In der Kürze […]: die sehnlichst erwartete Fortsetzung

Diese Artikel waren eigentlich von vornherein als Reihe geplant, aber nach Teil 1 hatte ich wohl eine Schreibblockade ;-) Leider ist es jetzt schon eine ganze Weile her, dass ich die Bücher gelesen habe, mal schauen was ich noch dazu sagen kann.

Die Radleys von Matt Haig – Das Highlight ist sicherlich, dass dieser Roman für sich steht und keine Reihe ist *g* Es ist zwar ein Vampirroman, aber doch ganz anders als das, was man sonst so hinterhergeschmissen bekommt. Es geht um eine vierköpfige Familie, die eigentlich ein ganz normales, langweiliges Leben führt, bis die Tochter durch einen unglücklichen Unfall erkennt, dass Blut komischerweise echt lecker ist. Leider scheine ich englischen Humor nicht so ganz zu verstehen, jedenfalls fand ich das Buch nicht so lustig, wie es eigentlich sein sollte :-( Die Tasse auf dem Cover gabs beim Leseexemplar übrigens als Deko gleich mit dazu, sehr cool.
Weiß der Himmel von dir von Alicia Bessette – Das Buch wurde speziell für Fans von Cecelia Ahern empfohlen. Ich fühle mich von den Ahernbüchern ganz gut unterhalten und ich mag ja ab und zu Bücher, die auf die Tränendrüse drücken. Wie bei „P.S. Ich liebe dich“ ist hier der Ehemann der Protagonistin, Zell heißt sie, verstorben und sie trauert natürlich um ihn. Erst als sie neue Nachbarn in Form eines alleinerziehenden Mannes und seiner Tochter Ingrid bekommt, kommt Zell langsam wieder aus ihrem Schneckenhaus zurück. Sie verbringt viel Zeit mit Ingrid und entdeckt die Liebe zum Kochen. Ein schönes Buch zur leichten Lektüre :-)
Zehn von Franka Potente – Ein Buch von Franka Potente, und dann auch noch Kurzgeschichten über Japan? Kann das funktionieren? Für mich hat es das. Die zehn Geschichten fühlen sich wie kurze Momentaufnahmen an, so als ob sie beim Lesen gerade wirklich passieren könnten. Einzig und allein die Namen haben mich etwas gestört, eine Person heißt z. B. „Frau Nishki“, da fehlte mir irgendwie ein i im Namen, Nishiki müsste es doch heißen. Wie soll man das sonst im Japanischen schreiben?
Besonders gefallen hat mir die Kurzgeschichte über einen Mann, der ein Reiskorn beim Essen „verliert“ und das ihm nicht aus dem Kopf geht, da in jedem Reiskorn doch viele Götter wohnen und er deshalb jedes Korn respektvoll behandeln muss. Seitdem versuchen wir im Sushirestaurant jedes einzelne Reiskorn aufzuessen, damit uns auch keiner dieser Götter böse ist ;-)
Wintermädchen von Laurie Halse Anderson – zu diesem Buch habe ich bei der Arbeit versucht ein Lesetippkärtchen zu schreiben und das war echt schwierig. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich frage mich aber, ob die richtige Zielgruppe dazu greifen wird. Ich kann und will mir nicht vorstellen, wie es ist magersüchtig zu sein, aber ich hatte das Gefühl, dass Wintermädchen mir da einen realistischen Eindruck verschafft. Wer also mit einem schwierigen Thema klar kommt, sollte definitiv einen Blick riskieren.
Weiblich, Single, tot – spukt von Tamsyn Murray – heißt inzwischen „Spooky Lucy – Mein Date im Jenseits“ und hat ein grauenvolles neues Cover bekommen. Mir gefiel das alte, ich verstehe aber, dass es nicht die richtige Zielgruppe angesprochen hat. Ich hatte zuerst auch eher einen dieser „lustigen“ Vampirpornos für Frauen erwartet, kein Jugendbuch. Trotzdem war es sehr unterhaltsam und allein die Ausgangssituation, dass Lucy in einer ekligen Herrentoilette spuken muss, ist für einige Lacher gut.

4 Gedanken zu „In der Kürze […]: die sehnlichst erwartete Fortsetzung

  1. Zehn klingt interessant, auch wenn ich im ersten moment die gleichen bedenken hatte. Das zeigt doch nur wieder, dass man nicht zu vorschnell werten sollte.

  2. Wintermädchen und die Radleys will ich auch aufjedenfall noch lesen, aber bei Weiß der Himmel von dir bin ich mir aber noch nicht sicher. Ich mag die Bücher von Ahern nicht (Mir hat nur P.S.: Ich liebe dich gefallen), eins fand ich sogar richtig schlecht. Wenn es Fans von Ahern empfohlen wird, dann wird das wohl eher nichts für mich sein – außer es ist wieder so eine tolle Empfehlung, die eigentlich nicht auf das Buch zutrifft (Weißt du was ich meine? In letzter Zeit wird oft ja auch mit Sprüchen wie „Twilight-Fans werden es lieben“ geworben etc und das Buch ist dann zum Beispiel gaaaaaaaanz anders :D).

  3. Ich glaube, die Dekotasse zu den Radleys hätte mir noch am besten gefallen. Den Humor des Autors konnte ich nämlich auch nicht teilen. So englisch kam der mir auch gar nicht vor. :-/

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