[Rezension] Weiß wie Milch, rot wie Blut

Originaltitel:
Bianca come il latte, rossa come il sangue
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Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 288
Preis: 8,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783442744831
Erscheinungsdatum: 14.01.2013
Bewertung:

Die Handlung

Leo ist ein ganz normaler 16-Jähriger, der in perfekter Symbiose mit seinem iPod lebt, Fußball spielt und am liebsten auf seinem Moped durch Rom brettert. Leo ist fest davon überzeugt, Löwenkräfte zu besitzen, aber er hat einen Feind, der ihm zusetzt: die Farbe Weiß. Weiß ist die Stille, die Sehnsucht und die Einsamkeit. Rot dagegen ist die Farbe der Liebe, der Leidenschaft, des Blutes. Rot sind auch die Haare von Beatrice, die er anbetet, doch sie erkrankt an Leukämie…

Quelle: btb

Das war gut

Ich mochte den „Träumer“, Leos Vertretungslehrer, der ihm ein paar wichtige Lehrstunden zum Leben gibt. Leider kommt er viel zu kurz, wahrscheinlich ist er deshalb auch aus dem Klappentext zur Taschenbuchveröffentlichung gestrichen worden(?).

Das hat mir nicht gefallen

Im Grunde kamen alle eingeführten Charaktere außer Leo zu kurz. Da sind seine Eltern, der Träumer, Silvia, Beatrice, Nico… und alle davon bleiben relativ flüchtig. Silvia und Beatrice haben aus der Liste zwar die größeren Auftritte, waren für mich aber trotzdem nicht ganz greifbar. Gerade bei Beatrice bleibt dieser schale Beigeschmack, dass Leo sie doch eigentlich nur wegen ihrer roten Haare und grünen Auge mochte.

Silvia ist Leo eine gute Freundin, aber außer dass sie auf Abruf ständig für Leo da ist und ihn ganz offensichtlich heimlich liebt, erfährt man nicht viel über sie. Man möge ich korrigieren, wenn ich damit absolut falsch liege, siehe unten.

Und daraus folgt

Eigentlich ist Weiß wie Milch, rot wie Blut genau mein Beuteschema. Teenager, eine Krebserkrankung, viel Drama. Aber wenn ich Bücher wie dieses lese, komme ich mir immer wie ein Kulturbanause vor. Sicherlich ist es unglaublich schön geschrieben und poetisch und wertvoll, aber das kommt bei mir einfach nicht an. Ich habe bei dieser Art von Sprache leider nur das Gefühl, nicht vorwärts zu kommen und die Sätze verwehen meist so schnell wieder, dass ich schon nach ein paar Seiten nicht mehr weiß, was da eigentlich vorhin passiert ist. Und so bleibt am Ende nur ein großes frustriertes „Hmm“, weil ich das Gefühl habe, das Buch nicht angemessen würdigen zu können.

Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht die Zielgruppe. Ich bevorzuge wie bei Kinofilmen meist die leicht erzählte, popcorntaugliche Unterhaltung statt Arthouse.