Lim, Rebecca: Gefangen

Originaltitel:
Mercy
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Themen:
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Reihe:
Mercy 1 von 4
Seiten: 256
Preis: 14,99 €, Hardcover
ISBN: 9783473400645
Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Bewertung:

Mercy ist ein Wesen ohne Körper. Sie kennt ihren richtigen Namen nicht, weiß nicht wer sie ist und wo sie herkommt. Sie kann sich nur verschwommen an Vergangenes erinnern. Doch eins weiß sie sicher: in kurzen Zeitabständen wacht sie in den Körpern fremder Mädchen auf und übernimmt diese. Sie hat das Phämonen „Souljacking“ getauft.
Diesmal hat es Carmen erwischt. Mercy schlüpft in den zierlichen Körper des Mädchens, als diese auf dem Weg zu einer zweiwöchigen Chorveranstaltung an einer anderen Schule ist. Mercy erkennt schnell, dass sie diesmal wohl nicht ihrem Wirt helfen muss, sondern ihrer Gastfamilie, deren Tochter Lauren zwei Jahre zuvor entführt wurde. Dabei verliebt sich Mercy in Laurens Bruder Ryan.

Die Idee der Körperübernahme hat mich an diesem Buch besonders interessiert. Gleichzeitig habe ich mit Mercy gerätselt, warum sie zu dieser Art des Daseins wohl verdammt wurde. In ihren Träumen begegnet Mercy regelmäßig einer Person namens Luc, die Mercy näher zu kennen scheint und sie beschwört, ihn zu suchen. Gleichzeitig warnt er sie vor „den Acht“, die ihr Schaden zufügen wollen. Bis zum Ende des Buches kann Mercy sich nur vage daran erinnern, wer sie vor der Souljackingzeit war und es wird nicht klar ausgesprochen, was sie denn nun eigentlich ist. Dieses Rätsel hat für mich den Hauptreiz an der Geschichte ausgemacht, die eigentlich – kaum da sie angefangen hat – schon wieder vorbei ist. Nach der letzten Seite musste ich wirklich überlegen, was im ganzen Buch passiert ist, denn viel ist es nicht. Mercy geht in Carmens Körper zu den Chorproben und in die Schule, wo sie sich gegen die stichelnden Mitschüler behauptet und geht nach kurzer Überzeugungsarbeit ein bisschen mit Ryan auf die Suche nach Lauren. Zwischendurch träumt sie von Luc und beginnt an ihrem bedingungslosen Vertrauen ihm gegenüber zu zweifeln. Und dann ist irgendwie viel zu schnell Schluss…

Wenn man statt des Klappentextes die Beschreibung auf Amazon liest oder sich die englischen Bücher anschaut, verliert die Geschichte ein wenig von ihrem Reiz, denn dort steht bereits, was Mercy in Wirklichkeit ist. Natürlich habe ich mir das im Laufe des Buches auch halbwegs zusammengereimt, aber da es nicht bestätigt wird, war da immer noch ein kleiner Zweifel und die Spannung auf Teil 2, die mir jetzt teilweise genommen wurde. Weiterlesen werde ich trotzdem, denn ich bin sehr gespannt darauf, wohin Mercys Weg am Ende führen wird.

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