DeStefano, Lauren: Totentöchter

Originaltitel:
Wither
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Themen:
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Reihe:
The Chemical Garden 1 von 3
Seiten: 400
Preis: 16,99 €, Hardcover
ISBN: 9783570161289
Erscheinungsdatum: 19.09.2011
Bewertung:

In einer nicht näher genannten Zukunft ist die Erde nach einem dritten Weltkrieg fast vollständig zerstört, nur Nordamerika existiert noch. Der technische Fortschritt hat das Land überleben lassen und ist gleichzeitig die Geißel der Menschheit. Denn die Veränderung des Erbguts hat zwar die inzwischen „Erste Generation“ genannte Bevölkerung genetisch verbessert, doch ihre weiblichen Nachkommen sterben im Alter von zwanzig, die männlichen mit fünfundzwanzig. Auch siebzig Jahre später ist noch kein Heilmittel entwickelt worden.
Die sechszehnjährige Rhine gehört zur dritten Generation. Mit ihrem Zwillingsbruder schlägt sie sich durchs Leben, bis sie eines Tages entführt und zusammen mit zwei weiteren Mädchen mit dem reichen Hauswalter Linden zwangsverheiratet wird. Gefangen in einem luxuriösen Anwesen und vor der Wirklichkeit behütet soll Rhine ihre letzten vier Lebensjahre verbringen. Doch sie hat nur einen Gedanken: Flucht!

In Lauren DeStefanos postapokalyptischem Jugendroman gibt es kein alles beherrschendes System, dass die Menschen kontrolliert. Diese Rolle übernimmt hier das Virus, das die Bevölkerung im jungen Alter dahinrafft. Ansonsten herrscht Anarchie. Die Erstgenerationer widmen ihr langes Leben der Erforschung der Krankheit und der Suche nach dem Heilmittel und gehen dabei über Leichen. Die zahlreichen elternlosen Kinder werden als Versuchskaninchen missbraucht, ermordet, zwangsverheiratet oder enden als Diener in einem herrschaftlichen Anwesen wie Rhines neuer Heimat. Auch ist neben den großen Fortschritten auch ein einschneidender Rückschritt zu erkennen: die Frauen bzw. Mädchen werden von der Straße weg entführt und als Bräute oder Prostituierte verkauft und scheinen keinerlei Rechte zu haben.

Die drei Bräute fügen sich alle unterschiedlich in ihr neues Leben: währen die erst dreizehnjährige Cecily sich nichts schöneres vorstellen kann als die Ehefrau von Linden zu sein und ihm Kinder zu gebären, ist Jenna, der Ältesten, alles egal. Sie hasst Linden, hab aber auch keinen Antrieb zu flüchten. Stattdessen wartet sie einfach auf ihren Tod und liest in der Zwischenzeit Liebesromane. Rhine dagegen will unbedingt zu ihrem Bruder zurück und zwingt sich, Linden ebenfalls zu hassen. Doch je länger sie mit ihm verheiratet ist, desto mehr muss sie erkennen, dass er im Grunde genau wie sie selbst ein Gefangener ist und keine Ahnung davon hat, wie seine Ehefrauen zu ihm gekommen sind. In Wahrheit hat sein Vater Vaughn, ein Erstgenerationer, das Zepter in der Hand. Dieser ist Wissenschaftler und davon besessen, ein Heilmittel für das Virus zu finden.

Mir hat Totentöchter sehr gut gefallen. Rhine ist ein leicht zugänglicher Charakter, in den ich mich gut hineinfühlen konnte. Trotz ihrer schwierigen Situation verbittert sie nicht, sondern bewahrt sich ihre Kämpfernatur und eine gute Laune, mit der sie die Herzen und Loyalität des Hauspersonals gewinnt. Auch dass sie ihren Ehemann nach einer Weile nicht mehr wirklich hassen kann, konnte ich absolut nachvollziehen. Linden tat mir im Verlauf des Buches immer mehr Leid, da er in seiner Naivität nicht erkennt, wie er von seinem Vater manipuliert wird. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es im zweiten Teil weitergeht, da die Geschichte sich nach dem Ende von Teil 1 in ganz verschiedene Richtungen weiterentwickeln könnte.

Die Serie

1. Totentöchter
1.5. Seeds of Wither (E-Book)
2. Fever (engl)
3. unbekannt


Ein Gedanke zu „DeStefano, Lauren: Totentöchter

  1. Sehr schön! Mir hat das Buch auch super gefunden. Die Reihe hat durchaus Potenzial noch besser zu werden, trotzdem war der erste Teil wirklich, wirklich gut! :)

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