Jordan, Sophie: Firelight

Originaltitel:
Firelight
Autor:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
Firelight 1 von 3
Seiten: 376
Preis: 17,95 €, Hardcover
ISBN: 9783785570456
Erscheinungsdatum: August 2011
Bewertung:

Jacinda ist eine Draki, ein Nachkomme der Drachen. Zusammen mit ihrem Rudel lebt sie abgeschieden in nebelverhangenen Bergen, weit weg von den Menschen, die nichts von ihrer Existenz ahnen. Bis auf die Jäger, die Draki töten, um an ihre schillernde Haut und ihr purpurnes Blut zu kommen. Jacinda ist für ihr Rudel von ganz besonderem Wert, denn seit Jahrhunderten ist sie die erste Feuerspuckerin. Sie soll den zukünftigen Anführer Cassian heiraten. Doch als Jacinda eine wichtige Regel bricht und das Rudel eine Bestrafung fordert, verlässt Jacinda mit ihrer Mutter und Schwester Hals über Kopf das Dorf. Mitten in der Wüste findet die Familie ein neues Zuhause. In der Hitze soll Jacindas Draki nach dem Willen ihrer Mutter besonders schnell abgetötet werden, damit sie ein ganz normales Leben führen kann. Doch Jacinda sträubt sich dagegen, versucht alles um ihren Draki am Leben zu erhalten. Dabei hilft ihr die Nähe zu ihrem Mitschüler Will, bei dem sie sich lebendig fühlt. Aber Will gehört zu einer Familie von Jägern und Jacinda bringt durch die Beziehung zu ihm ihre ganze Rasse in Gefahr.

Das schöne Cover und die Erwähnungen des englischen Originals auf verschiedensten Bücherblogs haben Firelight für mich besonders reizvoll gemacht, und so habe ich mich sehr darauf gefreut das Buch zu lesen. Leider war ich am Ende durch meine hohen Erwartungen etwas enttäuscht von der Geschichte um Jacinda und Will, denn ich hatte mir etwas Spannenderes erhofft.

Die Welt der Draki gefällt mir gut. Es handelt sich hierbei um Abkommen von Drachen, die menschliches Aussehen annehmen können und auch sonst mit der Zeit eher Menschen geworden zu sein scheinen, die sich in einen Draki verwandeln können – statt umgekehrt. Jacinda fühlt sich wohl in dieser Welt, auch wenn sie genervt ist durch die Bevormundung der anderen, die sie für einen wertvollen Schatz halten und weniger als eigenständige Person sehen. In ihrer Familie fehlt ihr allerdings der Rückhalt. Ihr Vater ist Jahre zuvor von Jägern getötet worden, ihre Mutter hat ihren inneren Draki verkümmern lassen und ihre Zwillingsschwester hat sich nie verwandelt. Und so ist Jacinda auch die einzige der drei, die sich nicht freut dem Dorf zu entkommen und den Bergen und der kraftspendenden, fruchtbaren Erde hinterhertrauert.

Erst als sie in der Schule Will trifft, beginnt sie sich mit ihrem neuen Leben anzufreunden. Und das ist es, was mich an dem Buch stört. Jacinda kennt Will aus den Bergen, denn er gehört zu den Jägern, die sie beinahe gefangen (und höchstwahrscheinlich getötet) hätten. Will ließ sie jedoch entkommen und bezeichnete ihr Aussehen als „wunderschön“. Dies allein reicht Jacinda aus, um die Angst vor ihm komplett abzulegen und sich Hals über Kopf in ihn zu verlieben, obwohl sie bei seinem Anblick eigentlich schnellstens das Weite suchen sollte. Natürlich fühlt sich auch Will von Jacinda angezogen, weil sie ja so anders ist und die beiden verbringen mehr und mehr Zeit zusammen. Ihre Begegnungen laufen dabei kurz zusammengefasst so ab: Jacinda sagt sich selbst, dass ihre Liebe nicht sein darf, wirft sich Will kurz darauf aber trotzdem in die Arme und küsst ihn, nur um jedes Mal überrascht festzustellen, dass sie ihren inneren Draki nicht zurückhalten kann und kurz davor steht sich zu verwandeln. Daraufhin schubst sie Will unsanft von sich und/oder rennt weg, um sich danach selbst zu verdammen, da diese Liebe ja schließlich nicht sein darf und sie nicht nur sich selbst und ihre Familie, sondern die Existenz ihrer ganzen Rasse aufs Spiel setzt. Und am nächsten Tag geht das Spielchen dann von vorne los. Natürlich fällt Will dabei niemals auf, dass Jacindas Haut rot glüht und er wundert sich auch nicht, warum sie ihn ständig grob von sich stößt und ihm meist ohne Grund die kalte Schulter zeigt, sondern er nimmt es kommentarlos hin.

Dieses furchtbare Hin und Her ist nach ein paar Kapiteln leider sehr ermüdend und ich habe mir mehr als einmal gewünscht, Jacinda eine gewaltige Ohrfeige zu verpassen. Von der Liebesgeschichte einmal abgesehen ist die Geschichte leider auch sehr vorhersehbar. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Will und natürlich auch einer der „bösen“ Jäger vom doch nicht ganz so gut gehüteten Geheimnis der Draki erfahren und Jacinda erkennt, dass mehr in Will steckt als man auf den ersten Blick sieht. Das Ende von Band 1 bietet außerdem genug Potenzial für eine klischeebehaftete Dreiecksgeschichte, bei der man doch sowieso von Anfang an schon weiß, wie sie ausgehen wird.

Trotz alledem will ich wissen, wie es in Band 2 weitergeht, denn wenn die Autorin sich nicht allzu sehr auf besagte Dreiecksgeschichte versteift, ist da auch viel Raum für andere Weiterentwicklungen in der Geschichte. Fans von romantischen Stoffen mit verbotener Liebe sind mit dem ersten Teil der Trilogie aber definitiv schon gut bedient. Alle anderen, so wie ich, können ihre Hoffnung in die folgenden Bände setzen :-)

Die Serie

1. Firelight: Brennender Kuss
2. Firelight: Flammende Träne
3. Hidden (engl)


Ein Gedanke zu „Jordan, Sophie: Firelight

  1. Ich hab mich jetzt fürs Testlesen beworben und bin mal gespannt, ob ich ein Exemplar bekomme. Da es sich um ein Jugendbuch, dann auch noch um Fantasy, handelt, bin ich ja sowieso gespannt, ob es mir überhaupt gefallen wird.

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