Montagsfrage: Sind Markennennungen in Büchern für euch ok?


Die Montagsfrage stellt Nina von Libromanie.

Ich beantworte diese Frage mit einem klaren jain. Ich finde es ok, wenn es feststehende Begriffe sind. z. B. Tempos oder Pampers usw. Das wird man auch in ein paar Jahren kennen, jeder benutzt die Wörter. Aber wenn mit Markennamen nur um der Marke willen um sich geschmissen wird, find ich das doof.

Gestern habe ich z. B. den Film zu Vampire Academy gesehen. Ist kein Buch, passt aber trotzdem gut als Beispiel: da trauert Rose nach der Rückkehr in die Akademie ihrem iPhone 5 hinterher. Das ist ja jetzt schon kalter Kaffee. Oder was ist mit Büchern, die vor ein paar Jahren von MySpace geschwärmt haben? Da muss man beim Lesen heute wohl auch eher laut auflachen, weil es nicht mehr „in“ ist.

Aber auch für die feststehenden Begriffe gilt, dass ich davon nicht auf jeder Seite etwas lesen möchte. Würde die Hauptfigur alle fünf Sätze Tempos benutzen, würde ich wohl auch an die Decke gehen.

6 Gedanken zu „Montagsfrage: Sind Markennennungen in Büchern für euch ok?

  1. Markennamen nerven mich, lassen mich stutzen, ich frage mich immer: Hat der oder die was dafür bekommen, wenn zum Beispiel nicht ein Laptop aufgeklappt wird sondern ein Macbook Air…

    1. Ja das stimmt. Oder wie ist das z. B. bei Stephen Kings neuem Buch „Mr. Mercedes“? Musste er für die Verwendung der Marke zahlen? Haben die das sogar begrüßt und IHM was gezahlt? Oder hat er bald eine Klage an der Backe? ;) (Wobei so ein großer Autor sich da garantiert vorher rechtlich absichert)

  2. Das, was du mit MySpace oder Vampire Academy sagst, find ich aber nicht so schlimm, wenn das halt zu der Zeit, als der Text entstanden ist, so war bzw ist. Heute wärs halt FB (was zB in Im Freien Fall… n großes Thema ist), was aber vermutlich in 10 Jahren auch anders aussieht. Cassandra Clare hatte da mal auf ner Lesung was zu gesagt – irgendwer hatte gefragt, wieso Jace denn kein iPhone sondern ein Klapphandy hat und sie meinte eben, dass das Buch 2007 spielt und es da noch kein iPhone bzw. überhaupt Smartphones gab weswegen er keins haben kann. Wenn solche Dinge dann wieder Aufschluss über die Zeit geben, find ichs sogar cool.

  3. Markennennungen sind okay, aber ich falle jedes Mal darüber, wenn die Jugendlichen die Produkte mit dem Apfel nutzen. Als ob es gar keine anderen Hersteller geben würde *augenroll*

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