Moore, Edward Kelsey: Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner

Originaltitel:
The Supremes at Earl's All-You-Can-Eat
Autor:

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Themen:
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Reihe:
-
Seiten: 448
Preis: 19,99 €, Hardcover
ISBN: 9783809026235
Erscheinungsdatum: 18.03.2013
Bewertung:

Die Handlung

Odette, Clarice und Barbara Jean sind seit ihrer Teenagerzeit befreundet. Seit vierzig Jahren gehen sie im Earl’s Diner ein und aus, wo sie sich immer sonntags nach der Kirche gemeinsam mit ihren Ehemännern treffen. Ausgehend von diesem Mittelpunkt werfen Odette, die Ich-Erzählerin des Buches, und ihre Freundinnen einen Blick zurück in die Vergangenheit und erzählen ihre außergewöhnlichen Geschichten.

Das Urteil

Wie Gute Geister soll das Buch sein, wird auf dem Buchdeckel versprochen. In beiden Büchern spielen farbige Frauen die Hauptrolle. Das ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit, die einem offensichtlich ins Auge sticht. Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner spielt nämlich in der Gegenwart. In den Rückblicken geht es zwar u. a. auch um Rassentrennung, aber im Fokus stehen die drei Freundinnen und ihre einzigartigen Lebensgeschichten, nicht der Kampf für Gleichberechtigung.

Ich dachte immer, diese jahrzehntelangen Familiengeschichten wären total langweilig und ganz sicher nichts für mich. Jetzt habe ich bereits das zweite Buch in Folge gelesen, das sich mit dieser Thematik beschäftigt. Und ich muss sagen: ich finds super! Gerade Odettes Charakter hat mir sehr gefallen. Sie ist eine starke, unabhängige Frau, die sich auch in ihrer Jugend nicht gescheut hat, den Mund aufzumachen und sich gegen Ungerechtigkeiten aufzulehnen.

Das Buch spricht so viele verschiedenen Bereiche an, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll, sie aufzuzählen. Freundschaft, Familie, Verbotene Liebe, Unterdrückung der Frau, Rassentrennung, Tod, Untreue etc. Trotzdem wirkt der Roman keinesfalls überladen. Schließlich befinden sich die drei Frauen bereits in ihren Fünfzigern, sodass all die Erlebnisse und Schicksalsschläge glaubwürdig bleiben. Und trotz der teilweise sehr traurigen Thematik bewahrt sich das Buch eine humorvolle Leichtigkeit, die beim Lesen gute Laune verbreitet.

Von mir gibt es deshalb eine klare Leseempfehlung!


2 Gedanken zu „Moore, Edward Kelsey: Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner

  1. Ich habe im Moment genug Familienromane auf meinem SuB liegen, aber das Buch kommt schon mal auf meine Wunschliste. ;)
    Danke für die Rezension!

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