Sterblich, Ulrike: Tüte oder so was

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Seiten: 192
Preis: 8,95 €, Taschenbuch
ISBN: 9783442156092
Erscheinungsdatum: 08.03.2010
Bewertung:

Wer kennt das nicht? Man betritt als Kunde einen Laden, sucht etwas ganz bestimmtes oder will beraten werden und benötigt dazu eine/n Verkäufer/in. Diese Person ist einem dann nicht freundlich genug und man verlässt das Geschäft in schlechter Stimmung. Doch hat sich schon mal jemand gefragt, warum die Verkäufer teilweise so unfreundlich sind? „Servicewüste Deutschland!“ schallt es dann aus allen Ecken, aber eigentlich könnte man genauso gut sagen „Kundenwüste Deutschland!“. Viele, die im Dienstleistungsbereich tätig sind, werden bestätigen, dass manche Kunden einen mit ihrem Verhalten schier in den Wahnsinn treiben und dies nicht einmal merken. Während die Kunden ihre schlechte Laune allerdings ausleben dürfen, sind die Dienstleister dazu gezwungen, so freundlich wie möglich zu bleiben. Dass dies nicht immer möglich ist, ist menschlich.

Ulrike Sterblich zeigt in ihrem Buch Tüte oder so was bissig und amüsant auf, womit die Verkäufer des Landes tagtäglich konfrontiert werden. Da wird man z. B. im Baumarkt vom Kunden gern als Mobiliar wahrgenommen, das nicht mehr verdient hat als dass man ihm „Laminat“ entgegenschreit, um seinen Willen zu erreichen. Eigentlich an die Kunden gerichtet, ist dies auf jeden Fall auch ein Buch, das sich „Betroffene“ zulegen sollten. Es spendet Trost, indem es zeigt, dass man in seiner Branche nicht allein mit diesem Problem ist und gibt gleichzeitig ein paar Tipps, wie man allzu unverschämte Kunden ein wenig in ihre Schranken weisen kann, ohne dabei gleich selbst als unverschämt beschimpft zu werden.

Tüte oder so was ist leichte Lektüre für zwischendurch und auf jeden Fall wert, gelesen zu werden. Leider wird wohl die eigentliche Zielgruppe dieses Buches, eben die nervenden Kunden, einen großen Bogen um den Titel machen, da sie bestimmt nicht daran interessiert sind zu wissen, wie sie die Verkäufer in den Wahnsinn treiben. Oder schlimmstenfalls werden sie durch die Beschreibungen auch noch inspiriert :-)


3 Gedanken zu „Sterblich, Ulrike: Tüte oder so was

  1. Hmm, klingt interessant^^ Aber ich kenne beide Seiten. Also in der Videothek hatte ich natürlich auch manchmal echt schlimme Kunden, aber da sollte man schon freundlich bleiben oder es versuchen, auch wenns nicht immer leicht ist.
    Wenn ich dann aber zB zu Dussmann gehe und gleich von den Verkäufern blöde angemacht werden, bevor ich überhaupt ein Wort gesagt habe, finde ich das auch nicht besonders nett.
    Es gibt halt auf beiden Seiten solche und solche …

    Lesen denn die anderen Mitarbeiter bei euch diese Leseexemplare auch so, dass man sich die hinterher noch ins Regal stellen möchte??

    Hmm, also bei Lesungen musst du eigentlich nicht Schlage stehen, also zumindest nicht immer. Bei so Massenaufläufen wie in Leipzig natürlich schon, oder wenn eine Stephenie Meyer einmal nach Deutschland kommt. Aber bei Marc Levy zB war das bisher immer sehr friedlich und ohne wirkliches Warten, also sehr angenehm. Und ich finde das einfach zu schön, wenn ich signierte Bücher hab. Die sind dann gleich noch mal was besonderes^^

  2. Das klingt interessant. ich kenn auch beide seiten, hab ja mal bei wal*mart gearbeitet. furchtbare kunden! werd ich mir mal merken =D

    in grift grün? den trag ich gerade auch. shockful doer so heißt der, oder? der gehört aber eher weniger zu meinen favoriten. auf den nägeln ist der irgendwie nicht so wie ich ihn mir vorgestellt hab. bei dem alck ward as auch so das ich 2 schichten brauchte, bei dem blauen hingegen hat eine gereicht, das variiert total.

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