Monatshalbzeit Juli: Gelesenes

Weg isser, der Wochenrückblick. Und schon fehlt mir der regelmäßige Termin für Blogeinträge. Mist, so sollte das nicht laufen. Egal, es ist Monatshalbzeit. Und das hier habe ich (unter anderem, da kommt noch was) gelesen ;) Rezensionen…mal schauen. Eigentlich bin ich mit diesen Kurzbewertungen ganz glücklich.

Zurück nach Hollyhill von Alexandra Pilz:
Eine geheimnisvolle Vergangenheit, ein mysteriöses Dorf und eine etwas andere Zeitreiseidee sind die Zutaten für dieses Debüt. Was mir gefallen hat: das Dorf, die Klamotten und die leider viel zu wenig auftretenden Nebencharaktere. Was ich nicht so toll fand: den obligatorischen Ich-bin-so-heiß-und-zeige-dir-die-kalte-Schulter-und-du-wirst-dich-deswegen-in-mich-verlieben Typen. Wann ist abweisendes Verhalten eigentlich so attraktiv geworden? Es nervt. Und natürlich ist es wieder eine Reihe. Happy waiting.
Lieber Matz, dein Papa hat ’ne Meise von Sebastian Schlösser:
Zur Abwechslung mal wieder ein biographisches Buch. „Ein Vater schreibt Briefe über seine Zeit in der Psychiatrie“ (an seinen 8-jährigen Sohn) ist der Untertitel. Trifft aber nur bedingt zu, denn er schreibt die Briefe zwar anscheinend AUS der Psychiatrie, aber nur auf wenigen Seiten ÜBER sie. Vielmehr erzählt er seinem Sohn in Briefen, wie es dazu gekommen ist, dass er sich in Behandlung begeben musste. Ich habe vorher noch nie von Sebastian Schlösser gehört (Theater ist nicht meine Welt), aber seine Geschichte hat mich sehr berührt. Ich hoffe, dass es ihm heute besser geht und er seinen Weg gefunden hat.
Tanz auf Glas von Ka Hancock:
Passend zum obigen Buch beschäftigt sich Tanz auf Glas (unter anderem) ebenfalls mit einer bipolaren Störung, allerdings fiktiv und in weitaus krasserer Ausführung. Die Geschichte ist tieftraurig und hoffnungslos, gleichzeitig aber ebenso hoffnungsvoll und lebensbejahend. Das Schicksal meint es nicht gut mit dem abgebildeten Liebespaar, aber sie machen das Beste draus. Wer sich dieses Buch vornimmt, muss sich auf jeden Fall auf harten Tobak gefasst machen. Ne kitschig-romantische Liebesgeschichte mit Friede-Freude-Eierkuchen Faktor ist es definitiv nicht!

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