Mafi, Tahereh: Ich fürchte mich nicht

Originaltitel:
Shatter Me
Autor:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
Shatter Me 1 von 3
Seiten: 320
Preis: 16,99 €, Hardcover
ISBN: 9783442313013
Erscheinungsdatum: 23.07.2012
Bewertung:

Seit 264 Tagen ist Juliette eingesperrt. In der ganzen Zeit hat sie keinen einzigen Menschen gesehen, war völlig allein. Ihre eigenen Eltern haben sie in diese Situation gebracht, denn Juliette hat eine ungewöhnliche Gabe ist ein „Monster“. Mit ihrer Berührung saugt sie Menschen das Leben aus und sie kann diese Fähigkeit nicht kontrollieren.
Am 264. Tag wird plötzlich ein junger Mann namens Adam in ihre Zelle gesperrt. Juliette kennt ihn noch von früher aus der Schule, aber er scheint sich nicht an sie zu erinnern. Er sieht aus wie ein Häftling, doch als die Zelle gestürmt wird und Adam und Juliette an einen anderen Ort verschleppt werden, stellt sich heraus, dass er in Wahrheit ein Soldat des skrupellosen Reestablishment ist, dass die Welt regiert ins Chaos gestürzt hat. Adam sollte Juliette testen, herausfinden, ob sie nach all der Zeit in Isolationshaft noch bei klarem Verstand oder verrückt verrückt verrückt ist.

Adams Vorgesetzter Warner enthüllt Juliette, dass er sie bzw. ihre Kräfte für seine Zwecke nutzen will, weshalb er sie seit langer Zeit gesucht hat. Verständlicherweise will Juliette keine Mörderin sein und verweigert sich Warners Wünschen. Mit Hilfe von Adam, der sie überraschenderweise ohne Gefahr berühren kann und in den sie sich verliebt, plant Juliette ihre Flucht.

Wenn ich rückblickend versuche, mich detailliert an den Inhalt des Buches zu erinnern, habe ich Schwierigkeiten. Mehr als – Juliette ist gefangen, Juliette wird in in ein anderes, luxuriöses Gefängnis verlegt und flieht mit Adam – will mir nicht mehr einfallen. Und dann gibt es natürlich noch die X-Men Anleihen am Schluss des Buches. Der Rest sind die üblichen Zutaten: eine besondere Fähigkeit, die nur bei DER einen Person nicht funktioniert, sodass man sich fragt, ob sich die beiden wirklich ineinander verlieben oder die Person mit der Gabe sich nur in die Tatsache verliebt, dass die Fähigkeit bei der anderen Person nicht funktioniert. Das fünfte Rad am Wagen, hier in Gestalt von Warner, der aus welchem Grund auch immer natürlich auch scharf auf Juliette ist. Hervorragend, um für die geplante Verfilmung Team Adam und Team Warner zu bilden. Und nicht zu vergessen natürlich die dystopische Außenwelt am Rande der Zerstörung oder vielmehr weit darüber hinaus. Da sich Juliette aber im Großteil des Buches in geschlossenen Räumen aufhält und mit nicht mehr als einer Handvoll Personen interagiert, bekommt man von der Welt „da draußen“ kaum etwas mit. Genauso gut hätte Juliettes Geschichte also auch in der heutigen Zeit spielen können, aber „kaputte Welt mit machtgeilen Herrschern“ verkauft sich momentan einfach besser als „Oh, spielt 2012 – willkommen in der Gegenwart!“.

Um auch noch etwas positives zu sagen: der Anfang des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Juliette ist seit 264 Tagen isoliert isoliert isoliert und ihr einziger Gesprächspartner ist ihr Notizbuch. Die Autorin vermittelt Juliettes Wahnsinn innere Zerissenheit durch die durchgestrichenen Sätze und Wortwiederholungen hervorragend. Nur leider hört Juliette damit nicht auf. Der Anteil reduziert sich zwar erheblich, aber trotzdem tauchen hin und wieder weiterhin die Dreier-Wiederholungen einzelner Wörter auf, was mich als Leser irgendwann nur noch genervt hat. Weniger ist mehr!

Wer noch nicht so viele Bücher nach dem Schema F gelesen hat, wird mit Ich fürchte mich nicht ganz gut bedient sein. Ich persönlich setze meine Hoffnungen auf den zweiten Teil, denn sollte sich der mehr auf den Superheldenaspekt konzentrieren, könnte es noch ganz interessant werden.

Die Serie


2 Gedanken zu „Mafi, Tahereh: Ich fürchte mich nicht

  1. Ich hab das Buch auch vor kurzem gelesen und mehr als Gefangenschaft, luxuriöse Gefangenschaft, Flucht passiert auch nicht ;)
    Mir persönlich gingen die Durchstriche irgendwann auf die Nerven, genauso wie die übermäßig blumige Sprache mit den Hunderten von Vergleichen. Das ist aber sicher Geschmackssache – ich bin da mehr der spartanische Typ ;)
    Was mich enttäuscht hat war was Du auch kurz angesprochen hast, hier wird eine Dystopie angedeutet, die aber nie gezeigt wird und daher in meinem Kopf auch nie so richtig Gestalt annahm.
    Darüber ob ich die nächsten Teile der Reihe lesen werde, bin ich ehrlich gesagt noch unentschlossen.

    LG, Katarina :)

    1. Amen. Die Vergleiche waren wirklich mehr als nervig. Das Durchgestrichene und die Wortwiederholungen haben mich ja auch in dieser Übermäßigkeit gestört, ich hoffe ich konnte das Gefühl durch meinen eigenen Streichwahnsinn und Wortwiederholungen ein wenig übermitteln XD

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