Boekenbon vs BücherScheck. Die Büchergutscheine im Vergleich


Unter dem Hashtag #littripNL16 stellen Bloggerinnen und Blogger im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse 2016 das diesjährige Gastland näher vor, die Niederlande. Initiiert wurde das Blogprojekt von Ramona.

Heute geht es bei mir um den BücherScheck und sein niederländisches Pendant, den Boekenbon (bedeutet „Buchgutschein“). Wahre Buchliebhaber haben sicherlich schon einmal vom BücherScheck gehört. Der Gutschein wird von vielen Buchhandlungen ausgestellt, die kein eigenes Gutscheinsystem haben und ist bei allen teilnehmenden Buchhandlungen in ganz Deutschland einlösbar. So kann man z. B. in München einen BücherScheck kaufen und jemandem schenken, der in einem 400 km entfernten Dorf ohne deutschlandweit vertretene Buchhandlung wohnt. Mit dem Boekenbon in den Niederlanden verhält es sich ähnlich. Hier mal ein kleiner Vergleich:

Boekenbon (links) vs. BücherScheck (rechts)

Seit wann gibt es ihn?
1934 seit mehr als 30 Jahren
Wie sieht er aus?
Geschenkkarte aus Plastik oder digitaler Gutschein Gutschein aus Papier, ähnlich wie ein Scheck
Maximaler Gutscheinbetrag
250,00 € 100,00 €
In wie vielen Geschäften ist der Gutschein einlösbar?
ca. 1.500 ca. 2.500
Wie lange ist der Gutschein gültig?
10 Jahre ab Ausstellungsdatum 3 Jahre, beginnend mit dem Ende des Ausstellungsjahres
Kann man den Gutschein online kaufen/einlösen?
Ja/Ja Nein/Nein

Mir ist sofort ins Auge gestochen, dass der Boekenbon längst im digitalen Zeitalter angekommen ist, während der BücherScheck eher traditionell daher kommt. Das fängt bei der Form an, in der er ausgestellt wird und endet bei den Einlösemöglichkeiten, denn den Boekenbon kann man nicht nur online kaufen, sondern auch gleich online ausgeben. Durch die Plastikkarte ist es möglich, Guthaben abzubuchen und den Rest zu behalten.

Der BücherScheck ist nur offline einlösbar. Man erhält das Wechselgeld entweder ausgezahlt oder die Buchhandlung stellt einen neuen Gutschein aus, der einen in den meisten Fällen an die Buchhandlung bindet. Außerdem muss man aufpassen, dass man das Stück Papier pfleglich behandelt und nicht versehentlich zerstört. Da ist eine Plastikkarte auf jeden Fall widerstandsfähiger. Ich empfinde das Format des BücherSchecks außerdem als sehr unhandlich. In mein Portemonee passte er nicht und auch die Innenfächer meiner Handtasche sind nicht groß genug, sodass ich den Scheck in seiner Einsteckhülle einfach so in die Tasche legen musste, in der Hoffnung, dass er den Transport überlebt.

Der Vorteil bei beiden Gutscheinen ist, dass man reichlich Zeit hat, das Geld auszugeben. Aber mal ehrlich, wer braucht denn drei Jahre, um 100,00 oder 250,00 € für Bücher auf den Kopf zu hauen? ;-)

Der nächste Artikel des #littripNL16 erscheint morgen auf Papiergeflüster!

Gewinnspiel

Apropos auf den Kopf hauen: mit freundlicher Unterstützung des BuchSchenkService verlose ich zwei BücherSchecks im Wert von je 20,00 €.

Wenn ihr gewinnen möchtet, schickt bis zum 12. Oktober 2016, 23:59 Uhr eine Mail an admin [at] buecherblog.org mit dem Betreff „Gewinnspiel“. Bitte gebt darin euren Namen und eure Adresse an und beantwortet mir die Frage, welches Buch ihr euch von dem Gutschein als erstes kaufen würdet.
Unvollständige Mails werden ohne Ausnahme gelöscht.

EDIT 13.10.1016: Gewonnen haben Anne W. und Konstanze T. Herzlichen Glückwunsch! Eure BücherSchecks gehen morgen auf die Reise. Wir würden uns natürlich darüber freuen, wenn ihr uns unter dem Hashtag #littrip16NL auf Instagram, Twitter o. ä. berichtet, welches Buch oder welche Bücher ihr euch letztendlich gekauft habt :-)

Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr über 18 Jahre alt seid oder eure Eltern der Teilnahme schriftlich zugestimmt haben und ihr in Deutschland wohnt. Pro Haushalt/Person ist nur eine Teilnahme erlaubt. Ein Verstoß führt zur Disqualifizierung aller eingereichter E-Mails. Ihr erklärt euch damit einverstanden, dass ich eure Daten bis zum Ende des Gewinnspiele speichere. Nach Beendigung des Gewinnspiels werde ich selbstverständlich alle Daten löschen.
Außerdem erklärt ihr euch einverstanden, dass ich euren Vornamen und ersten Buchstaben des Nachnamens im Falle des Gewinns auf meinem Blog veröffentliche. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für Verlust oder Beschädigung auf dem Postweg übernehme ich keine Haftung.

3 Gedanken zu „Boekenbon vs BücherScheck. Die Büchergutscheine im Vergleich

  1. Na da muss man schon sagen, dass der Boekenbon die Nase vorn hat im direkten Vergleich. :-)

    Und hey, du wirst lachen, aber ich kenne jemanden, der hat mal einen Büchergutschein über 100 € gekriegt und hat den über 10 Jahre lang Stück für Stück eingelöst. Eigentlich war er eine Leseratte, aber auch krankhaft geizig, und so hat er sich immer nur gebrauchte Billigbücher gekauft und war zu geizig, den Gutschein auf den Kopf zu hauen. Fand ich ja schon etwas seltsam…

    Liebe Grüße,
    Bianca

  2. Ach krass, dass es den BücherScheck echt nicht für Online-Käufe gibt – wusste ich ja tatsächlich nicht. Mir mag ja keiner Büchergutscheine schenken :D Aber gut, im Notfall nehmen wir ja auch die altmodischen, schriftlichen Schecks – und da sie neue Bücher versprechen, würde ich persönlich auch sehr gut auf den Wisch aufpassen. Bzw. ihn sowieso schnellstens einlösen. Ich denke, da verstehen wir uns :D

    Liebe Grüße,
    Jess

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