[Rezension] Die sieben Tode des Max Leif

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Seiten: 368
Preis: 14,99 €, Trade Paperback
ISBN: 9783426517253
Erscheinungsdatum: 11.01.2016
Bewertung:

Die Handlung

Max Leif ist erfolgreicher Unternehmer, Besitzer eines Musiklabels und immer auf Achse. Als erst er einen Herzinfarkt bekommt und dann sein bester Freund plötzlich stirbt, bekommt Max es mit der Angst zu tun und wird zum Hypochonder. Jeder Husten, jedes Fieber scheint das Symptom für eine tödliche Krankheit zu sein. Kurzerhand verkauft Max sein Label und versucht, seine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen.

Das war gut

Max geht regelmäßig in ein Café, um dort Espresso zu trinken. Diese Abschnitte mit der grummeligen Bedienung Maja mochte ich am liebsten. Ich konnte mich mit Maja sehr gut identifizieren ;) Das Kennenlerntempo der beiden Figuren wirkte realistisch und nicht überstürzt, was ich sehr gut fand.

Das absolute Highlight des Buches sind Max‘ Versuche, Maja mit schlechten Grabsteinwitzen zum Lachen zu bringen. Bei mir hat’s auf jeden Fall super geklappt! Auch Max‘ Putzfrau Jekaterina ist für den ein oder anderen Lacher gut. Facebook-Star ist sie auch!

Pluspunkte gibt es ebenfalls dafür, dass ich wenig Ahnung hatte, wohin die Geschichte führen würde. Ich mag es, überrascht zu werden und nicht immer wieder das gleiche Schema F zu lesen.

Das hat mir nicht gefallen

Max soll ein Hypochonder sein, aber die meisten seiner Krankheiten fand ich gar nicht so abwegig, wie sie eigentlich sein sollten. Klar ist es nicht die beste Idee, seine Symptome zu googeln, aber wenn ich vor kurzem in Sansibar gewesen wäre und dann u. a. unerklärliches Fieber bekäme, dass dann genauso schnell wieder verschwindet, wie es aufgetaucht ist, dann wäre ich auch besorgt!

Die Ex-Freundin von Max hat genervt. Sie trägt rein gar nichts zur Handlung bei, taucht aber trotzdem ständig auf. Ich könnte rückblickend nicht sagen, dass Max irgendetwas an seinem Verhalten in irgendeine Richtung verändert hätte, wäre sie nicht dagewesen.

Und daraus folgt

Auch wenn Max Lebenssituation und Werdegang nicht weiter von meinen persönlichen Erfahrungen entfernt sein könnten, hatte ich doch das Gefühl, mich als Leserin mit Max identifizieren zu können. Er ist bei all seinem Machogehabe („Ich bin ein Kerl!“) und seiner Melodramatik nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber gerade deshalb sehr menschlich.

Zusammengefasst ist Die sieben Tode das Max Leif die Geschichte eines Mannes, der nach dem Tod seines besten Freundes in eine Lebenskrise gerät und wieder lernen muss, das Leben zu lieben, statt sich vor dem Tod zu fürchten. Dabei helfen ihm sein Ex-Marketing-Manager, der Max des öfteren die Leviten liest, wenn er wieder zu sehr spinnt, seine russische Putzfrau, die immer einen hilfreichen Ratschlag zur Hand hat und geduldig Max‘ „Stall von Schweine“ auf Vordermann bringt, sowie die schon erwähnte schlecht gelaunte Barista Maja, hinter der eine Vergangenheit steckt, von der man zunächst wenig ahnt.

Liebevoll gezeichnete Charaktere und eine humorvolle Geschichte mit melancholisch stimmenden Einlagen machen das Buch lesenswert!


6 Gedanken zu „[Rezension] Die sieben Tode des Max Leif

  1. Hallöchen Anja,
    puh nee.. dieses Buch und ich – Max hat mich schier wahnsinnig gemacht. Ich bin, glaube ich, nicht über die ersten hundert Seiten hinweg gekommen, weil er mich so aufgeregt hat! :D Umso mehr bewundere ich, dass es Leser gibt, die das Buch nicht nur beendet haben, sondern auch irgendwie mochten. Verrückt. Aber manchmal passts und manchmal eben nicht.

    Liebst, Lotta

  2. Hallo Anna,
    ich konnte ja schlecht unter deinem „Über mich-Kasten“ kommentieren, deshalb nehme ich jetzt einfach mal den neuesten Post. Einen wirklich genialen Blog hast du hier! Mir gefällt das Design, der Satz, mit dem du dich vorstellst (genau meine Themen ^^) und natürlich Büücher!

    Liebe Grüße
    Svenja von wokeuphappyblog.wordpress.com

  3. Dein Blog hat mich gerade betroffen gemacht – ich war im ganzen letzten Jahr nur vier Mal im Kino, auch wenn mein Lesepensum ordentlich ist – meine Filmbilanz ist sowas von mies.

    LG, Franziska

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