich mir die Bücher endlich mal in der Bibliothek ausgeliehen und fand sie echt gut. Es heißt zwar immer „Show, don’t tell“, aber der Autor zeigt hier, dass auch „Tell“ hervorragend funktionieren kann, wenn man es nur richtig macht. Die Bücher sind nämlich eine Zusammenstellung aus Interviews, Protokollen und Notizen. Inhaltlich geht es um einen gigantischen Roboter, dessen Einzelteile überall auf der Welt verstreut sind und nach und nach gefunden werden. Freue mich schon sehr auf den Trilogieabschluss, der nächstes Jahr erscheint.

Der Mann, der zu träumen wagte

Die Rosie-Romane des Autors habe ich geliebt, deshalb wollte ich unbedingt auch sein neues Buch hören. Leider war das für mich persönlich ein Reinfall. Die 20 Jahre zurückliegende Liebesgeschichte und die Motive des Protagonisten haben mich herzlich wenig interessiert, auch mit den wenigen anderen Figuren wurde ich nicht warm. Für mich ein Liebesdrama zum Augenrollen.

They Both Die at the End

Ich wollte schon länger mal etwas von Adam Silvera lesen und als dann sein neues Buch bei Audible verfügbar war, habe ich gleich zugeschlagen. Der Titel des Buches verrät bereits das Ende der Geschichte, diese Prämisse fand ich sehr interessant. In der Welt von „They Both Die at the End“ bekommt jeder um 00:00 Uhr seines Todestags einen Anruf, der ihn über sein bevorstehendes Ableben informiert. Die beiden Protagonisten lernen sich über die „Last Friend“ App kennen und versuchen, das Beste aus ihrem letzten Tag zu machen. Auch wenn an jeder Ecke mögliche Katastrophen lauern, strahlt die Geschichte eine wahnsinnige Lebensfreude aus. Ich hätte den beiden Sprechern ewig zuhören können.

Ein Sommer am See

Diesen Comic nahm ich spontan in der Bibliothek mit. Ich habe wohl noch nie so lang für so wenig Text gebraucht. Mir haben weder Geschichte noch Zeichenstil gefallen und mit den Protagonistinnen konnte ich nicht viel anfangen, mir war das alles zu langweilig.

Der Geruch von Häusern anderer Leute, Warten auf Gonzo und Eins

Alle drei Titel sind für den Jugendliteraturpreis nominiert, der am 13.10. auf der Frankfurter Buchmesse verliehen wird. Rezensionen folgen!

Bericht aus dem Inneren

Die New-York-Trilogie von Paul Auster habe ich vor ein paar Jahren das erste Mal gelesen und bin der Sprache Austers seither vollkommen verfallen. Auf der letzten Buchhandlungstour mit Anja musste dann „Bericht aus dem Inneren“ mitgenommen werden. In dem Buch schreibt Auster über seine früheste Kindheit und Jugend und seine Zeit als Student. Sehr angenehm zu lesen und ein wunderbarer Blick in das Leben dieses begnadeten Schriftstellers. Momentan lese ich sein neues Werk 4321 und freue mich schon jetzt ausführlich über diesen grandiosen Roman berichten zu können.

Kukolka

Nachdem ich „Und es schmilzt“ von Lize Spit ausgelesen hatte und noch Tage darauf völlig fertig war, hatte ich mir eigentlich ein heiteres, schönes Buch verordnet. Doch dann wurde mir Kukolka von Lana Lux empfohlen und nun ja… Heitere und leichte Unterhaltung bietet dieses so unglaublich schmerzvolle und herzzerreißende Buch wirklich nicht. Das Mädchen Samira wächst in einem Waisenhaus in der Ukraine auf, aus dem sie auf der Suche nach dem großen Glück abhaut. Was sie jedoch findet ist größtes Unglück in einer so unmenschlichen Welt, so dass ich beim Lesen so manchmal mit einem großen Kloß im Hals innehalten musste. Ein wirklich hartes Buch, das ich jedoch uneingeschränkt empfehlen möchte.

Absolutely on Music. Conversations with Seiji Ozawa

Murakami.. Irgendwann lege ich einen Murakami-Monat ein und lese mal wieder jedes Buch dieses Sprachgotts. Sprachgott. Ist das etwas hochgegriffen? Mitnichten! Im September habe ich „Absolutely on Music. Conversations with Seiji Ozawa“ gelesen. Ganz ehrlich, kann es etwas Besseres als die Kombination von Murakami und Musik geben? In seinen Gesprächen mit Seiji Ozawa, dem japanischen Dirigenten und Komponisten, geht es um klassische Musik und es ist meiner Meinung nach absolut keine Voraussetzung sich hier perfekt auskennen zu müssen, um das Buch genießen zu können. Meine Güte, was werde ich im Januar zum Erscheinen von „Die Ermordung des Commendatore. Eine Idee tritt auf“ eskalieren…

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