Brooke, Amanda: Das Geheimnis der Monduhr

Originaltitel:
Yesterday's Sun
Autor:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 368
Preis: 9,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783442478101
Erscheinungsdatum: 21.01.2013
Bewertung:

Holly und Tom sind gerade frisch aus der Großstadt London in das kleine Dorf Fincross gezogen. In ihrem neuen gemütlichen Heim möchten die beiden sesshaft werden. Nach Toms Vorstellungen gehört in die Familienplanung auch Nachwuchs, aber aufgrund ihrer schwierigen Kindheit glaubt Holly, keine gute Mutter sein zu können. Ihre Meinung ändert sich jedoch schnell, als sie im verwilderten Garten hinter dem Haus eine geheimnisvolle Monduhr entdeckt. Neugierig legt sie den dazugehörigen Mechanismus ein und wird in einer Vollmondnacht in die Zukunft transportiert. Dort begegnet sie nicht nur einem völlig am Boden zerstörten Tom, sondern auch einem Baby, das bei ihr sofort Muttergefühle heraufbeschwört. Das kleine Mädchen ist ihre noch ungeborene Tochter. Doch der Preis für dieses neue Leben ist hoch, denn Holly wird bei der Geburt sterben! Diese Erkenntnis stellt Holly vor eine furchtbare Wahl: soll sie die Zeugung ihrer Tochter verhindern und so ihr eigenes Leben retten, oder sich für das Leben ihres Kindes opfern?

Das Cover verrät es schon: dieses Buch ist für LeserInnen von „Die Frau des Zeitreisenden“ gedacht. Und auch von der Thematik passt es eigentlich ganz gut: eine romantische Liebesgeschichte mit Fantasytouch soll es sein. Nur blöderweise ist Hollys Ehemann Tom einen Großteil des Buches beruflich unterwegs in der Weltgeschichte und Holly allein zuhause. Statt der großen Liebesgeschichte geht es hier also vor allem um Hollys Entscheidung pro oder contra Baby bzw. ihr eigenes Leben oder Sterben und ihre Freundschaft mit einigen Dorfbewohnern, allen voran die betagte Jocelyn, die ein Café betreibt und in jüngeren Jahren selbst die Fähigkeiten der Monduhr ergründet hat. Sie steht Holly mit Rat und Tat zur Seite und wird für die junge Frau zu der Mutter, die sie nie hatte.

Die Charaktere waren mir zwar alle sehr sympathisch und ich habe das Buch auch recht zügig gelesen, aber im Grunde wollte ich nur wissen, ob Holly nun stirbt oder nicht, der Rest hat mich weniger interessiert. Denn dass sie sich für die Schwangerschaft entscheidet, wird schon im Prolog enthüllt und nimmt damit die Hälfte der Spannung. Deswegen ist Hollys ganze Zerissenheit und das Hin und Her darum, ob sie sich oder das Baby opfern soll, leider ziemlich überflüssig, denn der Leser weiß ja schon, was letztendlich passieren wird. Auch war ich mir nicht sicher, welche Botschaft die Autorin mir als Leser vermitteln wollte: Holly will keine Kinder, beim Anblick ihrer Tochter gerät sie aber in Verzückung und ändert ihre Meinung sofort. Heißt das also, dem Ehemann ein Kind zu schenken ist die größte Erfüllung einer Frau, selbst, wenn sie dafür ihr Leben geben muss?

Leider konnte mich Hollys Geschichte nicht so berühren, wie die Autorin es wahrscheinlich beabsichtigt hat. Normalerweise hätte ich nämlich sonst am Ende des Buches zumindest ein paar Tränen vergossen.


2 Gedanken zu „Brooke, Amanda: Das Geheimnis der Monduhr

  1. Trotz deiner „nur“ 3 Sterne, klingt das Buch, als wäre es was für mich.
    Obwohl ich ja nicht mal weiß, ob „Die Frau des Zeitreisenden“ was für mich ist… Subt noch, steht aber schon auf meiner Februar-Leseliste.
    Lg
    Miri

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