[Rezension] Layers

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Reihe:
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Seiten: 765 Minuten
Preis: 14,99 €, Hörbuch
ISBN: 9783844519358
Erscheinungsdatum: 17.08.2015
Bewertung:

Die Handlung

Dorian schlägt sich als obdachloser Jugendlicher durch, bis es zu einem schwerwiegenden Zwischenfall kommt und er glaubt, vor der Polizei fliehen zu müssen. Doch ein Fremder bietet ihm seine Unterstützung an. In einer geheimen Villa versorgt ein mysteriöser Gönner Jugendliche, die nicht mehr nach Hause können oder wollen. Sie bekommen eine Unterkunft, Essen, Kleidung und sogar Schulunterricht. Als Gegenleistung müssen sie „Dienste“ verrichten. Dazu zählt u. a. die Verteilung von Flyern für Wohltätigkeitsorganisationen. Dorian steigt allerdings schnell auf und darf Werbegeschenke ausliefern. Doch als ein Auftrag platzt, steht Dorian plötzlich mit einem der Geschenke auf der Straße und wird von Mitarbeitern der Villa verfolgt. Was steckt wirklich hinter der merkwürdigen Organisation?

Das war gut

Hier kann ich leider nicht zu viel sagen, ohne zu spoilern. Ich fand das Werbegeschenk sehr interessant und ne coole Idee, auch die Vergleiche mit unserer Realität.

Jens Wawrczeck als Sprecher hat einen guten Job gemacht. Er hat nicht unbedingt eine Stimme, die hervorsticht, aber sie hat einen angenehmen Klang und auch dem Sprechtempo konnte ich gut folgen.

Das hat mir nicht gefallen

Mit den Charakteren wurde ich allesamt nicht warm. Um die Leute in der Villa richtig kennenzulernen, bleibt leider nicht genug Zeit und mit Dorian konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren. Er macht ständig die gleichen dummen Fehler und lässt sich viel zu leicht von anderen beeinflussen. Außerdem war mir nicht ganz klar, wieso er eigentlich auf der Straße lebt. Es wird erwähnt, dass es Probleme mit seinem Vater gab, aber das reichte mir nicht wirklich.

Die Handlung dreht sich viel zu oft im Kreis bzw. wiederholt sich, das wird auf Dauer einfach anstrengend. Ich verstehe, dass es Dorians Planlosigkeit und Überforderung mit der Situation darstellen soll. Das ist vielleicht realitätsnah, aber leider auch ziemlich langweilig.

So cool das Werbegeschenk auch ist, es hat bestimmte Funktionen, die keinen Sinn ergeben und leider danach schreien, dass es für den Plot nun mal so sein musste und nicht anders ging. Hier hätte ich mir eine elegantere Lösung gewünscht.

Dorian verguckt sich in der Villa in ein Mädchen namens Stella und auch nachdem er sich wieder auf der Straße durchschlagen muss, drehen sich seine Gedanken oft um sie. Die Anziehung zwischen den beiden war für mich nicht nachvollziehbar und ich hatte eher das Gefühl, dass die Figur nur deshalb eingeführt wurde, um ein schönes Druckmittel für Dorian zu haben.

Und daraus folgt

Optisch sind sowohl das Buch als auch das Hörbuch von Layers eine Augenweide. Leider konnte mich die Autorin inhaltlich nicht von Dorians Geschichte überzeugen, was ich sehr schade finde. Die Idee des Buches hätte viel Potenzial gehabt, doch für meinen Geschmack driftete die Handlung leider zu sehr in Richtung RAF statt Zukunftsthriller, den ich den ersten Kapiteln eigentlich erwartet hatte.


6 Gedanken zu „[Rezension] Layers

  1. Hallöchen liebe Anja,
    ich bin froh, dass ich nicht so ganz alleine bin mit meiner Enttäuschung. Ich hatte echt viel mehr erwartet von diesem Buch. Ich habe mich sehr gelangweilt, weil einfach nicht wirklich etwas passiert ist. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, ich wäre in eine Zeitschleife geraten. Nun ja, es kann nicht jedes Buch umwerfend sein.

    Liebst, Lotta

  2. Klingt ähnlich wie Erebos. Also so mit den geheimen Aufträgen, die erledigt werden müssen. Da hatte ich das gleiche Problem mit den Figuren, bin einfach nicht mit ihnen warm geworden. Saeculum fand ich da schon besser, aber auch nicht soo herausragend. Ich glaube das würde ich mir höchstens mal aus der Bibliothek zum Hören ausleihen. Jens Wawrczeck hatte Erebos auch schon so schön gelesen.

    1. Erebos subbt bei mir ja bis heute noch. Und ehrlich gesagt habe ich momentan wenig Lust, das zu ändern ^^“

      1. Kann ich verstehen, aber Erebos hat immerhin ein recht spannendes Geheimnis und ist am Ende gut aufgelöst. Also nicht so, dass ich dachte „Waas? Das alles DAFÜR?“

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