Lim, Rebecca: Erweckt

Originaltitel:
Exile
Autor:

Verlag:

Themen:
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Reihe:
Mercy 2 von 4
Seiten: 256
Preis: 14,99 €, Hardcover
ISBN: 9783473368297
Erscheinungsdatum: 01.02.2012
Bewertung:

Der zweite Band der Serie setzt da an, wo Teil 1 aufhörte: Mercy erwacht im Körper eines ihr unbekannten Mädchens und muss sich in dem fremden Leben orientieren. Ihr neuer Wirt heißt Lela, lebt in Australien und jobbt in einem Café. Lelas Mutter ist todkrank, der Krebs hat ihren Körper zerfressen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie sterben wird. Zuerst findet sich Mercy mit ihrem trostlosen Schicksal ab, doch dann erinnert sie sich Stück für Stück an ihre Zeit als Carmen und an die Worte, die ihr geheimnisvoller Geliebter Luc ihr in ihren Träumen einflüstert. Sie soll Ryan finden, den Menschenjungen, in den Mercy sich als Carmen verliebt hat. Und sie soll zu ihm nach Paradise zurückkehren, damit Luc sie finden kann.

Auch im zweiten Teil wird wieder nicht ausgesprochen was für ein Wesen Mercy ist, aber inzwischen ist es so offensichtlich, dass ich es auch nicht mehr veschweigen muss: Mercy ist ein Engel, Luc allen Anscheins nach Luzifer persönlich. Ob Mercy auch einem biblischen Vorbild entspringt, ist allerdings nicht klar.

Genau wie im ersten Buch auch habe ich im Rückblick das Gefühl, dass so gut wie gar nichts (wichtiges) passiert ist. Mercy bestreitet als Lela ihren Alltag und lernt von einem Stammkunden den Umgang mit dem Internet. Über eine Social Network Plattform nimmt sie Kontakt zu Ryan auf, der sich auch prompt bereit erklärt, sie in Australien abzuholen. Na dann ist doch alles schön und gut. Zuerst muss Mercy aber im Café noch eine Geiselnahme bewältigen, als ein gefrusteter Stammkunde wegen seiner Kündigung die Nerven verliert und mit seiner Pistole die Leute bedroht. Dass der Cafébesitzer später allerdings nicht die Polizei ruft und Mercy den Täter nur einen Tag später wieder ganz normal bedient, als wäre nichts gewesen, auch noch MITLEID mit ihm hat, ruft bei mir nur ein Kopfschütteln hervor. Was für eine Botschaft ist das? Und als wäre ein Verbrechen nicht genug, nimmt sich ein anderer Kunde ein Beispiel am ersten und veranstaltet ein paar Tage später seine eigene kleine Geiselnahme, die allerdings nicht so glimpflich ausgeht wie die vorherige.

Ich habe mir vom zweiten Buch der Reihe weitaus mehr erhofft, als ich bekommen habe. Mercys Hintergrundgeschichte macht so gut wie keine Fortschritte, stattdessen wird der Leser mit der Lebensgeschichte von Lela gelangweilt, die durch die Kriminalhandlung unglaubwürdig aufgepeppt werden soll. Daneben gibt es noch einen weiteren Handlungsstrang um eine Striptänzerin, der aber genauso belanglos und unwichtig für die Haupterzählung ist, dass man ihn auch hätte weglassen können. Ich frage mich, wieso die Autorin Mercys Geschichte auf vier Bände angelegt hat. Wie es bisher aussieht, hätten zwei Bücher mit gestraffter Handlung vollkommen ausgereicht. Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass man nach Band 1 getrost direkt Band 3 lesen kann, ohne Verständnisprobleme zu haben. Untermauern kann ich diese Vermutung allerdings nicht, denn mein Interesse, das nächste Buch zu lesen, hält sich in Grenzen.

Die Serie


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