[Rezension] Ich und mein anderes Leben

Originaltitel:
The Half Life of Molly Pierce
Autor:

Verlag:

Themen:
,
Reihe:
-
Seiten: 256
Preis: 7,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783570309858
Erscheinungsdatum: 09.03.2015
Bewertung:

Die Handlung

Schon immer hat Molly Erinnerungslücken. Ganze Stunden und Tage: einfach weg. Was während dieser Blackouts passiert, weiß sie nicht, nur, dass sie danach jedes Mal wie aus einem wilden Traum erwacht. Bis eines Tages nach einem Unfall ein tödlich verletzter Junge in ihren Armen liegt und behauptet, sie zu kennen. Aber Molly kennt diesen Jungen nicht. Oder doch? Als sie sich auf die Suche nach Spuren macht, gerät sie in den Sog einer verstörenden Wahrheit: Sie kannte den Toten[…] | Quelle: cbt

Das war gut

Ich habe die offizielle Inhaltsangabe ein wenig gekürzt, denn dies fand ich einen der interessantesten Aspekte an dem Buch: man weiß nicht, womit man es zu tun hat und tappt genauso im Dunkeln wie Molly. Dieser mysteriöse Teil hat mir gut gefallen.

Ich kann nicht zu viel sagen, wenn ich die Auflösung nicht verraten will, aber: es gibt kein Gut und Böse, was bei diesem Plot gerne mal passiert. Ich fand es gut, dass die Autorin dieses Klischee umschifft hat.

Das hat mir nicht gefallen

Die Nebenfiguren bleiben leider blass und sind mehr schmückendes Beiwerk, als die Handlung vorantreibend. Besonders bei Mollys Schulfreunden fiel mir dies auf, bei Sayer ist es aber auch nicht besser. Das Buch hätte gerne ein paar Seiten mehr haben dürfen, um die Figuren besser auszuarbeiten.

Das Verhalten Molly gegenüber erschien mir nach der Auflösung des Rätsels sehr merkwürdig. Ich hatte mir so etwas gedacht, aber irgendwie passte es mit den Vorstellungen, wie die Familie und Freunde mit Molly umgehen sollten, nicht zusammen.

Und daraus folgt

Ich hatte aufgrund des Covers mit einem Fantasyeinschlag in der Geschichte gerechnet, auch weil ich mir die Inhaltsangabe wohl nicht besonders genau durchgelesen habe. Stattdessen erwartet den Leser etwas völlig anderes. Das Geheimnis um Mollys Blackouts verspricht spannende Lesestunden, aber leider kratzt das Buch durch den Fokus auf die Spurensuche nur an der Oberfläche. Im Nachhinein habe ich mir gewünscht, dass die Erklärung früher gekommen wäre und danach der Schwerpunkt auf Mollys Umgang damit gelegt worden wäre. Schade.