[Rezension] Einfach Schicksal

Originaltitel:
Just Like Fate
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Themen:
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Reihe:
-
Seiten: 301
Preis: 16,99 €, Hardcover
ISBN: 9783846600108
Erscheinungsdatum: 12.02.2015
Bewertung:

Die Handlung

Carolines Großmutter liegt nach einem Schlaganfall im Krankenhaus, ihr Zustand ist kritisch. Caroline wird von ihrer besten Freundin zu einer Party eingeladen und muss sich entscheiden: bei ihrer Großmutter BLEIBEN, falls diese aufwacht, oder GEHEN und ein wenig Abstand von all dem Familiendrama bekommen? Von diesem Zeitpunkt an erzählen die Autoren beide Varianten der Geschichte und Caroline wird mit völlig verschiedenen Situationen und Möglichkeiten konfrontiert, die sich aus ihrer Entscheidung ergeben.

Das war gut

Einfach Schicksal hat ein sehr interessantes Konzept, das man auch aus dem Film „Sliding Doors“ mit Gwyneth Paltrow kennt. Die Protagonistin muss an einem bestimmten Punkt eine Entscheidung treffen, die ihre gesamte Zukunft beeinflusst. So zieht Caroline z. B. im Handlungsstrang „gehen“ zu ihrem Vater in eine andere Stadt, während sie in „bleiben“ zu ihrer Mutter in ihr altes Zimmer zurückkehrt. Beide Erzählstränge haben ihre Höhen und Tiefen und sind einzigartig. Die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen.

Die Figuren sind realitätsnah gezeichnet, alle haben ihre Probleme und Fehler und man kann ihr Verhalten gut nachvollziehen. Besonders bei Carolines Familie fiel es mir nicht schwer, Sympathien zu entwickeln, auch wenn nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen ist.

Das hat mir nicht gefallen

Caroline ist während oder nach der Scheidung ihrer Eltern zu ihrer Großmutter gezogen und hat besonders zu ihrer Mutter und Schwester ein sehr angespanntes Verhältnis. Hier hätte ich mir mehr Erklärung gewünscht, da für mich nicht ganz klar war, was nun eigentlich das Problem zwischen den Figuren war.

Und daraus folgt

Besonders gut gefiel mir, dass das Buch die Botschaft vermittelt, dass es nicht die eine richtige Entscheidung gibt, dass keine Alternative perfekt ist und es eher darauf ankommt, was man aus der Wahl macht, die man getroffen hat. Trotz der zwei verschiedenen Zeitstränge ist es eine sehr realistische Geschichte mit Ecken und Kanten. Mir hat Einfach Schicksal sehr gut gefallen und ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen.


5 Gedanken zu „[Rezension] Einfach Schicksal

  1. Etwas ähnlichem bin ich vor einigen Jahren in dem Buch „Liebespaarungen“ von Lionel Shriver begegnet. Find ich wirklich ein tolles Konzept sofern nicht zu häufig darauf zurückgegriffen wird. Einige hatten ja in Ihrer Kindheit auch die Gelegenheit die Bücher der „Gänsehaut“ reihe zu lesen, bei denen der Leser durch solche Entscheidungen den Fortgang der Geschichte direkt beeinflussen konnte. Kann man gut mal haben…

    1. Cool, vielen Dank für den Tipp! Klar, wenn jedes zweite Buch so wäre, wärs ja langweilig, aber ab und zu ist das wirklich ne tolle Idee :)

  2. Ist ja toll, dass es dir so gut gefiel. Geht, soweit ich das mitbekomme, nicht jedem so. Aber dann sollte es auf jeden Fall noch in diesem Jahr (harhar) von mir gelesen werden. :)

  3. Hallöchen Anja,
    ich habe das Buch das erste Mal gesehen, als sie es uns auf der Buchmesse in Frankfurt vorgestellt haben. Ich fand das natürlich wahnsinnig interessant, aber irgendwie kam es nie dazu, dass ich es gelesen habe. Jetzt ärgere ich mich ein bisschen darüber, denn nun werde ich wahrscheinlich nicht mehr dazu kommen es zu lesen.

    Liebst, Lotta

    1. Wieso glaubst du das? Wegen der Ausbildung? Zwischendurch solltest du trotzdem noch ein paar Bücher lesen, die vielleicht schon erschienen sind, schließlich willst du nicht nur Neues verkaufen, oder? ;)

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