[Rezension] Nicht mit mir, Schwesterherz

Originaltitel:
The Space Between Us
Autor:

Verlag:

Themen:
,
Reihe:
-
Seiten: 352
Preis: 14,99 €, Hardcover
ISBN: 9783414824042
Erscheinungsdatum: 16.09.2014
Bewertung:

Die Handlung

Amelia und Charly sind Schwestern, haben aber wenig gemeinsam. Während Amelia zielstrebig und besonnen ist, stürzt sich Charly impulsiv in Abenteuer, hat für die Schule nicht viel übrig und zieht die Aufmerksamkeit aller auf sich. Amelia ist daran gewöhnt, doch als Charly nach einer Party bei zwielichtigen Leuten nicht wieder nach Hause kommt und auf keinen Anruf reagiert, ist Amelia krank vor Sorge. Charly taucht zwar am nächsten Tag wieder auf, verhält sich aber in den folgenden Wochen abweisend und geheimniskrämerisch. Wenig später ziehen die Geschwister in die kanadische Einöde, „um ihre Tante besser kennenzulernen“.

Das war gut

Es ist keine reine Teenie-Liebesgeschichte \o/ Die Beziehung zwischen Amelia und Charly steht eindeutig im Vordergrund, auch wenn Amelia einen netten kanadischen Jungen kennenlernt.

Es gelingt der Autorin sehr gut, die Stimmung einzufangen. In Kanada herrscht ein extrem frostiger Winter, bei dem es lebensgefährlich sein kann, ohne Jacke das Haus zu verlassen. Und in der Stadt ist absolut tote Hose. Ich konnte mir die Gegend sehr gut vorstellen und die Kälte hat sich klammheimlich auch in meine Ärmel geschlichen.

Am Ende trifft Charly die richtige Entscheidung und das ist ein tolles Signal an alle LeserInnen. Dies ist einer der ausschlaggebenden Punkte für meine Bewertung.

Das hat mir nicht gefallen

Charly ist zwar ein Störenfried und Amelia ist es gewöhnt, dass ihre Schwester Mist baut, aber trotzdem finde ich, dass Amelia ruhig etwas mehr hätte hinterfragen können, was eigentlich mit Charly los ist. Der Autorin reichte wahrscheinlich die Erklärung, dass Amelia einfach so wütend auf Charly war, dass es ihr am Allerwertesten vorbeiging, aber mir reichte das nicht.

Die Familie ist so interessant, da hätte man viel mehr draus machen können. Der Vater ist Oberhaupt der örtlichen Kirche, tritt aber kaum in Erscheinung und erfährt auch nicht Charlys Geheimnis. Und die Tante dient auch nicht zu viel mehr, als Amelia eifersüchtig zu machen und den beiden Mädchen ein Bett über dem Kopf zu geben. Schade.

Und daraus folgt

Insgesamt liefert Jessica Martinez hier ein solides Werk ab, das zwar überzeugen kann, aber eben nicht in allen Punkten. Ich würde mir wünschen, dass die Autorin in ihren nächsten Büchern ein schwieriges Thema in den Fokus rückt und nicht nur als Begleiterscheinung mitlaufen lässt. Charlys Probleme und Herausforderungen bezüglich ihres Geheimnisses wurden zwar gezeigt, hätten aber noch viel weiter ausgebaut werden können. Das hätte mich persönlich mehr interessiert als von Amelias Verabredung zu lesen, aber gut, Amelia ist nun mal die erzählende Hauptfigur der Geschichte. Ein Perspektivenwechsel zwischen den beiden Schwestern wäre hier ganz gut gewesen.


Ein Gedanke zu „[Rezension] Nicht mit mir, Schwesterherz

  1. Hallöchen Anja,
    Ach ich weiß nicht, ob ich dieses Buch lesen muss.. irgendwie spricht es mich nicht besonders an und deine Rezension sagt mir auch eher „nicht so unbedingt lesen“. Ich bin froh, dass du auch die Bücher zeigst, die nicht so gut gefallen, weil ich sonst wahrscheinlich immer wieder Fehlgriffte landen würde. :D

    Liebst, Lotta

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