Sabbag, Britta: Pinguinwetter

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Reihe:
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Seiten: 254
Preis: 8,99 €, Taschenbuch
ISBN: 9783404166527
Erscheinungsdatum: 22.06.2012
Bewertung:

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erwartet Charlotte eine Beförderung zur Cheflektorin. Stattdessen bekommt sie eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen. Völlig überfordert von der Situation und den Ratschlägen der Arbeitsagenturmitarbeiterin („Sie sollten sich vielleicht ernsthaft überlegen, schwanger zu werden.“) verkriecht sie sich zuhause, schlüpft in ihre Babyelefantenhose und stopft sich mit Junk-Food voll. Charlottes schwangere Freundin Trine sieht ihre Chance auf ein wenig Entspannung gekommen und drückt Charlotte ihren kleinen Sohn Finn (irgendwas zwischen drei und fünf Jahre alt) aufs Auge. Charlotte geht mit dem kleinen Teufelsbraten in den Zoo – und trifft dabei auf Eric, seines Zeichens alleinerziehender Vater der kleinen Maya, sehr attraktiv und mit dem Hang zu peinlichen Zufallsbegegnungen.

Daneben hat Charlotte aber auch noch eine sehr merkwürdige Mutter, die in der Weltgeschichte herumreist und sich ebenso merkwürdige Männer anlacht. Ihr neuester Fang, über den sie Charlotte per SMS unterrichtet, ist ein Grönländer namens Jörn. Und Charlottes Gelegenheitsfreund Marc ist für sie das i-Tüpfelchen für den Nervenzusammenbruch: ausgerechnet Marc mit seiner Bindungsphobie hat sich verlobt und will heiraten! Dies bedeutet: keine zwanglosen Treffen zu grandiosem Sex mehr!

Pinguinwetter macht einfach Spaß. Ich hatte das Buch mit nach Leipzig genommen und habe einige Kapitel daraus einer Freundin vorgelesen, was nicht nur einmal in lautem Gelächter endete. Besonders Charlotte und ihre Freundin Trine trieben uns die Lachtränen in die Augen. Beide sind so herrlich chaotisch und liebenswert, dass man sie einfach gern haben muss.

Das Buch hat alles, was man für ein paar amüsante Lesestunden braucht: eine chaotische Heldin mit einer Vorliebe für kursiv gedruckte Selbstgespräche; sich sorgende Freundinnen, die Charlotte gerne helfen wollen, dabei aber eigentlich alles nur noch schlimmer machen; attraktive Männer, die Charlotte mit ihren unterschiedlichen Vorzügen umgarnen und eine herrlich schräge Familie, die Charlotte in den Wahnsinn treibt, ohne die sie aber auch nicht leben könnte. Insgesamt ergibt dies ein äußerst lesenswertes Debüt :-)