Choi, Angela S.: Hello Kitty muss sterben

Originaltitel:
Hello Kitty Must Die
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Themen:
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Reihe:
-
Seiten: 288
Preis: 14,99 €, Trade Paperback
ISBN: 9783630873398
Erscheinungsdatum: 25.10.2010
Bewertung:

Fiona Yu ist eine junge, amerikanische Chinesin. Sie ist Firmenanwältin in einer großen Anwaltskanzlei und verdient einen Haufen Geld, wohnt aber – auch aus Bequemlichkeit – noch immer bei ihren Eltern. Die sähen es gern, wenn Fiona mit ihren 28 Jahren endlich heiraten würde. Einen chinesischen Mann, versteht sich. Fiona allerdings hat kein Interesse daran, eine brave Hello Kitty Hausfrau zu werden und entschließt sich, die Familienehre zu zerstören, indem sie sich mit einem pinken Silikondildo selbst entjungfert. Letztendlich führt sie dies in die Praxis von Sean Killroy, denn wie sich herausstellt besitzt sie kein Jungfernhäutchen. Was also tut man mit all dem hart verdienten Anwaltsgeld? Richtig: man kauft sich einfach eins. Sean entpuppt sich allerdings als Fionas ehemaliger Schulfreund, den sie aus den Augen verloren hat, als er als Jugendlicher einer Klassenkameradin die Haare anzündete und in den Knast wanderte.
Nun also ist er „Hochqualifiziert in Hymenalchirurgie“ und verdient sich damit dumm und dämlich. Er überzeugt Fiona, dass sie kein Jungfernhäutchen braucht, um glücklich zu werden. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Oder eher: die Wiederaufnahme einer wunderbaren Freundschaft.

Soviel zur Grundgeschichte des Buches. Ich hatte vorher überhaupt keine Ahnung, worum es bei „Hello Kitty muss sterben“ geht, die Coverfarbe war einfach so verlockend. Hätte ich den Klappentext gelesen, hätte ich gewusst, dass Sean ein Serienkiller ist. So aber musste ich selbst erkennen, dass mit diesem Mann etwas nicht stimmt und war natürlich ziemlich überrascht. Fiona scheint schnell dahinter zu kommen, dass Sean reihenweise Leute umbringt, nur stört es sie nicht im Geringsten. Im Gegenteil: sie hilft im sogar dabei, sich die Opfer auszusuchen. Denn schließlich verrichtet Sean mit seinen Morden Gottes Werk. Getreu seinem Motto „Jeder muss einmal sterben.“ wählt er Personen aus, die es seiner Meinung nach verdient haben, um die Ecke gebracht zu werden. Dabei geht er so geschickt vor, dass die Behörden nie von einer Straftat ausgehen.

Die Beziehung zwischen Fiona und Sean ist schwer zu beschreiben. Fiona hat keinerlei sexuelle Interessen an Männern (oder Frauen) und auch Sean versucht nicht, Fiona körperlich näher zu kommen. Stattdessen treffen sie sich zum Reden und Trinken und natürlich, um Seans Zielpersonen in Bars zu finden. Währenddessen arrangiert Fionas Vater Dates mit chinesischen Männern und weist seine Tochter an, Lippenstift zu tragen. Als ob Lippenstift alle Probleme dieser Welt lösen könnte.
Auch außerhalb von Seans Aktivitäten stapeln sich zudem in Fionas Umfeld die Leichen. Da stirbt die Cousine im entfernten New York, weil sie ihrem Mann kein Kind gebären will oder der Freund eines von Fionas Dates ertrinkt beim Krabbenfischen. Chinesen leben offenbar gefährlich.

Was soll ich sagen? Dreist, schnell, rotzig und brilliante Bösartigkeit steht hinten auf dem Buch. Definitiv. Sehr, sehr böse. Aber auf jeden Fall unterhaltsam. Ich wusste wie gesagt am Anfang gar nicht, was mich da erwartet und nach der ersten Seite war ich auch nicht überzeugt davon, ob ich wirklich wissen will wie es weitergeht, aber ich würde sagen das Lesen hat sich gelohnt. Und gelernt habe ich auch etwas: Anwälte sind Arschlöcher und Chinesen ganz schön stur.
Hier kann man übrigens passend zum Buch für eine Menge toter Hello Kittys sorgen. Aber nicht das Buch abschießen, das gibt Minuspunkte.
PS: Meine Besucherzahlen wurden durch die Nennung des Spielzeugs nicht sonderlich beeinflusst. Allerdings scheinen einige Leute bei Google nach dem Buchtitel zu suchen, was mir ja dann auch zugute kommt ;-)


2 Gedanken zu „Choi, Angela S.: Hello Kitty muss sterben

  1. Ha ha, gar nicht so leicht, das Spiel mit Touchpad zu spielen XD

    Das Buch klingt erst mal… ziemlich wirr, muss ich zugeben. Werds aber trotzdem mal auf meine Wunschliste setzen, falls ich mal nichts mehr hab, was ich lesen kann ;)

  2. Ich stelle gerade fest, dass ich den Klappentext zu dem Buch zwar mehrfach an-, aber nie zuende gelesen habe – der Serienkiller-Aspekt war mir auch vollkommen entgegangen. Und das Buch scheint total anders zu sein, als ich es erwartet hätte. Ich werds nicht lesen, sondern spiel lieber ne Runde Hello-Kitty-versenken! :)

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