[Rezension] Zur Hölle mit Bridget

Originaltitel:
Here Lies Bridget
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Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 352
Preis: 12,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783956490811
Erscheinungsdatum: 10.10.2014
Bewertung:

Die Handlung

Bridget Duke ist die Königin der High School. Oder jedenfalls glaubt sie das und verhält sich deswegen äußerst eingebildet und abfällig gegenüber Mitschülern und Lehrern. Aber auch ihre Stiefmutter hat kein leichtes Leben mit ihr. Als eine neue Schülerin namens Anna an die Schule kommt, scheint sich Bridgets Beliebtheit in dem Maße zu verflüchtigen, wie die Beliebtheit von Anna ansteigt. Plötzlich bekommt Bridget ungeahnten Gegenwind. Nach einem Autounfall muss sie sich in einer Zwischenwelt mit ihrem Verhalten auseinandersetzen.

Das war gut

Den mittleren Teil, in dem Bridget gezeigt wird, wie sie sich ihren Mitmenschen gegenüber verhalten hat, fand ich sehr gut. Bridget muss sprichwörtlich in die Fußstapfen ihrer „Opfer“ steigen bzw. in ihre Schuhe schlüpfen und sieht dann aus der Perspektive der jeweiligen Person, wie diese Bridgets Verhalten empfinden. Schade war nur, dass die meisten dieser Vorkommnisse sich auf den ersten Teil des Buches bezogen, als schon aus Bridgets Sicht beschriebene Situationen nochmal präsentiert wurden. Es war zwar interessant, gleiche Szenen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, aber ich hätte mir mehr Rückblenden aus der weiter entfernten Vergangenheit gewünscht, denn die paar unangenehmen Zwischenfälle in der jüngsten Zeit werden wohl kaum dazu geführt haben, dass Anna aufgetaucht ist.

Das hat mir nicht gefallen

Die Aufteilung des Buches erschien mir nicht besonders gut ausbalanciert. Es dauert 170 Seiten, bis Bridget überhaupt „stirbt“. Dagegen stehen 130 Seiten, in denen sie vor Augen geführt bekommt, wie sie sich verhalten hat und auf gerade mal 50 Seiten wird gezeigt, was danach passiert. Das war mir einfach zu wenig bzw. der Wandel zu abrupt, als das er glaubhaft gewesen wäre.

Es gibt nur schwarz und weiß. Auf der einen Seite Bridget, die Böse, auf der anderen Seite ihre herzensguten Opfer, die nur gute Seiten zu haben scheinen. Etwas mehr Variation wäre schön gewesen. Außerdem kann ich kaum glauben, dass eine Person so ein Störenfried ist und nicht mal ein klitzekleines bisschen merkt, dass sie sich falsch verhält. So dumm kann doch keiner sein, oder?

Es wird überhaupt nicht erklärt, woher Anna kommt, warum sie sich ausgerechnet Bridget ausgesucht hat, um sie zu bekehren und wie das alles funktioniert. Auch der Konferenzraum war merkwürdig. Fünf Personen, denen Bridget das Leben schwer gemacht hat, sitzen dort als Jury. Aber eigentlich sind es gar nicht die Personen selbst, also wer waren sie wirklich?

Und daraus folgt

Mit Zur Hölle mit Bridget hat Paige Harbison ein solides Debüt vorgelegt, das sich zügig liest, aber Überraschungen vermissen lässt. Die „Person bekommt Spiegel vorgehalten“ Story hat man schon öfter gesehen oder gelesen und auch der High School Schauplatz mit einer von sich selbst überzeugten Zicken- Protagonistin ist nicht neu. An der Gewichtung von Anfang, Höhepunkt und Schluss muss die Autorin noch etwas arbeiten.

Für Leser von:

Seven Souls
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Danke an Blogg dein Buch und Darkiss für dieses Rezensionsexemplar.


2 Gedanken zu „[Rezension] Zur Hölle mit Bridget

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