Interview und Gewinnspiel zu Mein Blind Date mit dem Leben

Diese Woche ist die Buchverfilmung Mein Blind Date mit dem Leben auf DVD/Blu-Ray erschienen. Gemeinsam mit drei anderen Bloggern hatte ich die Gelegenheit, Autor Saliya Kahawatte zu interviewen, auf dessen Leben die Buchvorlage und der Film basieren. Bereits 2010 habe ich die Biographie gelesen und rezensiert und war damals sehr beeindruckt. Die Drehbuchautoren Oliver Ziegenbalg und Ruth Toma und Regisseur Marc Rothemund inszenieren die Geschichte als Komödie, was überraschend gut funktioniert.

Der Film

Prüfungen bestanden, Abi in der Tasche, und endlich den Traumjob finden. Klingt logisch, doch ganz so leicht läuft’s für den jungen Saliya (Kostja Ullmann) dann doch nicht. Saliya verschweigt nämlich, dass er fast blind ist. Überraschenderweise funktioniert der Bluff aber tatsächlich und er bekommt die Stelle in einem Luxus-Hotel in München. Niemand ahnt etwas von seinem Handicap, nur sein Freund Max (Jacob Matschenz) erkennt bald, was es mit Saliya auf sich hat und hilft ihm, jede noch so schwierige Lage zu bewältigen. Wenn die anderen Kollegen Feierabend machen, übt Saliya bis in die Nacht die für seine Kollegen einfachsten Handgriffe, bis er sie „blind“ beherrscht. Doch als er sich in Laura (Anna Maria Mühe) verliebt und durch sie in eine unvorhergesehene Situation gebracht wird, scheint alles, was er sich vorgenommen hat, zusehends aus den Fugen zu geraten.

Quelle: Studiocanal

Interviewfragen

Wenn Sie heute wieder 15 Jahre alt wären, würden Sie dann genauso handeln wie damals und ihre Sehbehinderung verheimlichen, oder offener damit umgehen?

Der heutige Arbeitsmarkt hat sich im Vergleich zu meiner Jugend in Sachen Inklusion nicht spürbar verändert. Vor diesem Hintergrund würde ich heute genauso handeln wie in meiner zurückliegenden Jugend. Die Bewertung, ob diese Entscheidung vernünftig ist oder nicht, überlasse ich denen die das hier lesen.

Sie sind Business-Coach, Unternehmensberater, Key-Note-Speaker und zweifacher Buchautor. Außerdem betreiben Sie einen Online-Shop für Gewürze und Tee und sind Vorsitzender eines gemeinnützigen Vereins. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut?

Ich habe neben meinem Handicap auch ein paar Fähigkeiten entwickelt. So kann ich mich recht gut organisieren und mich auf viele Dinge gleichzeitig konzentrieren. Hinzu kommt das große Glück, dass ich ein tolles Team mit phantastischen, motivierten Mitarbeitern um mich habe, die mich täglich mit viel Fleiß und Engagement unterstützen. Und wenn man große Aufgaben auf viele Schultern verteilt, dann geht alles viel leichter und kostet weniger Kraft.

Weiterlesen bei: Damaris liest. | Miss. Naseweis | myBookBlog

Gewinnspiel

In Zusammenarbeit mit Pure Online verlosen wir 3 Fanpakete, bestehend aus DVD und Buch (erschienen bei Bastei Lübbe). Dafür müsst ihr nur folgende Frage beantworten: In welchem Hotel fanden die Dreharbeiten zu Mein Blind Date mit dem Leben statt?

Sendet eure Antwort an blinddatebloggers@pureonline.de und gebt auch gleich eure Vrsandadresse an, damit die Pakete an euch geschickt werden können. Teilnahmeschluss ist der 07.07.2017 um 23:59 Uhr.

Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr über 18 Jahre alt seid oder eure Eltern der Teilnahme schriftlich zugestimmt haben und ihr in Deutschland wohnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für Verlust oder Beschädigung auf dem Postweg übernehme ich keine Haftung.

Update: Gewonnen haben Thomas E., Gabriele K. und Karl-Heinz S. Herzlichen Glückwunsch!

9 Gedanken zu „Interview und Gewinnspiel zu Mein Blind Date mit dem Leben

  1. Liebe Anja!

    Im Januar haben wir eine liebe Kollegin verabschiedet und ihr ein besonderes Abschiedsgeschenk gemacht:
    Damit wir in Kontakt bleiben, treffen wir uns regelmäßig und unternehmen etwas zusammen.
    Unser erstes Treffen war ein Kinobesuch, bei dem sie sich den Film aussuchen durfte und hinterher waren wir zusammen essen.
    Sie hatte sich „Mein Blind Date mit dem Leben“ ausgesucht.

    Ich hatte mich vorab nur ein wenig über den Film informiert, mir den Trailer aber nicht angesehen.
    Oft schaue ich mir eher Fantasy-, Science-Fiction-Filme oder konsumkritische Dokus im Kino an, daher war der Film für mich eine echte Ausnahme.
    Der Film selbst hat mich total umgeworfen und ich möchte unbedingt nochmals gemeinsam mit meinem Freund und meiner Familie ansehen.

    So etwas habe ich noch nie erlebt.
    Die Geschichte von Saliya Kahawatte hat mich mitgerissen. Ich war fasziniert davon, wie er für seinen Traum gekämpft hat und was er dafür alles auf sich genommen hat.
    Zum Glück gab es Menschen, die an ihn geglaubt und ihm geholfen haben.
    Bei so mancher Szene hat er sich selbst und auch mal andere in Gefahr gebracht. Ein wahnsinnig mutiger Mensch.
    Ich würde sehr gerne sein Buch lesen. Ich bin ziemlich gespannt, wie nah die Verfilmung an den realen Begebenheiten ist.
    Wahnsinn was der Mann aus sich gemacht hat.
    Ein echtes Multitalent und ein Vorbild. Ich zweifle oft an mir selbst und dann einen Menschen zu erleben, der es trotz aller Widrigkeiten so weit gebracht hat – das ist sehr motivierend und macht Hoffnung.

    Liebe Grüße, Aletheia

    1. Liebe Aletheia,
      wie schön, dass ihr den Kontakt mit der ehemaligen Kollegin haltet, das klappt ja leider nicht oft! Mir hat der Film auch sehr gut gefallen, vor allem, dass es es zwar humorvoll, aber nicht kalauerhaft war. Leider kann ich Buch und Film nicht mehr vergleichen, weil es schon so lange her ist, dass ich die Biographie gelesen habe, aber ich denke es ist auf jeden Fall interessant, auch die Vorlage zu kennen.

  2. Hey ho,

    ich bin gerade eben auf eure Aktion gestoßen und finde es echt super, dass ihr die Möglichkeit habt Bücher und Filme zu verlosen bzw. ein Interview mit dem Autor zu führen.

    Da hast du dir aber zwei sehr interessante Fragen überlegt. Gerade die Antwort auf die erste Frage ist erschreckend, aber auch irgendwo verständlich. Je nachdem in welchem Bereich Behinderte beruflich Fuß fassen wollen, ist es sicher alles andere als einfach. Allerdings denke ich mir – vielleicht bin ich dafür auch einfach nu naiv? – das nichts unmöglich ist und jeder an seinen richtigen Platz kommt – egal ob mit oder ohne Behinderung.

    viele Grüße

    Emma

    1. Ich bin sehr froh, dass Herr Kahawatte die Frage richtig verstanden hat. Ich habe zwischenzeitlich gezweifelt, ob es vielleicht falsch rüberkommen könnte. Aber genau das war mein Gedanke dahinter, ob er das Gefühl hat, heute bessere Chancen zu haben, wenn er seine Sehbeeinträchtigung nicht verheimlicht. Unsere Gesellschaft hat da leider noch einen sehr langen Weg vor sich. Aber Erfahrungsberichte wie diese zeigen ja, dass Menschen mit Behinderungen nicht unterschätzt werden sollten.

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